Ersten Heimsieg im Visier - SG H2Ku empfängt Samstag den TV Hochdorf
Ersten Heimsieg im Visier - SG H2Ku empfängt Samstag den TV Hochdorf
Nach dem dramatischen Auswärtssieg beim HSC 2000 Coburg strebt der Drittligist SG H2Ku Herrenberg am Samstag (5. Oktober, 20 Uhr, Markweghalle) nun auch den ersten Heimsieg an. Wie schon in der Vorwoche geht es auch diesmal gegen den momentanen Tabellenzweiten.
Was für ein Spiel. Auch Tage nach dem Sieg in Coburg (24:23) ist das Match beim Topfavoriten der Liga noch immer in aller Munde. Die Freude war natürlich umso größer, weil der Doppelpunktgewinn sicher nicht eingeplant war. Dem Team wurde aber erstmals in der Saison selbst vor Augen geführt, was möglich ist, wenn man bis zum Ende an sich glaubt und sein Leistungsvermögen zum richtigen Zeitpunkt abrufen kann.
Mit dem Sieg in Coburg stieß die SG H2Ku den HSC vom zweiten auf den dritten Tabellenplatz. Diesen, jenen zweiten Platz nimmt nun der TV Hochdorf ein. Und eben gegen diesen TV Hochdorf muss der Gäu-Club nun am Samstag in der Markweghalle bestehen. Dass der pfälzische Verein momentan in der Tabelle so weit oben platziert ist, dürfte für einige überraschend sein, hat doch der TVH in der vergangenen Saison bis zum letzten Spieltag um die Klassenzugehörigkeit kämpfen müssen.
In den bisherigen Spielen präsentiert sich das Team von Benjamin Matschke bisher vor allem als Mannschaft der Extreme. Alle vier Erfolge wurden mit sieben oder mehr Toren Differenz erzielt. Besonders der Auswärtssieg beim TSB Heilbronn-Horkheim (37:24) sorgte in der Liga für Aufsehen. Bei der bisher einzigen Niederlage in eigener Halle gegen den HSC Coburg (22:31) wurden die Hochdorfer aber ebenso überrollt wie sie zuvor bei den Siegen dominierten. Schaut man sich den Spielplan genau an, muss man aber auch konstatieren, dass der TV Hochdorf bisher vier seiner fünf Saisonspiele zuhause absolvieren konnte.
Die SG H2Ku Herrenberg wird also auf einen Gegner treffen, der mit reichlich Selbstvertrauen auflaufen wird. Mit einer breiten Brust dürfte aber der Gastgeber ins Spiel gehen. Neben den zwei Punkten brachte das Team um Kapitän Christian Dürner nämlich auch die Erkenntnis aus Coburg mit, jeden Gegner schlagen zu können, wenn das Leistungsvermögen zu einhundert Prozent ausgeschöpft wird. Auf der anderen Seite dürfte den Verantwortlichen aber auch klar sein, dass man nicht immer so einen Sahnetag erwischen wird wie zuletzt. Die Mannschaft muss also wieder von der ersten Minute hellwach und leidenschaftlich auftreten, um so das nötige Glück auch zu erzwingen. Positiv sollte sich auch der Fakt auswirken, dass nach seiner langen Verletzungspause Rechtsaußen Marcel Kohler dem Team endlich wieder helfen kann.
Helfen soll auch wieder einmal das heimische Publikum. Nach den ersten beiden Heimspielen sieht man im SG-Lager in punkto Zuschauerresonanz durchaus noch Potenzial nach oben, besonders wenn man auf die letzen Heimspiele der vergangenen Spielzeit blickt. Und so formulierte Trainer Nico Kiener auch relativ bald nach Spielende in Coburg seine Hoffnung, dass der Sieg nicht nur für die Mannschaft, sondern auch für die Fans eine Initialzündung für den weiteren Verlauf der Saison sein könnte.