SCM verlangt Füchsen alles ab
Moritz Sauter erzielte beim 35:30-Sieg der Füchse Berlin über den SC Magdeburg acht Tore. - Foto: René Weiss (Archiv)
13.09.2021 Jugendbundesliga männlich

SCM verlangt Füchsen alles ab

Am 1. Spieltag der A-Jugend-Bundesliga männlich standen viele Partien bis zur letzten Sekunde Spitz‘ auf Knopf. Der eine oder andere Neuling punktete.

Staffel 1: Benitez wirft Lübeck zum Remis

Welch ein Krimi in Bielefeld: Ein in letzter Sekunde von Luis José Ciudad Benitez verwandelter Siebenmeter bescherte Bundesliga-Neuling MTV Lübeck ein 25:25 bei der TSG Altenhagen-Heepen. „Für uns ist das Remis am Ende bitter“, sagte TSG-Trainer Rafael Jacobsmeier. Denn als noch etwas mehr als zwei Minuten zu spielen waren, sah es für seine mit 34:31 führende Mannschaft gut aus. Doch die Gäste bewiesen Moral kämpften sich in einer Überzahlsituation wieder heran und entführten dank Benitez‘ Nervenstärke an der Linie einen Zähler. Das Kampfgericht hatte unmittelbar vor Schluss einen Altenhagener Wechselfehler ausgemacht, sodass die Unparteiischen den sich daraus ergebenden Strafwurf plus die obligatorische Disqualifikation verhängten. Die Einheimischen fanden zunächst gut in die Partie, aber nach der schnellen 5:1-Führung kehrten Trägheit und Unsicherheit in den Angriff ein. Lübeck nutzte das aus, lag beim 13:14-Pausenstand erstmals in Front und baute seinen Vorsprung danach aus. „Unsere Umstellung auf eine 5:1-Deckung trug Früchte“, erklärte Jacobsmeier, wie die TSG wieder mehr Zugriff fand.
In der Horneburger Sporthalle sah zunächst alles nach einer Überraschung aus, am Ende feierte der Gast jedoch einen auf dem Papier deutlichen Sieg. Der gastgebende VfL lag im ersten Abschnitt gegen GWD Minden lediglich einmal hinten. Torjäger Ole Hagedorn (14/6 Tore) bereitete den Grün-Weißen große Schwierigkeiten und verhalf seiner Mannschaft zu einem 14:11-Vorsprung nach 30 Minuten. Nach Wiederbeginn vergingen acht Minute, ehe der VfL wieder traf. Zu diesem Zeitpunkt hatte Minden das Blatt bereits gedreht (14:17). Die Entscheidung fiel zwischen den Minuten 48 und 52, die Minden mit 5:0 für sich entschied.

