SG Flensburg-Handewitt und Rhein-Neckar Löwen erhöhen Finalchancen
Noch ein Schritt bis zum Finale. Die Rhein-Neckar Löwen siegten deutlich in Burgdorf. - Foto: Verein
12.05.2019 A-Jugend männlich

SG Flensburg-Handewitt und Rhein-Neckar Löwen erhöhen Finalchancen

Vor den Halbfinalhinspielen besaßen alle vier Teilnehmer die gleiche prozentuale Chance, sich für das Finale um die Deutsche Meisterschaft der männlichen A-Jugend zu qualifizieren. Die SG Flensburg-Handewitt schaffte sich durch den 35:32-Sieg bei der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel, die Rhein-Neckar Löwen stehen nach dem 29:22-Sieg bei der TSV Burgdorf mit einem Bein im Finale.

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen – SG Flensburg-Handewitt 32:35 (13:17).

Der Meister der Staffel Nord-Ost dominierte das erste Halbfinale ab dem 3.2 (6.) durch Niels Gera Versteijnen. Der erhöhte auch im folgenden Angriff auf 4:2. Der Anfangsschwung der Gastgeber, die sich zunächst mit 2.1 in Front geworfen hatten, war vorerst gebremst. Und so musste der Großteil der 779 Fans in den Melsunger Sporthalle mit ansehen, wie sich die Norddeutschen angeführt von den beiden neunfachen Torschützen Versteijnen und Jaris Uwe Tobeler sogar auf 11:4 absetzten, sich aber nach der 16:10-Führung einen kleine Schwächephase bis zur Pause erlaubten. Der Vorsprung schmolz ein wenig ab und nach der Pause blieben die Hausherren an der SG dran. Beim 19:21 aus Sicht des Nachwuchses des Erstligisten MT Melsungen deutete einiges auf einen offenen Schlagabtausch hin. Und auch beim 25:27 (45.) schien es so, als könnten die Nordhessen vielleicht doch noch für einen Sieg in Frage kommen. Doch die Gäste legten wieder einen 33:27 vor. Das Endergebnis von 32:35 hält dem MT-Nachwuchs jedoch einige Möglichkeiten offen. Schließlich drehte man auswärts bei Bayer Dormagen noch das Viertelfinale.      

TSV Burgdorf – Rhein-Neckar Löwen 22:29 (12:16).

Ein Veit Mävers genügte der TSV Burgdorf nicht, um sich gegen den Süddeutschen Meister eine bessere Basis für das Rückspiel zu verschaffen. Der Jugendnationalspieler traf insgesamt neun Mal, doch es fehlte die Unterstützung von den Nebenleuten. Auf der anderen Seite konnten die Löwen mit Martin Schmiedt (7 von 7 von der Strafwurflinie) und Jannis Schneibel (7) sowie der jeweils viermal erfolgreichen Trio Yessine Meddeb, Philipp Ahouansou und Benedikt Damm auf ein breites Fundament von Torschützen bauen. Dazu stellten die Gelbhemden noch eine leidenschaftlich kämpfende Abwehrreihe. Den 19:12-Vorsprung, den sich die Gäste bis zur 35. Minute erspielt hatten, gaben diese dann auch nicht mehr her und dürften das Heimspiel beruhigt angehen. Auch, wenn Trainer Daniel Haase nach dem Schlusspfiff im Hinblick auf das Rückspiel warnte: „Das Resultat ist gefährlich. Iker Romero wird sich sicher etwas einfallen lassen. Aber die Tür zum Finale steht jetzt weit offen.“