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Oschatz kam gegen Henstedt-Ulzburg nicht in Tritt

02.12.2013
02.12.2013 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Ost · Von: PM

Oschatz kam gegen Henstedt-Ulzburg nicht in Tritt

SHV Oschatz - SV Henstedt-Ulzburg 27:31 (10:19)

Zu Beginn des Spieles musste man lange Zeit ein Debakel für die Heimsieben befürchten. Nichts klappte. Weder im Angriff noch in der Deckung. So konnten die Gäste schalten und walten, wie sie wollten. Das 1:6 in der 8.Minute war Grund genug für SHV-Trainerin Jana Delor, eine Auszeit zu beantragen und ihre Damen noch einmal wach zu rütteln. Doch so richtig wollten die Oschatzerinnen einfach nicht in Schwung kommen. Ballverluste und unplatzierte Würfe luden die Frösche aus dem Norden zum Kontern ein und sie nutzten das genüsslich aus. Vor allem Nina Schilk war von der SHV-Deckung kaum zu bändigen. Auch eine zweite Auszeit brachte zunächst keine Besserung im SHV-Spiel, und so war bis zur Pause schon eine vermeintliche Vorentscheidung gefallen.

Neun Tore sind schon ein echtes Pfund, mit dem die Gäste dann auch wuchern wollten. Aber so ohne weiteres überlies der SHV dem Gegner dann doch nicht das Feld. Die Kabinenansprache wird ihr Übriges getan haben und so startete der SHV in der zweiten Halbzeit eine furiose Aufholjagd und kämpfte sich mit einem 6:1-Lauf wieder zurück ins Spiel. Beim 16:20 (40.) schöpften auch die SHV-Fans in der Halle wieder Hoffnung. Die allerdings erhielt mit der dritten Zwei-Minuten-Strafe gegen Carmen Schneider und der damit verbundenen Disqualifikation einen erneuten Dämpfer.

Die Gäste hatten inzwischen schon durchgewechselt und mussten nun eine Phase mit eigener Nervosität erleben. Technische Fehler ihrerseits, Gehäusetreffer und eine erneut gut aufgelegte Lisa Zimmermann im SHV-Tor ließen den Vorsprung immer weiter schmelzen. Ivana Vujica, mit elf Treffern auf Oschatzer Seite die Beste, verkürzte, nachdem ihr Strafwurf eine Beute der Torhüterein wurde, im Nachwurf auf 19:21 (44).

Diese Spielphase ging eindeutig an den SHV, aber leider waren da die ersten, verschlafenen Minuten. Jetzt hatte die Mannschaft so richtig ins Spiel zurückgefunden, hatte sich im wahrsten Sinne des Wortes zurück gekämpft. SHV-Trainerin Jana Delor versuchte mit unterschiedlichen taktischen Varianten, der Lage doch noch Herr zu werden. Doch Gästetrainer Volker Paul hatte immer eine Antwort auf solche Veränderungen parat. Und so konnte der SV Henstedt-Ulzburg dem Spiel letztlich doch wieder seinen Stempel aufdrücken. Beide Halbzeiten hätten unterschiedlicher nicht sein können. Aber die Zuschauer in der Rosentalhalle honorierten zumindest die kämpferische Leistung ihrer Heimsieben in der zweiten Hälfte.

„Ich bin natürlich nicht zufrieden mit der heute gezeigten Leistung, möchte aber erklärend dazu sagen, dass die Mannschaft bereits den ganzen Nachmittag das Mitgas-Spielfest unterstützt hat und damit die Konzentration vielleicht ein Stück zu weit heruntergefahren war. Das kann aber keineswegs als Entschuldigung für die ungenügende Leistung zu Spielbeginn gelten, die erste Hälfte war einfach schwach“, so SHV-Trainerin Jana Delor nach der Begegnung.

In der Halbzeitpause gab es für einige ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder noch eine besondere Anerkennung. Frau Josephine Sönnichsen vom SHV-Hauptsponsor MITGAS lud verdienstvolle Vereinsmitglieder als Ehrengäste zur sagenhaften Show „Gymmotion - die Faszination des Turnens“ nach Chemnitz ein. „Sie setzen sich in ungezählten Stunden ehrenamtlich für ihren Verein ein. Dafür möchten wir ihnen einmal Danke sagen und ihnen in Chemnitz ein paar angenehme und unterhaltsame Stunden bieten“, sagte sie.

SHV Oschatz: Zimmermann, Miersch; Witecy, Wiersma 2, Dybowski 1, Hessel 6 /1, Wirsik, Kube, Ackermann 1, Staffe, Heine, Schneider 6, Vujica 11/5