Staffel 2: Starkes Finish des THW Kiel

Zwei klare Ergebnisse und eine ganz enge Kiste brachte der 1. Spieltag in Staffel 2 hervor. Während der HC Bremen das Derby bei der HSG Verden-Aller deutlich mit 33:23 für sich entschied und die HSG Lemgo gegen die JSG HLZ Ahlen nichts anbrennen ließ (34:24), machten es der HSV Hamburg und der THW Kiel richtig spannend. Am Ende entführte der THW als 34:33-Sieger die beiden Punkte. Dabei sah es lange zeit gut für die Elbestädter aus, die im zweiten Abschnitt mit bis zu vier Treffern Unterschied in Führung lagen (28:24), dieses Polster jedoch nicht über Zeit brachten. Die nervös gestarteten Kieler, die im Laufe der Partie Schwierigkeiten in der Abstimmung des Mittelblocks bekamen und viele technische Fehler fabrizierten, glichen dank einer Steigerung ab der 50. Minute beim 29:29 erstmals nach dem 16:16 wieder aus und hatten in den Schlussminuten mehr zuzusetzen. Nach dem 32:34 durch Jarnes Faust blieb Hamburg mit dem letzten Angriff nur noch Ergebniskorrektur vorbehalten. „Am Ende haben wir mit sieben gegen sechs Feldspieler agiert und eine gute Moral sowie Emotionen gezeigt. Die Abwehr steigerte sich, die Konzentration stimmte, und es kamen einige Torhüterparaden hinzu", beschrieb Trainer André Lohrbach.
Verden-Aller verlor seine Bundesliga-Premiere aufgrund einer in den Sand gesetzten ersten Halbzeit. „Da haben wir mit vielen technischen Fehlern Lehrgeld bezahlt“, sagte Trainer Sascha Kunze zum 9:17-Rückstand nach 30 Minuten, als die Partie bereits entschieden war. Bremen nutzte die HSG-Fehler sehr gut aus, sah sich im zweiten Abschnitt aber einer Mannschaft gegenüber, die sich nicht hängen ließ. Kunze: „Wir haben nicht aufgehört zu kämpfen und dann vieles richtig gemacht. Wir gratulieren Bremen zu einem verdienten Sieg.“
Ahlen begegnete Lemgo eine Halbzeit lang auf Augenhöhe, was sich im 14:14-Halbzeitstand niederschlug. „Bis dahin haben wir eine gute Abwehr gespielt und vorne das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, fiel das Zwischenfazit von Trainer Christopher Prehl noch positiv aus. Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit gingen dann aber deutlich an die Gastgeber, die auf 20:16 davonzogen. Prehls Analyse: „Wir haben zu viel parallel gespielt und suchten nicht mehr den Torabschluss. Danach fehlte uns auch die Kraft, um noch einmal zurückzukommen. Die Mannschaft hat sich bemüht, leider ist das Spiel meiner Meinung nach mit zehn Toren Unterschied zu deutlich ausgegangen.“

Staffel 3: Berlin gewinnt spannendes Topspiel

Die Füchse Berlin haben das Spitzenspiel beim SC Magdeburg mit 35:30 für sich entschieden und ihren saisonübergreifenden Lauf damit fortgesetzt. Die Füchse feierten einen Start-Ziel-Sieg, allerdings ließ sich der SCM zu keinem Zeitpunkt abschütteln. Erst in den letzten sieben Minuten wuchs der Abstand, als die Gäste alles riskierten und das Abwehrsystem umstellten. Die Stimmung bei den Magdeburgern war nach Spielende zwiegespalten: Einerseits ärgerten sie sich darüber, die durchaus vorhandene Möglichkeit, in Hohenschönhausen gewinnen zu können, nicht genutzt zu haben, andererseits verkaufte sich die verletzungsbedingt arg gebeutelte Mannschaft richtig teuer. Trainer Julian Bauer sagte: „Wir haben uns auf Augenhöhe mit den Füchsen bewegt und es leider nicht geschafft, den Bock einmal umzustoßen. Heute war für uns etwas drin.“
Auch wenn die Mecklenburger Stiere Schwerin im Heimspiel gegen die JSG LIT leer ausgingen (27:30) bewerteten die Gastgeber ihr JBLH-Debüt gegen die körperliche überlegene JSG als gelungen. „Wir haben eine gute Leistung gezeigt, uns gegenüber der Qualifikation gesteigert und eine hervorragende Einstellung auf das Bundesliga-Parkett gebracht“, sagte Trainer Michael Gutsche. Lange Zeit gelang es den Jungstieren, das gegnerische Umschaltspiel einzubremsen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es dann jedoch einen Einbruch, währenddessen die Sieben von Niels Pfannenschmidt enteilte.
Das deutlichste Ergebnis in Staffel 3 kommt aus der Lausitz: Der gastgebende LHC Cottbus musste sich Eintracht Hildesheim mit 24:34 geschlagen geben. Die von Jacek Bedzikowski trainierten Gastgeber verloren früh den Anschluss und lagen nach 24 Minuten bereits mit 5:15 zurück. Immerhin fielen sie bis zum Ertönen der Schlusssirene nicht noch deutlicher ab.

