BSV bringt Drei-Tore-Vorsprung mit
Die SG Kappelwindeck/Steinbach hat sich nach der Fünf-Tore-Niederlage gegen Bietigheim noch nicht aufgegeben. Foto: handball-media.de
12.05.2021 Jugendbundesliga weiblich

BSV bringt Drei-Tore-Vorsprung mit

Der Buxtehuder SV, die SG BBM Bietigheim, der TSV Bayer Leverkusen und der HC Leipzig haben vorgelegt. Gelingt es diesen vier Teams in den Viertelfinal-Rückspielen der A-Jugend-Bundesliga weiblich, die Führung zu behaupten und die Qualifikation für das Final-Four zu realisieren?

SG BBM Bietigheim – SG Kappelwindeck/Steinbach (Donnerstag, 14 Uhr)
Endphase in der ersten Halbzeit des Viertelfinal-Hinspiels: Bietigheim führt mit 15:10 und hat somit eine gute Basis geschaffen. Aber im Handball geht’s bekanntermaßen schnell – so auch am Sonntag. Kappelwindeck/Steinbach traf sechsmal in Folge. Diese Minuten zeigen Bietigheim, dass der Fünf-Tore-Vorsprung, den das Team von Markus Lenz und Brian Ankerson bis zum Ende wiederherstellte (28:23), kein Ruhekissen für das Heimspiel in der Viadukthalle ist. Geschlagen gibt sich der Gast noch lange nicht. „Wenn wir unser Potenzial abrufen, können wir Bietigheim auf Augenhöhe begegnen. Ohne diese Schwächephasen, sehe ich für uns auch noch etwas zu holen“, resümiert Trainer Arnold Manz und fordert eine Reaktion. „Wir fahren guten Mutes nach Bietigheim und werden versuchen, unseren Vorrundenergebnis zu wiederholen." Dieses lautete 29:24 für Kappelwindeck/Steinbach und würde ein Weiterkommen aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore bedeuten. Seitdem machte der Erstliga-Nachwuchs aus dem Enztal aber auch spürbare Entwicklungsschritte, wie der Achtelfinal-Erfolg gegen den TuS Metzingen und das Hinspiel zeigten.

Buxtehuder SV – Thüringer HC (Donnerstag, 15 Uhr)
Mit 28:25 gewann der BSV-Nachwuchs am vergangenen Sonntag das Hinspiel beim Thüringer HC. Allerdings verpasste es Buxtehude, sich eine noch bessere Ausgangslage zu erspielen. Kurz vor dem Ende hatte die Mannschaft noch mit fünf Toren geführt. Doch offensiv fehlte in der Schlussphase wie im gesamten Spiel die letzte Konsequenz. Ihr Team habe zu viele Chancen liegen gelassen, sagt BSV-Trainerin Heike Axmann und fordert eine höhere Effektivität im Rückspiel: „Wir müssen die freien Würfe besser versenken." Andernfalls werde es eine ganz spannende Partie, die über den Einzug in das Final-Four entscheidet. „Die Mannschaften sind Kopf an Kopf", sagt Axmann. Sie möchte mit ihrem Team gern in das Endturnier einziehen und die Chance auf die dritte Deutsche Meisterschaft im A-Jugend-Bereich nach 2016 und 2017 am Leben erhalten. Doch viel wichtiger als ein möglicher Titelgewinn sei die Tatsache, dass es im Final-Four zusätzliche Spielpraxis gebe. „Ich möchte, dass die Mannschaft noch zwei Spiele mehr machen kann. Wir sehen ja die Entwicklung von Spiel zu Spiel. Schließlich haben sie ein halbes Jahr kein Handball gespielt", betont Axmann. Personell kann Axmann mit ihrem Trainerkollegen Jonathan Pape auf die identische Aufstellung wie im Hinspiel setzen

TSV Bayer Leverkusen – HSG Blomberg-Lippe (Donnerstag, 15 Uhr)
Für Björn Piontek ist Leverkusen ein „absoluter Titelanwärter“ in diesem Jahr. Das bekam seine HSG Blomberg-Lippe im Hinspiel zu spüren, das die „Elfen“ mit 28:16 beherrschten. „Die Rollen sind klar verteilt. Wir wollen es deutlich besser machen und noch einmal alles in die Waagschale werfen. Das sind wir im ersten Vergleich schuldig geblieben“, hofft Piontek diesmal auf ein besseres Ergebnis.

Borussia Dortmund – HC Leipzig (Donnerstag, 15 Uhr)
Da dürfte normalerweise nichts mehr anbrennen, oder Steffen Obst? Der Trainer HC Leipzig war nach dem 40:20-Feuerwerk seiner Mannschaft in eigener Halle angetan vom überzeugenden Auftritt, mahnt trotzdem zur Vorsicht: „Es war nur die erste Halbzeit. Wir gehen voller Konzentration und Demut ins Rückspiel. Ein Vorsprung von 20 Toren klingt total schön, ist aber nur die halbe Miete.“ Auch wenn es immer wieder Sensationen im Sport gibt, käme ein Comeback des BVB einem Erdrutsch gleich. Trainer Tobias Fenske setzt ganz andere Prioritäten. „Wir wollen ein anderes Gesicht als im Hinspiel auf die Platte bringen.“ Bei der deutlichen Niederlage zeigte nämlich nicht nur Leipzig seine große Klasse, sondern Dortmund erreichte auch nicht sein Optimum. Trotzdem gehören auch solche Spiele zum Lernprozess einer jungen Mannschaft, so wie es die zum Großteil noch aus B-Jugendlichen bestehende Dortmunder ist. (RW)