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Leichlingen holt beim Handschke-Debüt für Neuss noch einen Punkt

13.01.2015
13.01.2015 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel West · Von: aha

Leichlingen holt beim Handschke-Debüt für Neuss noch einen Punkt

Was war das für eine dramatische Schlussphase in der Hammfeldhalle. 26:26 stand es, als es sehr übersichtlich wurde. Ousse Lajnef handelte sich eine Zeitstrafe ein, David Kreckler tat dies auch, und Tim Menzlaff sah sogar die Rote Karte. Aber auch mit drei Feldspielern schaffte es der Leichlinger TV, diesen Punkt in der Partie beim Neusser HV ins Ziel zu retten – 26:26 (13:15). „Wegen der Konstellation am Ende können wir mit dem Remis leben“, sagte Frank Lorenzet, der Trainer der Pirates.

Zumal ausgerechnet Felix Handschke, gerade erst von der SG OSC Löwen Duisburg gekommen, gleich in seinem ersten Spiel für den Neusser HV zum Matchwinner hätte werden können. Sein Wurf wurde aber geblockt. Dennoch war René Witte alles andere als unzufrieden. „Ein Punkt gegen Leichlingen ist okay“, erklärte der NHV-Coach. „Das war ein guter Start in die Rückrunde.“

Es war ein packendes und – das Ergebnis lässt es vermuten – vor allem ein spannendes Spiel. Zwar hatte der Leichlinger TV durch Valdas Novickis das 1:0 markiert, musste dann aber lange, lange warten, bis er erneut in Führung lag. Bis zur 42. Minute, um genau zu sein. Per Siebenmeter markierte Tim Hilger das 19:18. Zuvor hatten es die Neusser verpasst, sich etwas deutlicher abzusetzen als nur mit drei Treffern. Direkt nach der Pause war Philip Schneider nach Vorarbeit von Felix Handschke das 16:13 für den Tabellenzwölften gelungen. Und der neue NHV-Mann bekam auch ein Lob von Frank Lorenzet. „Er war für das Spiel der Neusser sehr wichtig, sowohl als Torschütze als auch als Anspieler“, erklärte der LTV-Coach.

Ein solches Drei-Tore-Polster verschaffte sich dann der Leichlinger TV, der seine zweite Führung in diesem Spiel von 19:18 auf 21:18 ausbaute, nachdem Felix Janssen und Tim Hilger getroffen hatten. Und hätte anschließend jener Tim Hilger erneut von der Siebenmeter-Marke verwandelt und es 22:18 für die Pirates gestanden, wäre es in der 52. Minute vielleicht schon die Vorentscheidung gewesen. „Hätten wir das Ding gemacht“, meinte auch Trainer Frank Lorenzet, „wäre Neuss wohl nicht mehr zurückgekommen.“

So aber kam der Neusser HV, dessen Kapitän und siebenmaliger Torschütze Thomas Bahn seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2017 verlängert hat, gegen den favorisierten Tabellenvierten zurück. Und wie! Mit einem 4:0-Lauf. Ceven Klatt sowie Marco Bauer mit einem Hattrick machten aus dem 21:23-Rückstand eine 25:23-Führung. Zumal Torwart Jascha Schmidt in dieser Phase zum zweiten Mal ein Siebenmeter-Duell für sich entschied, diesmal gegen Valdas Novickis.

Dann gab es eine Schlussphase, die nicht nur hektisch war, sondern die es so richtig in sich hatte – und an deren Ende eine Punkteilung stand, weil Valdas Novickis und Tim Hilger aus dem 24:26 noch ein 26:26 machten. „Es wäre aber mehr für uns drin gewesen, wenn wir nicht in der ersten Hälfte wieder in unser altes Muster verfallen wären“, sagte Leichlingens Trainer Frank Lorenzet.

Neusser HV: Moldrup, Schmidt – Schlösser, Murawski, Aust (1), Klasmann (1), Cosic, Bahn (7), Klatt (2), Breuer (3/1), Fütterer (3), Handschke (2), Bauer (4), Schneider (3).

Leichlinger TV: Ferne – Schumacher (n. e.), Lange (2), Janssen (5), Hilger (7/5), Menzlaff (1), Novickis (5), Lajnef (2), Padeken (1), Munkel, Ranftler, Kreckler (3).