Stimmen zum Spiel gegen Lettland
Bundestrainer Christian Prokop blickt auf die kommenden Aufgaben in der Hauptrunde. - Foto: Sascha Klahn
13.01.2020 A-Männer

Stimmen zum Spiel gegen Lettland

Die Stimmen zum 28:27-Sieg gegen Lettland in Trondheim, durch den die DHB-Auswahl die Hauptrunde erreicht hat.

Am Ende wurde es noch einmal eng, aber durch den 28:27-Erfolg im letzten EM-Vorrundenspiel
gegen Lettland haben die Deutschen das erste Ziel erreicht, die Qualifikation für die Hauptrunde, die
am 16. Januar in der Wiener Stadthalle beginnt.

Hier die Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Christian Prokop: "Wir freuen uns sehr, dass wir unser erstes Ziel, die Hauptrunde in
Wien, erreicht haben. Wir haben bis zur 50. Minute eine gute Leistung gezeigt, mit einer starken
Abwehr, und im Angriff fanden wir gute Lösungen, vor allem dank Julius Kühn. Am Ende wurde es
unnötig eng. Nach einer komfortablen Führung hatten wir nicht mehr so viel Stabilität in der
Deckung. Nachdem der Vorsprung zusammengeschmolzen war, bin ich sehr zufrieden, dass wir
dieses psychologisch sehr schwierige Spiel gewonnen haben."

Paul Drux: "Wir sind sehr froh, dass wir die nächste Runde erreicht haben, das war Ziel Nummer eins. 45
Minuten lang haben wir ein wirklich gutes Spiel gespielt, dann haben wir im Angriff zu viele Fehler
gemacht und waren in der Abwehr nicht stark genug."

Uwe Gensheimer: "Wir haben zu schnell runtergefahren, das wurde es noch einmal richtig eng am
Ende. Ich denke, wir haben alle mehr von diesem Spiel erwartet. Jetzt freuen wir uns auf die
Hauptrunde, wir haben noch keine Topleistung bei dieser EURO abgeliefert, das wollen wir nun in
Wien nachholen. Unser Ziel bleibt das Halbfinale, das Spiel gegen Lettland hat aber gezeigt, dass man
bei einer EM alle Gegner ernstnehmen muss."

Patrick Zieker: "Wir hatten keinen Spielfluss, keine Leichtigkeit, wir waren verkrampft. Mit Blick auf
die Hauptrunde müssen wir uns in allen Bereichen steigern. Wir müssen gieriger in der Abwehr und
konsequenter im Angriff werden."

Patrick Wiencek: "Nach der Niederlage gegen Spanien wollten wir ein anderes Gesicht zeigen, das ist
uns nicht gelungen. In der ersten Hälfte lief es noch ganz gut, aber in der Schlussphase lief es nicht
mehr. Ich weiß auch nicht, warum. Man hat gesehen, wie schnell man einen Sechs-Tore-Vorsprung
aus der Hand geben kann. Julius Kühn war der Einzige, der überragend gespielt hat. Im Endeffekt hat
er uns gerettet."

Kai Häfner: "Wir haben uns wieder zu viele Fehler geleistet. Warum die zweite Hälfte so lief, darauf
habe ich noch keine Antwort. Mit Blick auf die Hauptrunde gibt es nichts, was wir nicht verbessern
müssen."

Armands Uscins, Trainer Lettland: "Vor dem Spiel wussten wir, dass Deutschland eine starke
Mannschaft ist. Wir haben versucht, langsam zu spielen, aber in der ersten Halbzeit haben wir zu
viele Fehler gemacht. In der zweiten Hälfte haben wir uns verbessert und sind immer
nähergekommen. Unser Spiel war besser als die beiden vorherigen Partien. Insgesamt haben wir in
allen drei EM-Spielen eine Menge Erfahrungen gesammelt, jetzt hoffe ich, dass Deutschland eine
Medaille gewinnt."

 

(BP)

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