VfL II reitet weiter auf der „verrückten“ Erfolgswelle
VfL II reitet weiter auf der „verrückten“ Erfolgswelle
Der Tabellenführer wankt aber er fällt nicht. Auch im neunten Saisonspiel verliessen die Gegnerinnen der Drittligahandballerinnen des VfL Oldenburg die Halle mit leeren Händen. Saisonübergreifend war es sogar der dreizehnte Sieg in Folge für die blutjunge Hanseltruppe. Die letzte Niederlage setzte es am 17.3. in Blomberg, für die sich die „Zweite“ bekanntlich am fünften Spieltag klar und deutlich (38:18) revanchiert hat.
Für den knappen 25:24 Sieg am Samstag mussten die Grün-Weißen allerdings hart arbeiten. „Wir hatten uns vorgenommen den Tabellenführer in eigener Halle etwas zu ärgern und das ist uns auch sehr gut gelungen. Eine Punkteteilung wäre gerecht gewesen, aber uns haben in den entscheidenden Situationen die Nerven gefehlt“, zeigt sich Gästetrainer Burkhard Bell durchaus zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge.
Dabei erwischten die Gäste aus Recklinghausen einen Start nach Maß. Nach zwei Minuten führte man mit 2:0. Aber die Huntestädterinnen ließen sich dadurch nicht beirren und zwei Minuten später hatten sie aus dem Rückstand eine 3:2 Führung gemacht. In der Folge konnte sich keins der beiden Teams entscheidend absetzen. Mehrfach wechselte die Führung. Der VfL lief sich immer wieder in der gut gestaffelt stehend PSV-Abwehr fest oder scheiterte freistehend an der hervorragenden Iris Schultz im Tor der Gäste. Mitte der ersten Hälfte brachte Hansel dann Erstligaspielerin Rabea Neßlage um das Spiel der Gastgeber etwas anzukurbeln. Aber auch darauf hatten die Gäste aus dem Ruhrgebiet eine passende Antwort. Fortan kümmerte sich Kreisläuferin Shari Thoms „liebevoll“ um die Spielmacherin der Grün Weißen und nahm sie in Manndeckung. Beim Stande von 16:16 ging es in die Pause.
Hälfte zwei wurde geprägt von den Abwehrreihen, so dass am Ende gerade Mal siebzehn Tore fielen. Für Heiterkeit auf den Rängen sorgte beim Stand von 18:18 eine Situation nach einem Torwurf der Gäste aufs Oldenburger Tor, als das Schiedsrichtergespann im Anschluss das Tornetz ausgiebig inspizierte. Hatte es etwa ein Phantomtor gegeben? Zur Freude der heimischen Fans wurde auf Abwurf entschieden.
In der 52. Minute konnte Recklinghausen durch Jacqueline Brühan mit 24:23 ein letztes Mal in Führung gehen. Miriam Thamm in der 54. und Joseffa Baumann in der 57. Minute sorgten für den knappen Oldenburger Sieg. Vor allem mit der Leistung von Baumann war Hansel mehr als zufrieden. „Joseffa hat auf ihrer Seite ganz schön gewirbelt und vorne für sehr viel Unruhe gesorgt. Das war heute mit Sicherheit nicht unser bestes Spiel, aber ich bin durchaus zufrieden. Die Erfolgserwartung wird von Spiel zu Spiel grösser, aber man darf nicht vergessen, dass wir eine sehr junge Mannschaft haben und die hat sich bisher sehr gut geschlagen.“ Dies fand auch der Gästetrainer. „Was ist gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen. Respekt. Diese Mannschaft hat Zukunft.“ Neun Spielerinnen sind 20 Jahre und jünger. Torhüterin Steffi Jandt und Linksaussen Ilka Zwick sind mit 24 Jahren die ältsten Spielerinnen im Kader.
Das nächste Spiel bestreitet die Hansel-Truppe dann am 23. November beim HSV Minden-Nord.
VfL Oldenburg II: Jandt, Hullmann, Schnell (1/1), Heidergott (2), Busse (2), Zwick (2), Albertzarth (1), Buschmann (4), Otto (3), Neßlage (1), Schulte, Baumann (4), Balthazar (1), Thamm (4)
PSV Recklinghausen: Schultz, Steinhaus, Zimmer, Seelbach, Gerick (1), Huck (4), Peters (3), Wöstmann (1), J. Püntmann (7/3), Weber (1), Thoms (4), C. Püntmann, Imping (2), Brühan (1)