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Altlandsberg erwartet Top-Team Beckdorf

05.11.2013
05.11.2013 · Männer 3. Liga, Staffel Nord · Von: PM

Altlandsberg erwartet Top-Team Beckdorf

Auch bei der anstehenden Sonntagspartie (10. November) gegen den SV Beckdorf (Anwurf um 17 Uhr) dürfte sich für den MTV 1860 Altlandsberg die Favoritenfrage nicht ernsthaft stellen.

Die Fans des MTV 1860 Altlandsberg haben ihre Berufung zu Höherem längst unter Beweis gestellt: Sei es bei den Frauen in der 3. (und früher auch 2.) Liga oder erstmals bei den Männern in der 3. Liga. Zwischen Anhang und Teams passt kein Blatt Papier. Ganz gleich, ob die Männer gegen überlegene Teams chancenlos bleiben oder gegen Mannschaften, die sich mit dem MTV auf Augenhöhe bewegen, knapp oder unglücklich unterliegen - die Fans stehen geschlossen hinter, vor und neben dem Team, von der ersten bis zur letzten Sekunde jedes Spiels. Auf diese Anhänger ist der MTV stolz.

„Niemand ärgert sich mehr darüber, dass wir etwa gegen Großburgwedel, Oraninenburg, Fredenbeck oder letzte Woche gegen die Füchse-Reserve unsere zwischenzeitliche Führung nicht in Punkte umwandeln beziehungsweise den einen entscheidenden Treffer, um die Partie zu wenden, nicht geschafft haben, als das Team insgesamt und ich ganz persönlich“, betont MTV-Coach Ferenc Remes. „Nicht nur weil wir dann in der Tabelle an einer ganz anderen Stelle stehen würden, sondern natürlich auch, um diese unglaublichen Fans für ihren Einsatz an der Außenlinie zu belohnen.“

Auf eben diesen Einsatz hofft Ferenc Remes natürlich auch am kommenden Sonntag, wenn um 17 Uhr das nächste Heimspiel ansteht. Denn der Gegner ist mal wieder ein schwerer Brocken. Dass es in der letzten Saison für die Schützlinge von Trainer Lars Dammann nur zum zehnten Rang gereicht hat, war lag hauptsächlich einer verheerenden Verletzungsserie und den daraus resultierenden von Spieltag zu Spieltag extrem schwankenden Leistungen. Für die laufende Spielzeit hatte der Coach seine Mannschaft in der erweiterten Tabellenspitze gesehen - und der augenblickliche 4. Tabellenrang der Beckdorfer gibt ihm voll und ganz Recht.

Dabei hat der SV Beckdorf am vergangenen Spieltag das Ausrufezeichen der bisherigen Spielzeit gesetzt. Das Team hat in einer furiosen Begegnung die bis dahin ungeschlagenen Handballfreunde Springe (Manche werden sich vielleicht erinnern: Der MTV unterlag ihnen deutlich mit 28:40) mit 31:30 besiegt. Keine Frage, dass ein solches Resultat beflügelt. Auch keine Frage, dass der SV mit diesem Resultat im Rücken hochmotiviert zum Tabellenletzten Altlandsberg reist. Wie gesagt: Die Favoritenfrage am kommenden Sonntag stellt sich nicht wirklich.

Zu den traurigsten Resultaten der augenblicklichen Niederlagenserie gehört, dass die Fortschritte - bei allen individuell noch zu unterschiedlich stark ausfallenden Auftritten -, die die Mannschaft als Team gemacht hat und auch weiter macht, ein wenig ins Hintertreffen geraten, öffentlich nicht wirklich wahrgenommen werden. „Unsere erste Drittligasaison ist so etwas wie eine Operation am offenen Herzen, ein klassisches work in progress“, bestätigt MTV-Coach Remes. „Waren wir drittligareif als die Saison startete? Mit Sicherheit weit weniger als wir es heute sind.“ Und weil es der Trainer selbst nicht tun kann, soll an dieser Stelle auch mal darauf verwiesen werden, dass nur wenige Tore fehlen, die zu einem ganz anderen Punkte- und Tabellenstand geführt hätten.

Weil Sport aber nicht im Konjunktiv stattfindet, müssen sich die Altlandsberger Männer nun mit allem, was sie haben, auf Beckdorf konzentrieren. Die Sache wird schwer. Die Wahrscheinlichkeit, dass Beckdorf dem MTV überlegen sein wird, ist hoch. Aber eben auch nicht gottgegeben. Die Grün-Weißen wissen, dass nichts die augenblicklich nicht einfache Zwischenlage so schlagartig verbessern würde, als ein eigenes solches Ausrufezeichen gegen den SV Beckdorf, wie es der SV Beckdorf gegen die HF Springe gesetzt hat.

Aber selbst in diesem Fall werden Mannschaft, Umfeld, Verein und auch die Fans mindestens noch bis zur Winterpause die Tugend der Geduld bemühen müssen. Auch wenn´s schwer fällt.