Oldenburg II nimmt deutlich Revanche an Blomberg II
Oldenburg II nimmt deutlich Revanche an Blomberg II
Das hat gesessen: Der VfL Oldenburg II hat am Samstag im Duell der Zweitvertretungen gegen die HSG Blomberg-Lippe II für klare Verhältnisse gesorgt und sein Heimspiel mit 38:18 (16:8) gewonnen. 140 Zuschauer in der Wechloyer Halle sahen die Partie zwischen Tabellenführer VfL II und dem ersten Verfolger HSG II. Nach einem Spitzenspiel sah die Begegnung aber nicht aus, wohl aber nach einer gelungenen Revanche für zwei hohe Oldenburger Niederlagen aus der vergangenen Saison.
Nur in der Anfangsphase hielten die Gäste mit, verteidigten innovativ und höchst offensiv und setzten sich auf 6:3 ab (11.). Doch danach lief nichts mehr zusammen bei der HSG, die den Siebenmeter zum möglichen 7:4 neben das Tor warf und dann in Überzahl durch Treffer Miriam Thamms und Merle Heidergotts den Ausgleich hinnehmen musste (6:6/13.). Insgesamt eine Viertelstunde blieb Blomberg ohne Treffer. Oldenburg marschierte auf 12:6 davon.
„Wir sind null ins Spiel reingekommen, haben nicht mehr den Weg zum Tor gefunden. Ich könnte beim kleinen Handball-Einmaleins anfangen”, sagte Trainerin und Ex-Nationalspielerin Michaela Hofmann: „Oldenburg war uns in allen Belangen überlegen.”
Diese Überlegenheit setzte sich auch im zweiten Durchgang fort. Blombergs mehrheitlich aus A-Jugendlichen bestehende Mannschaft fand zu keinem Zeitpunkt mehr Zugriff. Nach dem 10:18 durch Kim Wahle (neben Laura Rüffieux und Denise Großheim eine von drei aus dem Bundesligakader) warf Oldenburg acht Tore in Folge (26:10/43.).
Wenn nicht die Spannung, so sorgte das spielende Personal für Aufmerksamkeit. Auf Blomberger Seite kam die erst seit diesem Monat in Blomberg spielende Barbara Hetmanek gegen ihre alte Mannschaft ab Ende der ersten Hälfte zu Einsatzzeiten. Für den VfL II spielte das erste Mal Bundesligaakteurin Alina Otto, überzeugte dabei mit fünf sehenswerten Toren. Und das erste Mal nach ihrem Kreuzbandriss, den sie sich am 4. November 2012 zugezogen hatte, agierte Rabea Neßlage in einem Pflichtspiel auf der Platte. „Solche Spiele bringen mir Sicherheit”, sagte die 23-jährige Aufbauspielerin nach den etwas über 30 Minuten Einsatzzeit, die in der 15. Minute das Spielfeld betrat und schnell die Treffer zum 8:6 (16.) und 9:6 (17.) markierte.
Nicht nur Otto und Neßlage überzeugten: Die Abwehr stand sicher, vorne kombinierte sich das Team zu sehenswerten Toren, insgesamt eine geschlossene Mannschaftsleistung, fand nicht nur Trainerin Alex Hansel: „Das war mal ein gelungener Auftritt des gesamten Teams”, sagte sie. „Ich weiß aber auch, dass Blomberg schon lange nicht mehr so einen schlechten Tag erwischt hat.” Der VfL II hatte aber auch einen selten guten erwischt.
Die Oldenburgerinnen haben durch den überdeutlichen Sieg die Tabellenspitze mit nun 10:0 Punkten verteidigt. Kommenden Samstag (19. Oktober, 18 Uhr) tritt das Team bei Zweitliga-Absteiger SC Greven an.
VfL Oldenburg II: Jandt (18 Paraden), Hullmann (ab 56.; 2 Paraden); Schnell 2/1, Heidergott 4, Busse 4, Zwick 1, Albertzarth, Buschmann 2, Otto 5, Neßlage 2, Schulte 8, Baumann 4, Bathazar 3, Thamm 3