Füchse legen Kantersieg vor
Lennard Krull hütete am Montag über weite Phasen das Berliner Tor und erntete Sonderlob von Trainer Hanning: „Er hat das Spiel seines Lebens gemacht." - Foto: René Weiss
07.06.2021 Jugendbundesliga männlich

Füchse legen Kantersieg vor

Klare Sache im Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft der männlichen A-Jugend: Die Füchse Berlin besiegten den TSV Bayer Dormagen mit 38:25 (18:13).

Bob Hanning fühlte sich in seiner Prognose bestätigt, dass mit seinen Füchsen und Dormagen die derzeit beiden besten deutschen A-Jugend-Mannschaften im Endspiel stehen. „Es war ein gutklassiges Spiel und wir haben gesehen, was die Dormagener Mannschaft kann, so lange die Kraft da ist. Sie haben jeden Fehler bestraft", resümierte Berlins Trainer die 60 Minuten in Potsdam. Dass die Vorentscheidung im Kampf um den Titel trotz der guten Vorstellung der Gäste bereits gefallen ist, spricht für die Extraklasse, die die Jahrgangskonstellation 2002/2003 des Hauptstadt-Klubs besitzt. „Sie haben nie nachgelassen. Das war eine dominante Vorstellung", zeigte sich TSV-Trainer David Röhrig beeindruckt vom Gegner.

Verstecken musste sich Dormagen wahrhaftig nicht. Bayer legte bis zum 4:3 durch Aron Seesing immer vor und hielt mit guter Chancenverwertung sowie mannschaftlicher Geschlossenheit (die ersten elf Treffer verteilten sich auf acht Spieler) auch lange den Anschluss. Mit seinem bereits siebten Treffer (am Ende waren es 16/7) stellte Tim Freihöfer in der 24. Minute den ersten aussagekräftigen Vorsprung der Partie her (14:10). „Wir haben das 40 Minuten lang richtig gut gemacht auf technisch auf Augenhöhe mitgehalten", bewertete Röhrig die Leistung seiner Jungs. Aber irgendwann kam der Zeitpunkt, als der Favorit klarstellte, warum er diese Rolle besitzt und auch keine Schwierigkeiten hat, diese Position anzunehmen. „Bei uns haben sich dann ein paar Fehler eingeschlichen und die Kraft ließ nach. Bei Berlin war das nicht der Fall. Deshalb haben sie am Ende eine große Dominanz ausgestrahlt", zog Röhrig den Quervergleich.

Die Konsequenz: Der Fünf-Tore-Unterschied zur Pause (18:13) vergrößerte sich ab der 37. Minute permanent, auch die Dormagener Auszeit beim Stand von 27:18 (45.) konnte den Lauf nicht aufhalten. Nils Lichtlein erzielte mit dem 29:19 (48.) den erstmaligen Zehn-Tore-Unterschied. „Meine Mannschaft hat bis zum Ende alles gegeben und alles versucht", versicherte Dormagens Coach. Es reichte nicht, um die Einheimischen einzubremsen.

Das Rückspiel steigt am Sonntag ab 16 Uhr im Dormagen. Sportdeutschland.tv überträgt die Begegnung live via dhb.de/livestreams (RW)

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