TSV Bayer Dormagen lässt der HSG Krefeld keine Chance
TSV Bayer Dormagen lässt der HSG Krefeld keine Chance
Nach einer über weite Strecken grandiosen Leistung feierte der TSV Bayer Dormagen am Samstagabend den 37:23-Erfolg gegen die HSG Krefeld. Von Beginn an legten die Gastgeber vor 1120 Zuschauern mit einem enormen Tempo los und sorgten bereits zur Pause mit dem 18:7 für die Vorentscheidung. „Da brauchen wir nichts schön reden, mit 3. Liga hatte unsere Leistung heute nichts zu tun”, stellte Krefelds „furchtbar enttäuschter” Coach Olaf Mast fest. Jörg Bohrmann hingegen lobte sein gesamtes Team, das selbst in Unterzahl immer wieder traf.
Etwas überrascht war selbst Dormagens Trainer von der fulminanten Anfangsphase: Bereits nach 80 Sekunden führte der wie aufgedreht spielende TSV mit 3:0 nach Treffern von Tobias Plaz, Dennis Marquardt und Alexander Kübler. In der 3. Minute hieß es nach einem tollen Gegenstoß von Markus Breuer sogar 4:0. Einmal noch kam Hoffnung bei der HSG auf als Niklas Weis und Lukas Schmitz mit einem Doppelschlag auf 6:4 verkürzten. Doch weil Robin Doetsch sich als Experte im Erzielen von Toren in Unterzahl erwies, der junge Vater Tobias Plaz erstaunlich ausgeschlafen wirkte, Jonathan Eisenkrätzer neben Markus Breuer und Janik Köhler seine Vollstreckereigenschaften von der Siebenmeterlinie unter Beweis stellte und Alex Kübler mit seinem traumhaften Heber zum 16:6 das schönste seiner insgesamt acht Tore erzielte, war jeder Krefelder Hoffnungsschimmer verschwunden.
Olaf Mast ließ den guten Philipp Ruch nach dem Seitenwechsel auf der Bank: „Ich wollte ihn nicht in der Schießbude lassen und ihn vor den wichtigen Spielen gegen Düsseldorf und Bielefeld völlig demotivieren”, begründete er den Torwarttausch - wohl wissend, dass Ersatzmann Malte Jaeger nach seiner Knieverletzung seine Bestform noch nicht erreicht hat. Sieben Minuten vor dem Schlusspfiff durfte auf der anderen Seite der erneut starke Sven Bartmann pausieren und Platz machen für die Premiere von Jascha Schmidt. Die neue Nummer 2 nach dem Abschied von Roland Mainka führte sich mit drei gelungenen Paraden bestens ein. Und einer freute sich ganz besonders, endlich wieder dabei zu sein: Kreisläufer Moritz Preuss kam in der 37. Minute zum ersten Saisoneinsatz nach seiner langen verletzungsbedingten Pause und deutete bereits an, dass in Kürze wieder voll mit ihm zu rechnen ist. Einmal verhinderte nur der Pfosten den Torerfolg. Begeistert war nicht zuletzt Simon Ernst vom Spiel seines Teams - auch wenn der Junioren-Nationalspieler nach seiner Meniskus-OP nichts zum höchsten Saisonsieg beisteuern konnte.
TSV Bayer Dormagen - HSG Krefeld 37:23 (18:7)
Dormagen: Bartmann (12 Paraden), Schmidt (ab 53., 3 Paraden); Genz (2), Plaz (8), Linnemannstöns, Eisenkrätzer (2/2), Breuer (4/1), Rudloff (1), Preuss, Doetsch (5), Kübler (8), Marquardt (5), Köhler (2/1).
Krefeld: Ruch (8 Paraden), Jaeger (ab 31., 1 P); Pletz (3), Plhak (1), Trattner (3), Pannen (3/1), Wittig (n.e.), Weis (7), Gentges (1), Kuhfuss (3), Schmitz (1), Fietze (1).
Schiedsrichter: Van Hoang Chung / Andreas Huß (Hannover).
Zuschauer: 1120.
Zeitstrafen: 12:8 Minuten.
Siebenmeter: 4/4:2/1 (Plhak wirft an die Latte).
Spielfilm: 4:0 (3.), 6:4 (10.), 9:4 (14.), 17:6 (25.), 18:7 - 25:10 (38.), 28:16 (45.), 32:20 (52.), 37:23.