Bernhard Bauers Präsidentenbrief: „Informieren und begeistern”
Bernhard Bauers Präsidentenbrief: „Informieren und begeistern”
Knapp vier Wochen im Amt und seitdem mit seinem Team auf allen Ebenen aktiv: An diesem Freitag hat sich Bernhard Bauer, neuer Präsident des Deutschen Handballbundes, erstmals mit einem „Präsidentenbrief” an alle Mitstreiter in den Regional- und Landes sowie den Ligaverbänden gewandt. Die Themen reichen vom ersten Dankeschön über die gemeinsame deutsch-dänische Bewerbung um die Männer-Weltmeisterschaft 2019 bis hin zur in der kommenden Woche anstehenden EURO-Qualifikation der Frauen und dem Handball-Supercup 2013 der Männer in Bremen und Hamburg (1. bis 3. November). Nachstehend der komplette Präsidentenbrief:
Liebe Handballfreundinnen, liebe Handballfreunde,
sehr geehrte Damen und Herren,
seit dem Bundestag in Düsseldorf und der Neuwahl des DHB-Präsidiums sind inzwischen fast vier Wochen vergangen, in denen einiges geschehen ist. Mir liegt daran, dass alle, die im Handball tätig sind, regelmäßig über Geschehnisse, Vorhaben und Entwicklungen informiert werden. Gerade dann, wenn man wie wir, gemeinsam etwas bewegen will, ist offene Kommunikation eine ganz entscheidende Voraussetzung, um voranzukommen.
Zunächst möchte ich mich - auch im Namen des gesamten Präsidiums - für das Vertrauen bedanken, das uns entgegengebracht wurde. Dies ist nicht selbstverständlich. Umso mehr freut es uns, denn es ist Rückenwind für die vielen Aufgaben, die wir zu bewältigen haben. Wir bauen darauf, dass Sie alle uns dabei unterstützen, denn unser gemeinsames Ziel ist es, den Handball in Deutschland voranzubringen.
Viele von Ihnen haben vielleicht am vergangenen Freitag die Nachricht vernommen, dass sich Deutschland und Dänemark gemeinsam als Gastgeber der Männer-Weltmeisterschaft 2019 bewerben. Dieser Schulterschluss soll im internationalen Auftreten des Deutschen Handballbundes einen Neuanfang signalisieren, denn wir verstehen uns als Teil der großen Handballfamilie. Wir möchten unseren Beitrag bei der weltweiten Entwicklung des Handballs leisten und als weltgrößter Handballverband so auch unserer Verantwortung für den Handballsport gerecht werden. Dazu reichen wir als Partner allen die Hand und geben unser Know-how weiter, wollen aber auch von anderen lernen. Natürlich hoffen wir, dass die deutsch-dänische Bewerbung, mit ihrem - wie ich meine - schlüssigen und attraktiven Konzept den Rat des Weltverbandes IHF am 28. Oktober in Doha überzeugt und beide Länder 2019 mit einer großartigen Männer-Weltmeisterschaft begeistern können.
Die Männer-WM 2019 wäre ein Meilenstein auf unserem Weg. Natürlich wissen wir, dass der DHB nicht allein aus unseren Nationalmannschaften und Leistungssport besteht, aber gerade die Frauen und Männer, die für Deutschland spielen, sind die großen Energiequellen für unseren Sport, der mit vielen anderen gesellschaftlichen Ereignissen und Angeboten um Aufmerksamkeit konkurriert.
Deshalb wird das Präsidium alles dafür tun, um solche Rahmenbedingungen zu schaffen, die einen nachhaltigen sportlichen Erfolg ermöglichen. Allerdings wird dies - bei allem Engagement - etwas Zeit benötigen. Gleichwohl wollen, ja müssen wir schon kurzfristig erfolgreich sein. Deshalb wünschen wir unserer Frauen-Nationalmannschaft in der am 23. Oktober in Trier gegen Russland beginnenden EM-Qualifikation sowie bei der im Dezember in Serbien stattfindenden Weltmeisterschaft viel Erfolg und das notwendige Quäntchen Glück, das man eben manchmal auch braucht, um als Gewinner von der Platte zu gehen.
Für unsere Männer-Nationalmannschaft ist der Supercup in Bremen und Hamburg nach der verpassten EM-Teilnahme mehr denn je ein Neuanfang, bei dem Team und Trainer jede Unterstützung benötigen.
Ich habe deshalb die herzliche Bitte an Sie alle: Helfen Sie unseren Nationalmannschaften, indem Sie die Spiele besuchen. Stärkt den Spielerinnen und Spielern den Rücken, indem Ihr sie anfeuert, denn deren Erfolg ist ein Erfolg für den Handballsport! Wenn wir wollen, dass Handball im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt wird, wenn wir wollen, dass Handball in der Bevölkerung ein Thema ist, brauchen wir neben erfolgreichen Nationalmannschaften auch volle Hallen mit einer Stimmung, die Spiele zu besonderen Ereignissen werden lassen. Die Spiele in Trier und der Supercup in Bremen und Hamburg bieten die Gelegenheit, dies zu beweisen. Die Spiele in Bremen und Hamburg bieten zudem die Chance für ein verlängertes Wochenende, denn in vielen Ländern ist der 1. November ein Feiertag (Allerheiligen). Also: Wer noch keine Karten hat, sollte sich welche besorgen und ein Supercup-Wochenende einplanen. Die Nationalmannschaft freut sich, wenn die deutsche Handballfamilie ihr deutlich sicht- und hörbar den Rücken stärkt.
Vor wenigen Tagen ist das neue DHB-Präsidium in Liebenberg in Klausur gegangen, um das Programm für die gemeinsame Arbeit zu entwickeln und festzulegen. Mit dem Titel „Aufbruch in eine erfolgreiche Zukunft - Perspektive 2020“ hat das Präsidium ein konkretes Programm für die nächsten Jahre beschlossen, das die Landes-und Regionalverbände, die HBL und die HBF in Kürze in einer detaillierten Fassung erhalten und an die Vereine weiterleiten sollen, denn: Ohne das Mitwirken der Verbände und Vereine, ohne die Hilfe eines jeden Einzelnen, sind sämtliche Programme und Konzepte nicht viel wert. Wir möchten Sie informieren und für all die großen, uns bevorstehenden Aufgaben begeistern, denn diese können wir nur gemeinsam lösen. Worum es geht? Eine bessere Basis für erfolgreiche Nationalmannschaften, optimale Förderung unserer Top-Talente, Stärkung der Vereine, Ausbau des Handballs in der Schule, Verantwortung auch in sozialen Projekten und vieles mehr. Lassen Sie sich einfach überraschen und uns zusammen mit der Arbeit beginnen! Ich verspreche Ihnen: Das lohnt sich!
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Bernhard Bauer
DHB-Präsident