Mit Kampfgeist zum wichtigen Sieg
David Móré erzielte gegen Polen elf Tore. - Foto: EHF
05.08.2022 U18/19m

Mit Kampfgeist zum wichtigen Sieg

U18-Nationalteam feiert beim 33:29 gegen Polen einen ganz wichtigen Sieg

Die deutsche U18-Nationalmannschaft hat ihre Chancen auf den Viertelfinal-Einzug bei der Europameisterschaft in Montenegro am Leben gehalten. Nach der Auftaktniederlage gegen Ungarn am Donnerstag stand die Mannschaft in ihrer zweiten Vorrundenbegegung gegen Polen bereits unter Zugzwang und hielt dieser Drucksituation stand. Mit 33:29 (15:14) setzte sich das DHB-Team nach 60 umkämpften Minuten durch. „Die Jungs haben großen Einsatz und eine starke Mannschaftsleistung gezeigt. Kämpferisch war das toll."

Trainer Erik Wudtke veränderte seine Anfangsformation gegenüber dem Ungarn-Spiel auf vier Positionen. Connar Battermann begann im linken, Fritz-Leon Haake, später als bester deutscher Spieler der Begegnung ausgezeichnet, im mittleren Rückraum. Die Kreisläuferposition nahm Georg Löwen ein und Jarnes Faust legte auf auf Rechtsaußen los. Allerdings musste diese Formation schon nach zehn Minuten wieder geändert werden, als die slowenischen Schiedsrichter Georg Löwen die Rote Karte zeigten. Tim Hertzfeld übernahm den Kreis, der sich immer wieder gut in Szene setzte. „Wir haben uns auch von der Roten Karte nicht aufhalten lassen und ins Spiel gekämpft", sagte Wudtke.

Deutschland konnte von Beginn an auf seine Abwehr vertrauen. Lediglich in polnischer Überzahl oder per Siebenmeter musste sich Schlussmann Julian Buchele geschlagen geben. Es dauerte bis zur 17. Minute (!), dass die Rot-Weißen zum ersten Feldtor bei gleichem Kräfteverhältnis kamen. Deutschland lag zu diesem Zeitpunkt mit 9:5 in Führung und behielt das Spiel bis in die Endphase des ersten Abschnitts hinein unter Kontrolle. Haake erhöhte in der 21. Minute auf 13:8. Dann kam jedoch ein Bruch ins deutsche Spiel. Polen schloss auf, die Wudtke-Sieben ging nur noch mit einem minimalen Vorsprung von 15:14 in die Kabine.

Durchgang Nummer zwei begann mit neuen Schiedsrichtern. Die slowenischen Unparteiischen konnten die Partie verletzungsbedingt nicht forsetzen, sodass das norwegische Ersatzgespann einsprang. Deutschlands Angriff scheiterte nach Wiederbeginn häufig am polnischen Schlussmann Pawel Ciupa, behielt allerdings trotzdem Nerven und Konzentration. Mit kühlem Kopf steckte die DHB-Auswahl den zwischenzeitlichen 22:23-Rückstand (47.) weg und legte in der wichtigen Endphase noch eine Schippe drauf. Von 28:28 erhöhten Fritz-Leon Haake, Henri Pabst und David Móré auf 31:28 (58.). Die Abwehr provozierte Ballgewinne, während die Offensive beim Abschluss wieder kaltschnäuziger als noch eine Viertelstunde zuvor agierte und das Tempo hochhielt. Diesen Vorsprung ließ sich Deutschland nicht mehr aus den Händen nehmen. „Es ist schön, dass sich die Mannschaft für ihren Einsatz belohnt hat", freute sich der Trainer über die beiden Punkte.

Nach dem spielfreien Samstag beendet das deutsche Team am Sonntag ab 14 Uhr gegen die starken Isländer die Vorrundenphase. Danach soll das Turnier im Idealfall mit der Zwischenrunde seine Fortsetzung finden. Alle Partien der U18-Europameisterschaft werden im Livestream via ehftv.com zu sehen sein.

Deutschland: Buchele, Höler – Günther, Faust (5), Mart, Haake (8), Battermann (2), Greilich, Löwen (1), Móré (11/2), Grupe, Billepp, Pabst (3), Hertzfeld (3), Reichardt.
Polen: Pienkowski, Ciupa, Szczepanik - Rybcarczyk, Jaworski, Wasiak (7/5), Kaminski (3), Marchewka (3), Wierzbicki (3), Koc, Welcz (4), Tokarz (3), Watroba (1), Curzytek, Sladkowski (2), Mielczarski (3).
Schiedsrichter: Ozren Backovic/Mirko Palackovic (Slowenien) ab 2. Halbzeit Andreas Daviknes Borge/Magnus Muri Nygren (Norwegen).

(RW)

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