Staffel 4: Haase lobt fantastischen Kampf

Mit diesem Heimerfolg hatte der 1. VfL Potsdam nicht unbedingt gerechnet. Das Team von Alexander Haase punktete gegen den SC DHfK Leipzig zweifach. „Die Mannschaft hat fantastisch gekämpft und hatte am Ende auch das Glück des Tüchtigen“, sagte Haase nach dem 24:23-Erfolg. Zu keinem Zeitpunkt lag eine der beiden Mannschaften in einer hochintensiven und zu jeder Zeit fairen Begegnung mit mehr als zweiten Toren Differenz in Führung. Beim Stand 21:23 (55.) sah es gut aus für die Leipziger, denen danach jedoch kein Treffer mehr gelang. Umjubelter Siegtorschütze war Felix Schwab anderthalb Minuten vor der Schlusssirene. Der VfL verteidigte den knappen Vorteil trotz Unterzahl.
Für den neuen Zusammenschluss aus Dutenhofen/Münchholzhausen und Hüttenberg gab es auswärts beim TSV Burgdorf nichts zu holen. Die Niedersachsen, für die beim 29:22-Heimsieg Daniel Weber elf Tore erzielte, verschafften sich in der Endphase der ersten Halbzeit einen Vorteil und hielten die Mittelhessen danach deutlich auf Distanz.
Den ersten Spieltag komplettieren der HC Elbflorenz und die NSG EHV/Nickelhütte Aue am Dienstagabend ab 19 Uhr in Dresden.

Staffel 5: Gummersbach revanchiert sich

Erstes Bundesliga-Spiel, und direkt der erste Sieg: Der HC Düsseldorf behielt beim VfL Eintracht Hagen mit 25:24 die Oberhand. Mit einem guten Schlussspurt vor dem Kabinengang verschaffte sich Düsseldorf einen Fünf-Tore-Vorsprung. Dieser hielt jedoch nicht lange. In der 41. Minute hatten die Hagener, bei denen der B-Jugendliche Luca Richter im rechten Rückraum genauso wie Linksaußen Sven Huebner und Torhüter Dominik Friedrich nach seiner Einwechslung eine starke Leistung zeigte, den Spieß wieder umgedreht und führte mit 18:16. Es entwickelte sich ein munteres Hin-und-Her. Beide Mannschaften hatten alle Chancen, die Partie für sich zu entscheiden, am Ende tat es der HC, weil die Gastgeber in den letzten sechs Minuten nur noch einmal einnetzten. Vertreter beider Seiten waren sich einig, dass eine Punkteteilung leistungsgerecht gewesen wäre. „Entscheidend war, dass wir in der Prime-Time zu viele Fehler gemacht haben, während Düsseldorf seine Sachen auf den Punkt spielte. Kleinigkeiten haben diese Partie entschieden“, sagte Hagens Jugendkoordinator Axel Meyrich.
Beim Sauerland-Cup erlitt der VfL Gummersbach gegen TuSEM Essen eine deutliche Niederlage, jetzt nahm die Mannschaft von Fabian Mielke erfolgreich Revanche. „Nach dem Ergebnis in der Vorbereitung war dieser deutliche 41:31-Sieg so sicherlich nicht zu erwarten. Aber die Mannschaft hat es sich auch für ihre Arbeit unter der Woche belohnt“, sagte der VfL-Trainer. Die Oberbergischen dominierten die Partie von der ersten bis zur letzten Minute und fanden gegen die 5:1-Deckung der Essener immer wieder die richtigen Lösungen. Zudem gelangen viele Tore übers Tempospiel, nachdem die aufmerksamen Abwehr Bälle abgefangen hatte.
Der Bergische HC zeigte vor seinem Heimspiel gegen Bayer Dormagen eine schöne Geste, als man die beiden anwesenden U19-Europameister des TSV Lennart Leitz und Sören Steinhaus ehrte (der Dritte im Bunde Aaron Seesing war mit der Zweitliga-Mannschaft unterwegs). Auf dem Feld boten die Gastgeber dem Deutschen Vizemeister in einem Vergleich mit einigen Ausfällen auf beiden Seiten gut Paroli. „Wir haben viele Zweikämpfe gewonnen und lange Zeit gut mitgehalten. Wir gehen trotz der Niederlage mit keinem negativen Gefühl aus diesem Spiel heraus“, fasste BHC-Trainer Jens Sieberger die 27:31-Niederlage zusammen. Die Gäste hatten gegen die kleine Formation des Gegners zunächst Probleme. Die Umstellung auf eine 6:0-Deckung erwies sich schließlich als richtungsweisend für die Dormagener, die im Angriff häufig den Kreisläufer gut in Szene setzten. So ging das Bruderduell zwischen Dormagens Finn und BHCs Malte Wolfram an die Gäste. „Der BHC war ein starker Herausforderer“, lobte Dormagens Trainer David Röhrig die beherzte Vorstellung der Hausherren.

