„Müssen hellwach sein“ - SG H2Ku reist am Samstag zur HSG Konstanz
„Müssen hellwach sein“ - SG H2Ku reist am Samstag zur HSG Konstanz
Nach dem ersten Punktgewinn vom letzten Samstag stehen für die SG H2Ku Herrenberg in der 3. Liga Süd zwei schwere Auswärtsspiele auf dem Programm. Den Beginn macht dabei das Gastspiel bei der HSG Konstanz (Schänzlehalle, 20 Uhr). Trotz der Außenseiterrolle sieht sich der Gäuclub nicht chancenlos.
Es war schon schwierig, vom letzten Heimspiel das Positive herauszufiltern. Zu unkonzentriert agierte die SG H2Ku über weite Strecken des Spiels gegen die SG Kronau/Östringen (25:25). Wieder einmal scheiterte der Gastgeber an der mangelnden Chancenverwertung. „Es nervt“ - ein ebenso kurzes wie klares Statement von Trainer Nico Kiener in Richtung Effektivität zeigt, wo er den Hebel anzusetzen gilt.
In Konstanz bei der dortigen HSG ist eine Leistungssteigerung auch unbedingt vonnöten, um am Bodensee nicht sprichwörtlich baden zu gehen. Die Truppe von Coach Daniel Eblen hat zwar momentan nur einen Pluspunkt mehr als der Gast aus Herrenberg, hat es aber zum ohnehin schon schweren Startprogramm der SG H2Ku noch einmal eine Spur härter erwischt. Und so sind die 2:4 Punkte durchaus im Rahmen der Erwartungen. Dem Heimsieg gegen Vorjahresvize Heilbronn-Horkheim (23:20) stehen zwei Auswärtsniederlagen beim Vorjahresmeister in Friedberg (20:27) und beim Topfavoriten in Coburg (24:25) gegenüber. Besonders das Spiel beim HSC 2000 Coburg lässt das Leistungsvermögen der HSG Konstanz erahnen. Kurz vor dem Ende noch in Führung liegend, kassierte das Team den entscheidenden Gegentreffer erst zwei Sekunden vor der Schlusssirene durch einen abgefälschten Wurf.
Das heißt, dass für das Spiel in der Schänzlehalle die Favoritenrolle wieder einmal nicht auf Seiten der Herrenberger liegt. Vor allem in der jüngeren Vergangenheit erwies sich die schmucke Sporthalle als heißes wie auch fast uneinnehmbares Pflaster für den momentan 13. der Tabelle. Im März 2009 stand der jetzige Trainer Nico Kiener beim letzten Sieg in Konstanz (29:27) noch selbst auf der Platte. Wie also soll die Überraschung gelingen? Zuerst will der Coach natürlich das vordringlichste Problem anpacken. „Jeder Wurf im Training wird in der kommenden Woche Wettkampfcharakter tragen“, blickt er schon einmal auf eine intensive Trainingswoche voraus. Wichtig wird aber auch sein, die Lockerheit ins Team zu bringen. „Mir macht die Arbeit hier unheimlich viel Spaß. Die Zusammenarbeit mit den Jungs, mit Co-Trainer Tobias Klimsch und Tobias Barthold ist unheimlich gut“, betont der 24-Jährige. Diese Freude auf seine Mannschaft zu übertragen, würde die SG sicher weiter voran bringen.
Personell gibt es durch die Rückkehr von Mihailo Djurdjevic wieder etwas mehr Spielraum. Trotzdem schmerzt den Coach natürlich die Tatsache, dass mit Robin Brandner und Marcel Kohler zwei Linkshänder immer noch nicht fit sind. „Für die Entlastung von Christian Rau und auch Urs Bonhage würde die Genesung beider Akteure enorm wichtig sein“. Aber auch mit dem vorhandenen Personal ist ein Punktgewinn möglich. Allerdings muss dann die SG H2Ku „vom ersten Moment an hellwach sein“, so Nico Kiener. Gerade die Anfangsphase brachte die SG- Mannen schnell ins Hintertreffen. Und so wünscht man sich im Lager der SG H2Ku Herrenberg, dass trotz des gleichzeitigen Konzertes der „Toten Hosen“ unweit der Halle keine tote Hose im Spiel der Gäste herrscht.