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Remis im zweiten Tunesien-Test - 23:23 gegen den Afrikameister

12.01.2014
12.01.2014 · Home, Nationalteams, Männer Nationalteam · Von: tok

Remis im zweiten Tunesien-Test - 23:23 gegen den Afrikameister

Zum Erfolg im Salle de Hammamet fehlten nur Sekunden. Mit einem Siebenmeter rettete Oussam Boughanmi Gastgeber Tunesien gegen die deutsche Handball-Nationalmannschaft ein 23:23 (11:13). Das Team von Bundestrainer Martin Heuberger hatte die Partie am Sonntagabend mit junger und zum Teil ungewohnter Formation über weite Strecken bestimmt und im Vergleich zur am Vortag knapp mit 24:25 verlorenen Partie einen weiteren Schritt nach vorn gemacht.

„Auch dieses Spiel war wichtig für den Lernprozess der Mannschaft. Da konnte uns nichts Besseres passieren”, sagte Heuberger. „Für uns war diese Reise mit einer relativ jungen Mannschaft Gold wert. Mit dem Ergebnis bin ich im Endeffekt zufrieden - wir haben zu viele freie Situationen nicht genutzt.” Die deutsche Delegation tritt am Montagmorgen die Heimreise an.

Heuberger ging mit Torwart Jens Vortmann sowie Uwe Gensheimer (LA), Stefan Kneer (RL), Tim Kneule (RM), Fabian Wiede (RR), Tobias Reichmann (RA) und Felix Danner (Kreis) in die Partie. Kneers Abwehrpart übernahm Kapitän Oliver Roggisch.

Im Salle de Hammamet war die deutsche Mannschaft sehr präsent, was sich nicht nur in Dominik Kleins 5:3 - der Kieler kam unbemerkt von der Bank in einen tunesischen Pass geprescht - niederschlug. Wie am Vortag ging das DHB-Team noch zu großzügig mit guten Möglichkeiten um, fand aber auch ein ums andere Mal hervorragende Antworten: Finn Lemkes geduldig und sauber vorbereitetes 8:6 in Unterzahl war ein Musterbeispiel.

Der Vorsprung zum Seitenwechsel hätte deutlich ausfallen können, doch der Kieler Wael Jallouz verkürzte mit einem direkten Freiwurf noch auf 11:13. Da war auch der bis dahin starke Mindener Jens Vortmann machtlos.

Nach dem tunesischen 15:15 bewahrte Vortmann sein Team mit einer sensationellen Parade vor dem Rückstand. Trotzdem ging der Gastgeber wenig später mit 18:16 in Führung. Dass die deutsche Mannschaft wieder in die Spur zurückfand, hatte sie auch Finn Lemke zu verdanken, der wiederholt gut in Szene gesetzt wurde.

29 Sekunden vor dem Abpfiff verkürzte der Kieler Wael Jallouz auf 22:23 und holte gegen seinen Vereinskameraden Patrick Wiencek noch eine Zeitstrafe heraus. Tunesien kam erneut in Ballbesitz - und gegen den finalen Siebenmeter von Boughanmi konnte der eingewechselte Silvio Heinevetter nichts ausrichten.

 

Tunesien - Deutschland 23:23 (11:13)

Tunesien: Majed, Magaiz, Hlal; Hedoui, Toumi (1), Gharbi (1), Tej (1), Touati (1), Soussi, Bannour, Alouine (4), Jallouz (6), Mahmoudi, Sanaii (2), Hmida, Boughanmi (7/5), Hosni, Hamed, Chouiref
Deutschland: Vortmann, Heinevetter, Wolff; Kneer (3), Gensheimer (4/2), Roggisch, Lemke (3), Wiencek (2), Danner (1), Reichmann (4), Wiede (1), Pekeler, Kneule (2), Strobel (1), Häfner, Klein (2)
Schiedsrichter: Lopez/Mata (Spanien). - Zuschauer: 3000. - Siebenmeter: 5/5:5/2 (Gensheimer auf die Latte und gegen Majed, Reichmann gegen Majed). - Zeitstrafen: 12:8 Minuten (Hamed/zwei, Hmida, Hedoui, Sanaii - Danner, Kneule, Kneer, Wiencek). - Spielfilm: 0:2 (5.), 3:6 (12.), 6:7 (19.), 7:11 (24.), 10:13 (30.), 11:13 - 12:13 (31.), 13:15 (35.), 15:15 (38.), 18:16 (45.), 18:18 (48.), 18:19 (50.), 19:21 (55.), 23:23