SG H2Ku Herrenberg fährt wichtigen Heimsieg ein
SG H2Ku Herrenberg fährt wichtigen Heimsieg ein
Die Drittligahandballer der SG H2Ku Herrenberg haben am Samstagabend einen eminent wichtigen Sieg erzielen können. In einem kampfbetonten Spiel gewann der Gastgeber gegen den TSV Rödelsee verdient mit 30:25 (14:11). Neben dem Sprung auf Platz elf in der Tabelle der 3. Liga Süd konnte das Team von Trainer Nico Kiener gleichzeitig den Abstand zu den Abstiegsrängen auf drei Punkte vergrößern.
Erleichterung pur spiegelte sich nach Spielschluss in den Gesichtern von Spielern, Trainern und Verantwortlichen der SG H2Ku Herrenberg wider. Nico Kiener brachte es mit wenigen Worten auf den Punkt: „Wir sind einfach nur froh, dieses Spiel gewonnen zu haben.“ Nur zu gut wusste der SG-Coach um die Stärken des unangenehm zu bespielenden Gegners aus Rödelsee. Und so entwickelte sich ab der ersten Minute ein hart umkämpftes Match, das sicherlich keinen Schönheitspreis verdiente.
Die Gäste fanden besser in die Partie. Jan Kästner traf nach fünf Minuten zum 2:4 für den TSV. Für den Torjäger selbst sollte dies allerdings der letzte Treffer gewesen sein, wurde Kästner doch bereits fünf Minuten später beim Stande von 4:4 nach einem unglücklichen Wurf an den Kopf von SG-Keeper Markus Eipperle des Feldes verwiesen. Für Eipperle war es einer von vier abgewehrten Siebenmetern während des Spiels, allerdings mit schmerzhaften Folgen für sein linkes Auge. Durch die rote Karte wurde der TSV Rödelsee natürlich einer seiner stärksten Waffen beraubt. Coach Suchy war zu Änderungen in Abwehr und Angriff gezwungen, der slowenische Ex-Nationalspieler Bostian Hribar musste auf Seiten des Aufsteigers nun noch mehr Verantwortung übernehmen. Gegen eine offensivere Abwehrvariante zum Ende der ersten Halbzeit konnte sich die SG H2Ku nun besser in Szene setzen und führte so bis zur Pause mit 14:11. Vor allem Christian Rau, der nach seiner couragierten Leistung vom Trainer ein Sonderlob erhielt, konnte sich dabei in den Vordergrund spielen. Allerdings wurde der Spielfluss auf beiden Seiten durch insgesamt 14 Zeitstrafen auf beiden Seiten und drei roten Karten für den TSV Rödelsee immer wieder entscheidend gestört.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit schien sich schnell eine Vorentscheidung anzudeuten. Vier Tore in den ersten vier Minuten ließen auf eine entspanntere zweite Halbzeit hoffen (18:12). Immer wieder jedoch kämpfte sich der TSV Rödelsee zurück ins Spiel. Beim 21:18 hatte der Gast die Chance, mit einem Siebenmeter auf zwei Tore zu verkürzen. Der Strafwurf wurde jedoch eine sichere Beute von Markus Eipperle. Ein Doppelschlag von Felipe Soteras-Merz und ein Treffer von Robin Brandner sorgten dann für die Entscheidung rund zwölf Minuten vor dem Ende (24:18). Außerdem dezimierten sich in der Schlussphase die Gäste aus Bayern nochmals selbst mit einer roten Karte nach einem unschönen Foul von Radovan Suchy an Ingo Krämer. Auch wenn der TSV trotzdem bis zum Schluss kämpfte, war den Gastgebern der verdiente Sieg, den auch Gästetrainer Dusan Suchy später bei der Pressekonferenz anerkannte, nicht mehr zu nehmen.