Auswärtssieg! Altlandsbergs „Domi“ trifft neun Mal
Auswärtssieg! Altlandsbergs „Domi“ trifft neun Mal
Da kam Freude auf beim MTV 1860 Altlandsberg und seinen Fans: Nach sechs Niederlagen in Folge gewannen Altlandsbergs Frauen in der 3. Liga Ost ausgerechnet auswärts - mit 25:23 (14:9) bei Grün-Weiß Schwerin nämlich.
„Das haben wir wirklich gut gemacht“, freute sich MTV-Kapitän Sophie Lütke. „Vor allem die Abwehr hat funktioniert. Da wurde aus der 6:0-Deckung bei Gefahr gut herausgetreten. So konnten wir immer wieder Bälle erobern und Konter einleiten. Und daran waren praktisch alle Spielerinnen beteiligt.“ Das war auch dringend nötig. Denn Altlandsbergs Stamm-Quartett Gramattke, Berger, Kalina, Chmurski saß ja noch außer Gefecht auf der Tribüne.
Überraschung des Tages: Der MTV trat mit Janin Hetzer an, die ihre Laufbahn eigentlich am Ende der vorigen Saison beendet hatte. Erst unter der Woche und mit nur einem gemeinsamen Training entschied die die 38-jährige Torjägerin, noch mal angreift, um ihren Verein in der aktuellen personellen Notlage zu helfen. Wie hat sich „Jani“ fit gehalten? „Mit Ausdauerläufen zwei- oder dreimal pro Woche so jeweils 50 Minuten lang. Und für die Athletik habe ich auch hin und wieder etwas getan.“
Janin trug mit drei Treffern und einigen tollen Vorlagen dazu bei, dass die Partie aus MTV-Sicht einen so erfolgreichen Verlauf nahm. Nach einer 4:1-Führung gab es zwar noch mal ein 6:6 und ein 8:8 (18. Minute), aber dann zog der MTV noch vor der Pause auf 14:9 und später dann auf 18:10 und 20:12 (39.) davon. Altlandsbergs Trainer Fabian Lüdke lobte: „Wir waren nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Positionsspiel verbessert. Das hat mich gefreut.“
Welche Rolle spielte, dass sich Schwerins Torjägerin Vivien Erdmann kurz vor Ende der ersten Halbzeit am Fuß verletzte? Na klar, hat das ihr Team geschwächt. Aber war das spielentscheidend? Wohl kaum. Der MTV hatte die frühere Mannschaftskollegin (nur zwei Tore, davon ein Siebenmeter) recht gut im Griff. Dennoch wurde beim MTV noch mal ein bisschen gezittert, weil sich das Polster von Minute zu Minute ausdünnte. „Durch einige unnötige Zwei-Minuten-Strafen haben wir uns in der zweiten Halbzeit selbst geschadet“, kommentierte Fabian Lüdke.
Eine, die nie den Überblick verlor, war nach ihrer langen Verletzungspause Dominic Wielsch. Sensationell der Aufritt der 21-jährigen Kreisläuferin. „Domi“ traf aus allen Lagen und sogar einmal mit links. Aber die fesche Blonde (9/1 Tore) ballerte auch aus der zweiten Reihe und vom Siebenmeter ein, als ihre Kolleginnen in der Startphase zweimal vom „Punkt“ gescheitert waren.
Erfolgreichste Werferin bei den Gastgeberinnen war mit 7 Treffern Sophie Ehlers. Reichte aber nicht. Schwerins Trainer Lutz Gau: „Wir spielten erst in den letzten 15 Minuten so, wie ich mir das vorgestellt habe. Da war der MTV aber schon mit acht Toren weg und hat damit letztendlich verdient gewonnen. Darüber wird bei uns noch zu sprechen sein…“
Klar, sein Team steckt mit 3:13 Punkten nun mitten im Abstiegskampf. Besser die Situation in Altlandsberg (6:12). Denn wenn sich das Lazarett langsam leert, sollte es endgültig wieder aufwärts gehen.
MTV 1860 Altlandsberg: Kathrin Wiehle, Juliane Schlein; Christiane Wiechert 1, Sophie Lütke 4/1, Sophie Mrozinski 3, Marion Priemer 1, Dominic Wielsch 9/1, Annika Fleck 1, Janin Hetzer 3/1, Lisa Schönfelder 3, Stefanie Kretzschmann, Luisa Neumann, Liesa Fuchs.