Verdienter EM-Auftaktsieg gegen Rumänien
Die Frauen-Nationalmannschaft bei der Hymne. - Foto: imago images / Bildbyran
03.12.2020 A-Frauen

Verdienter EM-Auftaktsieg gegen Rumänien

Deutsche Frauen schlagen Neagu & Co. hochverdient mit 22:19 – A, Samstag zweites EM-Spiel gegen Norwegen

Mit einem hochverdienten 22:19 (13:10)-Erfolg über Rumänien sind die deutschen Handballerinnen am Donnerstagabend in die Europameisterschaft in Dänemark gestartet. In Kolding waren Emily Bölk, Julia Maidhof und Kim Naidzinavicius mit je vier Treffern die erfolgreichsten Werferinnen der deutschen Mannschaft, die einen Traumstart mit einer 8:2-Führung im ersten Länderspiel unter der Leitung von Alexander Koke hinlegte, der Bundestrainer Henk Groener vertrat. 

Die deutsche Mannschaft legte los wie die Feuerwehr, führte nach sieben Minuten sensationell mit 4:0, während die Rumäninnen keinen Fuß auf den Boden bekamen, nicht einmal nach einer frühen Auszeit. Die deutsche Abwehr setzte speziell Welthandballerin Cristina Neagu unter Druck, die zur Pause bei acht Versuchen gerade einmal ein Tor erzielt hatte. Nach einer weiteren 4:1-Serie durch Julia Maidhof, Emily Bölk, Kim Naidzinavicius und Antje Lauenroth hieß es 8:2 nach zwölf Minuten. 

Danach war der Schwung der deutschen Mannschaft aber kurzzeitig abhanden geraten, Rumänien verkürzte auf 6:8, die Partie wurde etwas offener, aber dank des deutlichen Vorsprungs zu Beginn nahm die Mannschaft von Andre Fuhr und Alexander Koke eine verdiente 13:10-Führung mit in die Kabine.  

Als Shenia Mivenskaja gleich nach dem Seitenwechsel die erneute Vier-Tore-Führung gelang, schien die deutsche Leichtigkeit wieder zurück, doch genau dann schlug der EM-Dritte von 2010 und WM-Dritte von 2015 eiskalt zurück – nach vier rumänischen Treffern in Folge hieß es 14:14. Beim 15:15 nahm Alexander Koke seine Auszeit – und die Spielerinnen verstanden genau, was der Westfale ihnen vermittelt hatte. Speziell die rechte Angriffsseite legte nur los – zweimal Julia Maidhof, einmal Marlene Zapf und dazwischen Alina Grijseels sorgte für etwas Luft und das zwischenzeitliche 19:16.  

Danach hatte die DHB-Auswahl mehrfach die Chance, sich wieder abzusetzen, scheiterte aber immer wieder an der rumänischen Torfrau Yuliya Dumanska, die ihre Mannschaft im Spiel hielt.  Aber beim entscheidenden 22:19, erneut von Rechtsaußen Marlene Zapf war auch sie machtlos, eine Minute vor dem Schluss war der wichtige Auftaktsieg eingetütet. 

Am Samstag um 18 Uhr (Live auf Sportdeutschland.tv) geht es dann gegen Rekord-Europameister Norwegen, der am heutigen Abend gegen Polen in die EM startet. 

in Kolding: Rumänien -Deutschland 19:22 (10:13) 

Deutschland: Eckerle, Roch; Zapf (2), Berger (2), Grijseels (1), Smits (1), Behnke, Naidzinavicius (4/1), Bölk (4), Großmann, Weigel, Lott, Maidhof (4), Lauenroth (3), Minevskaja (3/1), Schulze 

Rumänien: Mazareanu, Dumanska; Dinca (1), Iovanescu (2), Bucheschi (3), Neagu (4/2), Ticu, Laslo (3), A. Popa (1), L. Popa, Polocoser, Ostase (3), Seraficianu (1), Iuganu (1), Savu, Dindiligan
Schiedsrichter: Bonaventura/Bonaventura (FRA), Zeitstrafen: Deutschland 2 Minuten (Smits, Bölk)/Rumänien 12 Minuten, Siebenmeter: Deutschland: 2/6 – Rumänien: 2/4 

(BP)

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