„Die Mannschaft fühlt sich wohl“
Kai Häfner beim Spiel gegen Österreich. - Foto: Tom Weller
13.01.2021 A-Männer

„Die Mannschaft fühlt sich wohl“

DHB-Sportvorstand sowie die Nationalspieler Sebastian Firnhaber und Kai Häfner äußern sich im ersten DHB-Medientermin zu den ersten Eindrücken in Ägypten sowie der aktuellen Situation vor Ort

Sie sind in Kairo gelandet und bereiten sich intensiv auf das erste WM-Spiel am Freitag (18 Uhr, live in der ARD) gegen den WM-Debütanten Uruguay vor. Zwei Tage vor dem Start in die Weltmeisterschaft in Ägypten standen DHB-Sportvorstand Axel Kromer sowie die Nationalspieler Sebastian Firnhaber und Kai Häfner am Mittwochmorgen im ersten DHB-Medientermin aus dem Land der Pharaonen Rede und Antwort. Im Vordergrund stand neben dem WM-Auftakt auch die aktuelle Corona-Situation rund um die WM.

DHB-Sportvorstand Axel Kromer:

Zur gestrigen Anreise nach Ägypten:

Der Reisetag war anstrengend, keine Frage. Wir hatten um 6.45 Uhr ausgiebig gefrühstückt, sind dann mit einer Chartermaschine geflogen. Wir hatten genug Platz, der Flug war angenehmen. Auf dem Rollfeld wurden wir von einem Bus abgeholt, in dem gleich der erste Antigentest stattfand. Nach einer rund einstündigen Busfahrt kamen wir ins Hotel, was eine sehr weitläufige angenehme Anlage mit Blick auf die Pyramiden ist. Wir sind im Erdgeschoss untergebracht, und das Hotel wäre auch als Ferienanlage für Familien ein Traum.

Die Mannschaft fühlt sich wohl, wir haben aber bereits einige organisatorische Dinge angesprochen, wo die IHF noch nachjustieren muss - zum Beispiel zusätzliche Räume, in denen die Mannschaften ihre Mahlzeiten einnehmen können. Alle Spieler haben FFP2-Masken erhalten, um diese auch außerhalb der Zimmer immer zu tragen.

Die Corona-bedingten Absagen von Tschechien und der USA:

Diese Änderungen im Teilnehmerfeld übertreffen unsere Befürchtungen, das sind echte Hiobsbotschaften. Zudem gibt es auch Einzelfälle in anderen Nationen, die uns argumentativ nicht in die Karten spielen. Wir müssen weiter intensiv die Sicherheit unserer Spieler und Mitarbeiter im Auge haben, aber wir können nicht das Geschehen außerhalb unserer Mannschaft beeinflussen. Wir hatten eine frühzeitige Isolation und Kontaktreduzierung eingeleitet ab 28. Dezember. Es wird in den nächsten Tagen ein erhöhtes Risiko geben. Wenn die Bubble geschlossen ist, wird das Risiko geringer werden. Wir haben aber beste Erwartungen, dass die vielen Hiobsbotschaften zu Ende gehen.

Die Auswirkungen auf die deutsche Mannschaft:

Oliver Roggisch und ich kümmern uns um alle diese organisatorischen Dinge, damit die Spieler und Trainer sich ausschließlich aufs Sportliche konzentrieren können. Sie sollen den Kopf freibekommen für die Spiele, beim Training darf es um nichts anderes gehen als taktische Vorbereitung und den Matchplan gegen Uruguay.

Sebastian Firnhaber:

Zu seinen ersten Eindrücken als Nationalspieler und in Ägypten:

Die Vorfreude ist riesig, das ist alles sehr spannend. Nach der langen Anreise habe ich gut geschlafen und freue mich nun auf das erste Training in Ägypten.

Kai Häfner:

Über die WM-Vorbereitung und seine Rolle im Team:

Es ist einiges passiert in der einen Woche, das lief schon gut. Die Feinabstimmung fehlt noch, aber wir werden die nächsten Tage nutzen, um uns besser zu finden. Und dann schauen wir, wie weit es geht. Ich bin schon ein paar Jahre dabei, wer mich kennt, weiß, dass ich alles gebe. Ich bin stolz dabei zu sein und dem Team so gut es geht zu helfen, um erfolgreich zu sein.

Über die Junioren-WM 2009 in Ägypten, als er mit Deutschland Gold gewann:

Das ist schon 12 Jahre her, und damals hat es gut geklappt. Es war ein tolles Turnier mit den Junioren, es hat riesig Spaß gemacht und es ist viel hängengeblieben. Es wäre schön, wenn es wieder so wird.

Über Bundestrainer Alfred Gislason:

Alfred ist ein Ruhepol und gibt uns Sicherheit, ihm gelingt die Balance zwischen Anspannung und Lockerlassen und er gibt der Mannschaft ein gutes Gefühl.

Über die WM-Absagen von Tschechien und der USA:

Ganz ausblenden kann man das Thema nie, es ist schon sehr präsent. Die ersten Tage bei einem Turnier sind immer hektisch, man versucht das so gut es geht auszublenden. In der Halle ist es anders, da kann man sich voll auf Handball konzentrieren.

Zum ersten WM-Gegner Uruguay:

Uruguay darf man nicht unterschätzen, viele spielen in Spanien. Wir müssen wach sein, und uns auf uns konzentrieren, wir haben noch einige Baustellen, jedes Spiel hilft. Wir wollen gut ins Turnier starten, und dürfen daher keinen Gegner unterschätzen, da hatten wir gegen Bosnien Probleme.

(BP)

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