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Eintracht beweist starke Nerven in Gelnhausen

13.12.2016
13.12.2016 · 3. Liga, Staffel Ost · Von: pm verein

Eintracht beweist starke Nerven in Gelnhausen

Dieses Spiel war kein Spaziergang, aber am Ende hatte Eintracht Hildesheim den längeren Atem und damit schließlich auch die Punkte im Sack. Im Auswärtsspiel beim TV Gelnhausen vor 400 Zuschauern ging das Team von Trainer Gerald Oberbeck mit einem 19:22-Endstand als Sieger vom Feld. Nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen konnte die Mannschaft den Trend also wieder drehen und holte zwei wichtige Punkte auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft. Doch nicht alle lief nach Plan in der Partie, denn während die Abwehr in dieser Partie wieder deutlich stabiler agierte, tat sich Eintracht im Angriffsspiel deutlich schwerer als bei den bisherigen Auftritten. Bester Torschütze auf Hildesheimer Seite war Robin John mit neun Treffern, zudem zeigten die Unparteiischen gleich dreimal in der Partie den roten Karton.

Für die mitgereisten Eintracht-Fans muss die 15. Spielminute wie eine Erlösung gewesen sein. Denn zu diesem Zeitpunkt schaffte Robin John per Siebenmeter den ersten Treffer für sein Team. Bis zu diesem Moment lief im Angriff der Hildesheimer nicht viel zusammen. Früh hoben die Schiedsrichter den Arm zum Zeitspiel, sodass es häufig zu unvorbereiteten Abschlüssen kam. Der TV Gelnhausen selbst schaffte glücklicherweise auch nicht mehr als drei Treffer, sodass Adam Papadopoulos in der 23. Spielminute den Ausgleich zum 5:5 erzielen konnte. Eintracht war jetzt langsam ins Spiel gekommen, doch gegen die robuste Deckung des TVG tat man sich offensiv schwer. Jakub Lefan im Hildesheimer Tor sorgte aber mit seinen Vorderleuten weiter für Stabilität, sodass die torarme Partie weiter ausgeglichen verlief. Gelnhausen ging schließlich mit einer 9:8- Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel ausgeglichen, denn Eintracht konnte ausgleichen und war beim 11:11 auch in Überzahl. Denn TVG-Spieler Björn Pape wurde für sein robustes Spiel bereits in der 39. Minute mit der dritten Zeitstrafe belegt. Doch Robin John scheiterte innerhalb von zwei Minuten gleich zweimal von der Siebenmeterlinie, sodass Gelnhausen auf 13:11 erhöhen konnte. Trainer Gerald Oberbeck reagierte mit einer Auszeit, um seine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Es dauerte aber bis zur 51. Spielminute, bis Eintracht dann aus der nun entstandenen Überlegenheit einen Vorsprung holen konnte. Von 15:14 an traf Eintracht viermal in Folge ins Tor der immer müder werdenden Gastgeber und drehte die Partie zum 15:18. In dieser Zeit schwächte erneut TVG-Trainer Andreas Kalman seine Mannschaft. Nachdem er zuvor schon eine Zeitstrafe für die Ansprache gegenüber dem Schiedsrichter erhalten hatte, sah er in der 55. Spielminute die rote Karte und musste auf die Tribüne wechseln. Doch auch bei Eintracht zückten die Unparteiischen die rote Karte gegen Andreas Simon, der für ihren Geschmack im eigenen Angriff zu aggressiv agiert hatte. Die Disqualifikation ohne Bericht bleibt aber folgenlos für den Hildesheimer Rückraumspieler. Das Spiel glitt Eintracht jetzt aber nicht mehr aus der Hand, spätestens als Jakub Strýc per Siebenmeter zum 16:20 erhöhte, schien die Partie gelaufen. Am Ende holte Eintracht sich in einem durchaus nervenaufreibenden Spiel einen verdienten Auswärtssieg.

Pascal Kinzel, Jakub Lefan - Lukas Schieb, Andy Simon, Robin John (9/2), Maurice Lungela (4), Jakub Strýc (1/1), Niko Tzoufras (2), Lothar von Hermanni (3), Adam Papadopoulos (1), Georgios Kolovos, Nikos Passias (1), Ivan Kucharik (1).