Staffel 6: Nieder-Roden landet klaren Derbysieg

Die JSG Melsungen/Körle/Guxhagen und die HSG Hanau schenkten sich im Hessenduell nichts. „Über weite Strecken haben sich beide Mannschaften auf Augenhöhe bewegt“, fasste JSG-Trainer Florian Maienschein die mit 23:22 für die Nordhessen zu Ende gegangene Partie zusammen. Die 12:10-Pausenführung der Gastgeber kam durch eine gute Abwehr- und Torhüterleistung zustande. Da sich später Nachlässigkeiten im Angriff einschlichen, bekam Hanau die zweite Luft. Die HSG kämpfte sich nach einem 15:19-Rückstand zurück und schien das Momentum auf seiner Seite zu haben. „Am Ende haben wir das Spiel dank unserer mannschaftlichen Geschlossenheit für uns entschieden“, machte Maienschein den entscheidenden Faktor aus. In Unterzahl erzielte Manuel Hörr den Siegtreffer, ehe die Deckung den letzten Hanauer Angriff erfolgreich verteidigte. Klarere Fronten herrschten im zweiten hessen-internen Vergleich: Neuling HSG Nieder-Roden legte mit dem 33:23-Sieg im Derby über den TV Gelnhausen einen Auftakt nach Maß hin.
Die neuformierte Mannschaft der TSG Münster hatte in der Anfangsphase des Heimspiels gegen die HG Saarlouis Findungsschwierigkeiten, sodass die vom elffachen Torschützen Marko Grgic angeführten Saarländer nach 30 Minuten mit 20:12 in Führung lagen und schließlich mit 32:26 gewannen. „Wir fanden gegen den robusten und spielstarken Rückraum der HG keinen Zugriff. Mit einer Umstellung auf eine offensivere Deckung kamen wir besser zurecht“, resümierte TSG-Trainer Tim Dautermann. Die Kelkheimer kamen bis auf 19:23 heran und schnupperten danach an einer weiteren Reduzierung des Rückstands. „Mit Ausnahme dieser Phase hatte Saarlouis das Spiel mit einer souveränen Leistung aber immer im Griff“, gratulierte Dautermann seinem Trainerkollegen Tom Paetow.

Staffel 7: Schöttle übernimmt Verantwortung

Zunächst sah es zwischen dem TV Bittenfeld und dem HC Erlangen ganz danach aus, als sollten die Gastgeber einen einigermaßen ungefährdeten Sieg einstreichen. Mit 13:7 führte der TVB nach 19 und mit 17:12 nach 30 Minuten. Überhaupt befand sich die Führung stets auf Seiten der Mannschaft von Ulf Hummel, und trotzdem mussten er und seine Spieler bis zuletzt bibbern, bevor der 31:30-Sieg in Stein gemeißelt war. Die nimmermüden Erlanger zeigten eine große Moral und waren beim Stand von 27:28 aus ihrer Sicht in der 54. Minute auf einmal wieder ganz dick im Geschäft. Ulf Hummel erklärte, wie es dazu kam: „In der ersten Hälfte lief alles so, wie wir es uns vorgestellt hatten, allerdings hätten wir deutlicher führen können. Die Fehlwürfe setzten sich im zweiten Durchgang leider fort, zudem bereitete Erlangen uns mit einer ganz ekligen 5:1-Deckung große Sorgen. Am Ende bin ich stolz auf meine Mannschaft, dass dieses krasse, geile Spiel auf taktische hohem Niveau nach Hause gebracht hat.“
33 Tore konnten sich für Qualifikant HSC 2000 Coburg gut sehen lassen, von denen 18 auf die Konten von Julius Siegler und Janis Pavels Valkovskis gingen, allerdings waren die Gäste aus Göppingen noch treffsicherer und behaupteten sich mit 38:33 durch. In der 49. Minute lag Coburg noch mit 30:29 in Führung, konnte dann der guten Leistung von Frischauf in den Schlussminuten nicht mehr folgen.
Einen Favoritensieg feierte die SG Pforzheim/Eutingen gegen den TV Nieder-Olm (31:15). Allerdings zeigt das noch knappe Halbzeit-Ergebnis von 12:9, dass die Rheinhessen ordentlich mithielten. „Mit der ersten Hälfte können wie einigermaßen zufrieden sein, wenngleich uns die Nervosität anzumerken war“, sagte Trainer Jan Ludwig. Trotzdem ging die SG nur mit einem Vier-Tore-Vorteil in die Kabine. Während Pforzheims Trainer Alexander Lipps den frischgebackenen U19-Europameister Nico Schöttle auf dem Spielbericht nachtrug und der Halblinke direkt Verantwortung übernahm, ging die Trefferquote der Gäste in den Keller. „In der zweiten Halbzeit haben wir weniger als 40 Prozent getroffen“, erkannte Ludwig aus der Statistik. Er nutzte die Gelegenheit, allen Spielern Einsatzzeiten zu geben und sie erste Bundesligaluft schnuppern zu lassen.

