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SG H2Ku verpasst Sprung ins sichere Mittelfeld

28.10.2013
28.10.2013 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: PM

SG H2Ku verpasst Sprung ins sichere Mittelfeld

Durch ein 22:29 (12:12) bei der badischen SG Köndringen-Teningen hat die SG H2Ku Herrenberg die Chance vertan, einen wichtigen Schritt ins gesicherte Mittelfeld der 3. Liga Süd zu machen. Nach der Niederlage verbleibt der Gäuclub vorerst auf dem 12. Tabellenplatz. Für das Team von Trainer Nico Kiener war dabei weitaus mehr möglich gewesen, als es das Ergebnis letztlich aussagt.

Die Ursachenforschung begann bei den Spielern und dem Coach der SG H2Ku gleich nach Spielschluss. Niemand im Lager der Gäste konnte sich erinnern, eine solch lange Durststrecke während eines Spiels jemals erlebt zu haben, wie es gestern in der Teninger Ludwig-Jahn-Halle durchzustehen galt. Die Phase von der 22. Minute bis halbzeitübergreifend in die 47. Minute konnte die SG Köndringen-Teningen mit 15:2 Toren für sich entscheiden. Eine Hypothek, die sich als zu groß für einen Punktgewinn erweisen sollte.

Dabei begann es durchaus wunschgemäß für die Gäste aus Herrenberg. Konzentriert im Angriff und kompromisslos in der Abwehr agierte die SG H2Ku, die wieder mit Jona Schoch als Spielmacher und dem agilen Mihailo Djurdjevic auf der Königsposition im linken Rückraum begann. Einem schnellen 3:1 ließ der Gast bis zur 12. Minute ein 8:5 folgen. Bis dahin bekam Philipp Grange im Tor der Köndringer im Gegensatz zu seinem glänzend aufgelegten Gegenüber Markus Eipperle kaum einen Ball zu fassen. Eipperle hingegen entschärfte gleich zu Beginn zwei Strafwürfe von Christian Hefter. Der Torwartwechsel von Grange hin zu Domenico Ebner war dann der erste Kulminationspunkt. Der Goalie machte es den Herrenbergen sichtbar schwerer, zum erfolgreichen Abschluss zu kommen. Hinzu kamen ab der 15. Minute reichlich Zeitstrafen auf beiden Seiten, die von den bis dahin sichtlich verunsicherten Gastgebern besser verarbeitet wurden. Trotzdem gelang es der Spielgemeinschaft aus Herrenberg, ihr Konzept bis zum 12:9 erfolgreich umzusetzen.

Das 10:12 von Christian Hefter war dann die Initialzündung zu einem fulminanten Zwischenspurt der Gastgeber. Der Routinier selbst stand dabei symptomatisch für die gesamte Köndringer Mannschaft. In der Startviertelstunde ein ums andere Mal an Markus Eipperle und der Abwehr scheiternd, sollte Hefter mit acht Treffern noch zum erfolgreichsten Spieler seiner Mannschaft werden, die sich nun insgesamt langsam in einen Rausch spielte. Dabei war die Halbzeitpause mit dem 12:12 nur eine kurze Atempause für die SG H2Ku Herrenberg. Zwei gefangene Bälle vom nun überragenden Ebner im Tor der SG Köndringen-Teningen gleich nach Wiederanpfiff, die in der Folge zu Gegentoren führten, sollten die Richtung vorgeben. Den Gästen, die nun deutlich ihrer teilweisen Unerfahrenheit Tribut zollen mussten, gelang in dieser Phase überhaupt nichts mehr. Und spätestens als nach dem 22:13 nach etwa 45 Minuten von den heimischen Fans das Badner Lied angestimmt wurde, gab es keinen Zweifel mehr über den Sieger.

Zumindest etwas Ergebniskosmetik gelang den Gästen am Ende noch, die das Resultat etwas erträglicher machte. Coach Nico Kiener mochte über seiner Mannschaft nach dem Spiel trotz der sichtlichen Enttäuschung auch nicht den Stab brechen. „Gerade meine jungen Spieler werden immer wieder solche Wellentäler durchlaufen müssen. Ich bin mir sicher, dass sie gerade auch aus solchen Spiele lernen“, so der Haslacher. Für die Mannschaft kommt es nun darauf an, die Lehren aus der schmerzlichen Niederlage zu ziehen, um in zwei Wochen gegen den TSV Rödelsee einen wichtigen Heimsieg zu landen.