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Unterschiedliche Gemütslagen

06.09.2016
06.09.2016 · 3. Liga, Staffel West · Von: pm verein

Unterschiedliche Gemütslagen

Erster Spieltag für den LSC in der Dritten Liga, ein Punkt auf der Habenseite für beide Teams, über den sich der Gast aus Schalksmühle überschwenglich freute und der LSC am Ende nach Führung in Hälfte 2 nicht so recht freuen konnte. Jedoch hatte es wieder mal eine spannende und dramatische Begegnung gegeben, die zeigte, was eine umkämpfte Handballbegegnung zweier ähnlich starker Teams entstehen kann.

Vor enttäuschender Kulisse entwickelte sich Hälfte eins eine zerfahrene Begegnung, der Gast legte stets vor, der LSC glich aus. Ein typisches erstes Saisonspiel, in der ein großer Spielfluss selten aufkam. Erst gegen Ende der ersten Hälfte konnte der LSC in Front gehen, aus einem 8:9 Rückstand machte der LSC eine 11:9 Führung in einer Phase, wo der ehemalige kroatische Nationalspieler Merhar nach Gesichtstreffer gegen Hartmann zu Recht die rote Karte sah und es der LSC nicht schaffte, in Überzahl die Führung auszubauen, sondern einige Male am starken Plessers im Gästetor scheiterte. So konnte Schalksmühle bis zur Pause wieder verkürzen und schließlich ausgleichen.

Die erste Phase der zweiten Hälfte gehörte nun dem LSC, der in der Abwehr zwischenzeitlich auf eine 5:1 Deckung umgestellt hatte. Langsam aber sicher wuchs der Vorsprung an, einige gute Angriffsaktionen führten gar zum zwischenzeitlichen 21:16-Führung für den LSC. Die folgende Manndeckung gegen den in Hälfte 2 besser agierenden Benni Richter führte zu Unruhe im LSC-Aufbauspiel, nun machte man es sich mit einigen einfachen Fehlern selbst schwer. Zudem traf man auf eine nicht aufsteckende Gästemannschaft, die sich wieder Tor um Tor herankämpfte. In dieser Phase wurde Kiki Born schmerzlich vermisst, der aufgrund einer Gehirnerschütterung nicht spielen konnte.

Beim 26:25 war der LSC noch im Vorteil, der 7m eine Minute vor Ende von Richter ging jedoch an den Pfosten und ermöglichte den Gäste-Ausgleichstreffer im Folgeangriff. 10 Sekunden Restzeit blieben, nach der Auszeit versenkte Janssen im allerletzten Angriff den Ball gar im Netz, der Ball hatte jedoch 2 Sekunden zu spät den Weg ins Tor gefunden.

Trainer Chris Stark: „Der Kampfgeist und die Einstellung waren heute in Ordnung, wir haben durch einfache ungezwungene Fehler allerdings den Gast wieder ins Spiel kommen lassen und es nicht geschafft, den Sack zuzumachen. Dafür wurden wir bestraft. Wir sind sehr selbstkritisch und wissen, dass heute die 2 Punkte möglich gewesen wären. Das ist schade, allerdings habe ich heute auch viel Gutes gesehen und es gilt am Positiven anzusetzen und die Fehler abzustellen. Der Punch und die Selbstsicherheit, so ein Spiel nach Hause zu bringen, haben heute gefehlt aber ich bin mir sicher, dass wir uns weiter steigern können und blicke positiv voraus.“

Das nächste Spiel bestreitet der LSC bei der SG Ratingen am kommenden Samstag um 18.00 Uhr.