Staffel 8: Löwen gewinnen ohne ein halbes Dutzend

Die Rhein-Neckar Löwen setzten zum Saisonauftakt gegen den SV Salamander Kornwestheim ein Ausrufezeichen und machten beim 38:21-Sieg ihre Ambitionen deutlich. In der Kornwestheimer Sporthalle Ost waren die Junglöwen von Beginn an hellwach wach und führten nach zwölf Minuten schon mit 7:2. Dieser Trend setzte sich über die gesamte Spielzeit hinweg fort. „Wir sind mit dem Saisonstart und dem Ergebnis sehr zufrieden. Wir haben die Partie gegen einen motivierten Aufsteiger dominiert, wenngleich wir mit einer offensiven Deckung bearbeitet wurden“, sagte Löwen-Trainer Daniel Haase. Bei den Gästen fehlten sechs U19-Akteure, weil sie zeitgleich beim Drittliga-Team im Einsatz waren. Deshalb kamen die B-Jugendlichen Jonas Riecke und Lennart Karrenbauer zum Einsatz. SV-Trainer Marc Pflugfelder sagte: „Wir haben uns gegen einen erwartet starken Gegner achtbar aus der Affäre gezogen. Meine Jungs haben 60 Minuten lang gekämpft und alles gegeben. Die Abschlussschwäche und die körperliche Unterlegenheit konnten nicht kompensiert werden. Dennoch haben wir eine der stärksten Mannschaften der A-Jugend-Bundesliga immer wieder vor neue Aufgaben gestellt. Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit unserer Leistung.“
In den beiden übrigen Partien jubelte die Heimmannschaft: Die JSG Balingen-Weilstetten hatte keine Probleme mit der HSG Konstanz (40:19). Die Einheimischen von der Schwäbischen Alb nutzen ihre physische Überlegenheit. Ein schwerer Schlag ins Kontor der Konstanzer war dabei der Ausfall der beiden als Leistungsträger eingeplanten Stützen Jona Mauch und Fabian Zeller. Nach 20 Minuten hielten die Gäste noch den Anschluss (8:10). Eine zehnminütige HSG-Phase ohne Treffer führte im zweiten Abschnitt zu einer 14:28-Hypothek. Viel lief nicht mehr zusammen bei der Konstanzer Mannschaft. Die Kräfte schwanden und die Köpfe hingen tief. Balingen fand derweil Freude am munteren Torewerfen.
Die HG Oftersheim/Schwetzingen schlug den TSV Allach mit 25:22. Die Gäste aus München lagen bereits beim Stand von 6:7 letztmals in Führung. Danach besaß die Mannschaft von Christoph Lahme die Spielkontrolle. „Wir haben das Spiel klar in der Abwehr gewonnen. Die Mannschaft setzte die Vorgaben fast 60 Minuten lang um", schilderte Lahme. Der Angriff der Gastgeber fand die richtigen Mittel gegen die Wechsel aus 6:0- und 3:3-Deckung. Gerade die Kreisläufer wurden gut bedient, die acht Tore erzielten. Allach blieb in Reichweite, weil die HG-Angreifer sehr häufig am Torhüter oder dem Torgestänge scheiterten. (RW)

News