Eipperle hält Punkt fest - SG H2Ku spielt Remis in Friedberg
Eipperle hält Punkt fest - SG H2Ku spielt Remis in Friedberg
Mit einem 27:27 (11:14) kehrte die SG H2Ku Herrenberg am Samstag von ihrer Auswärtsfahrt zum TSV Friedberg zurück. Vor allem durch eine couragierte zweite Halbzeit verdiente sich der Gäu-Club den Punkt redlich, auch wenn das Remos bis zur letzten Sekunde am seidenen Faden hing.
„Ich habe in der Pause der Pause der Mannschaft vermittelt, dass wir hier etwas holen können.“ SG-Trainer Nico Kiener appellierte nach einer zwar kämpferisch guten ersten Halbzeit, in der aber etwas der Glaube an sich selbst fehlte, an seine Jungs, die Chance beim Vorjahresmeister beim Schopfe zu packen. In der Tat zeigten die Gäste aus Herrenberg eine solide Leistung gegen einen vor allem in der Abwehr sehr gut aufgelegten Gastgeber.
Nach dem 3:3 konnte sich der TSV Friedberg im Verlauf der ersten Halbzeit stetig absetzen, ohne aber einen entscheidenden Vorsprung herauszuarbeiten. Hier zeigte die SG H2Ku vor allem in Unterzahlsituationen eine hohe Moral und ließ die Friedberger nicht entscheidend enteilen. Die kurz vor der Halbzeit verhängten Disqualifikationen gegen Mihailo Djurdjevic nach Foul an Jonathan Scholz und Steffen Dold nach einem Zusammenprall mit Manuel Vilches-Moreno schien den Hausherren aber endgültig in die Karten zu spielen. Mit der Pausensirene konnte Robin Brandner noch mit einem wichtigen Treffer zum 11:14 verkürzen.
Ein konzentrierter Beginn des TSV Friedberg sorgte zu Beginn der zweiten Halbzeit erstmals für klarere Verhältnisse (18:13). Doch gerade jetzt krempelte das ganze Team der SG H2Ku die Ärmel hoch. Zudem entschärfte Markus Eipperle beim 15:19 einen Siebenmeter vom Friedberger Ilic. Die offensivere Deckungsarbeit gerade gegen Spielmacher Ilic zeigte nun ihre Wirkung.
SG-Kapitän Christian Dürner wurde in der Schlussviertelstunde in der Abwehr die lautstarke und ordnende Hand. Seinen Part in der Offensive übernahm dafür Jona Schoch. Der Youngster, in der ersten Halbzeit mit Pfosten- und Lattentreffern noch im Wurfpech, drehte nun richtig auf und markierte in der Schlussphase vier Treffer. Beim 22:22 nach 49 Minuten konnte die SG H2Ku erstmalig ausgleichen. Beim 25:24 sechs Minuten später gelang gar die Führung. Das Spiel wogte bis zur letzten Minute hin und her. Die letzte Spielminute nutzte Nico Kiener beim Stande von 27:27 nochmals zu einer Auszeit. Der folgende Angriff konnte jedoch nicht mit einem Tor abgeschlossen werden. Der TSV Friedberg spielte die Uhr herunter und kam drei Sekunden vor dem Ende nach einem Foul an Jonathan Scholz noch zu einem Strafwurf. Der greifbare Punkt für die Gäste schien nun weit entfernt. Doch wie schon beim Sieg in Coburg hatte der Gastgeber die Rechnung ohne Torhüter Markus Eipperle gemacht. Der Haslacher blieb im Duell mit Manuel Vilches-Moreno Sieger und sorgte somit für Riesenjubel auf Seiten der Gäste.
Für SG-Trainer Nico Kiener war trotz des etwas glücklichen Endes der Punktgewinn gerecht. „Vor allem durch die spielerische Leistung und den tollen Kampf in der zweiten Halbzeit hat sich das Team den Punkt zu Recht verdient.”
Mit dem Punktgewinn konnte die SG H2Ku Herrenberg den Platz im erweiterten Mittelfeld der 3. Liga Süd behaupten und Selbstvertrauen für das kommende schwere Heimspiel gegen Heilbronn-Horkheim tanken.