Rückspiel gewonnen – Halbfinale verpasst
Rückspiel gewonnen – Halbfinale verpasst
Gereicht hat es in der Gesamtbetrachtung nicht, zufrieden konnte die SG Kronau/Östringen dennoch sein. Die A-Jugend hat das Viertelfinal-Rückspiel gegen den TSV Burgdorf mit 32:31 (21:14) gewonnen und war in den 60 Minuten an einer Überraschung nahe dran. Denn zur Halbzeit hatten die Junglöwen den Rückstand von sieben Toren aus dem Hinspiel wettgemacht. Nach dem Seitenwechsel schmolz der Vorsprung aber wieder dahin. Somit zogen die Gäste aus Niedersachsen ins Halbfinale ein.
Die Bürde war hoch für die SG, aber aufgegeben hatten sich die Badener nicht. Mit den Erfahrungen aus dem Hinspiel war eine gute Vorbereitung möglich. Und weil 430 Zuschauer in die Stadthalle Östringen gekommen waren, klappte es auch mit der lautstarken Unterstützung von der Tribüne, wo auch Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann mitfieberte. Die gute Atmosphäre beflügelte die Hausherren, die vom Anpfiff weg ständig in Führung lagen. Jeder in der Halle merkte, dass die SG schnell Boden gutmachen wollte. Und dies gelang auch. Beim 9:5 (12.) und 13:8 (19.) war klar, dass die Junglöwen noch fest an den Halbfinaleinzug glaubten.
Mit unheimlich viel Engagement, Tempo und Willen schaffte die SG sogar eine zwischenzeitliche 21:13-Führung. Mit der Pausensirene verkürzten die Niedersachsen auf 21:14. Die Zuschauer waren begeistert und wurden während der Halbzeitpause von der Zumba-Gruppe der TSG Kronau stimmungsmäßig auf die zweiten 30 Minuten angeheizt.
Die zweite Halbzeit verlief für die Junglöwen allerdings nicht mehr ganz so positiv, was auch an der Leistungssteigerung der Burgdorfer lag. Außerdem hatte die erste Hälfte unheimlich viel Kraft gekostet. Es schlichen sich Fehler ein und die Chancenauswertung litt merklich darunter. So überraschte es wenig, als Burgdorf immer näherkam. 21:18 stand es nach 36 Minuten schon, als die SG den ersten Treffer nach Wiederbeginn markierte. Die Junglöwen blieben zwar in Front, aber nicht mehr in dieser Deutlichkeit. Und somit war irgendwann klar, dass der Sieg nicht mehr üppig ausfallen würde.
Trotzdem überwog nach der ersten Enttäuschung die Zufriedenheit. Mit dem nicht erwarteten Meistertitel in der Bundesliga-Südgruppe hatte die SG schon einen tollen Erfolg eingefahren. Im Viertelfinale mussten die Junglöwen dann anerkennen, dass Burgdorf die bessere Gesamtleistung erbrachte und mit dem hohen Hinspielsieg bereits erheblich vorgelegt hatte.
SG Kronau/Östringen: Karch, Gabrys – Trost (5), Olbrich (1), Hoppner (4), Zehrbach, Braun (5), Kessler (5), Pimpl, Kleinlagel (6), Röller, Mohr, Serwinski (6/6), Meddeb.
TSV Burgdorf: Wernlein, Wilde – Krenke, Mävers (4), Juric (2), Weiß, Lutze (1), Donker (4), Range, Diebel (11), Foltyn (1), Wetzker (1), Büchner (7), Machate.
Schiedsrichter: Kilp/Maier; Zuschauer: 430; Siebenmeter: 6/6:2/1; Zeitstrafen: 6:6 Minuten.