Gummersbacher U19 feiert glücklichen Derby-Sieg
Gummersbacher U19 feiert glücklichen Derby-Sieg
Der VfL Gummersbach gewinnt nach harten Kampf glücklich mit 28:27 das Derby gegen Ferndorf und bleibt mit Minden und Dormagen punktgleich an der Tabellenspitze.
Ohne den grippekranken Marcel Timm und mit Max Jaeger und Lasse Hasenforther auf der Bank begann der VfL recht zerfahren und ließ den Ferndorfern durch inkonsequentes Deckungsspiel zu viele Freiräume. Auch im Angriff war die Anfangsphase von Unsicherheiten und technischen Fehlern geprägt, sodass Trainer Bahtijarevic schon nach 12 Minuten beim Stand von 6:7 eine erste Auszeit nehmen musste.
Doch die Blau-Weißen taten sich weiterhin schwer und konnten sich in Unterzahl bei Torwart René Krouss bedanken, der nach anfänglichen Schwierigkeiten durch einige starke Paraden glänzen konnte. Die Gummersbacher investierten zu wenig und waren nicht fokussiert genug, um sich absetzen zu können. So blieb das Spiel in der ersten Halbzeit ausgeglichen, obwohl Ferndorf wahrlich keinen hochklassigen Gegner darstellte. Erst kurz vor der Halbzeit konnte Albin Xhafolli mit zwei Siebenmetern und einem schnellen Gegenstoß sowie der mittlerweile eingewechselte Max Jaeger die erste Drei-Tore-Führung zum 14:11 erzielen. Zur Halbzeit hieß es dann 15:13.
Der VfL kam motiviert, aber ohne den mit Gleichgewichtsproblemen (möglicherweise Tromelfellschaden) kämpfenden Felix Jaeger aus der Kabine und konnte sich mit zwei weiteren Treffern von Albin Xhafolli und ersten Paraden vom jetzt eingewechselten Lasse Hasenforther weiter absetzen, doch schon schlich sich wieder der "Schlendrian" aus der ersten Hälfte ein, sodass es in der 37. Minute wieder 17:17 ausgeglichen war. Mit tollen Reflexen inklusive einem gehaltenen Siebenmeter von Keeper Hasenforther und drei Treffern von Max Jaeger aus ungewohnter Rückraumposition konnte die Zwei-Tore-Führung wieder zurückgeholt werden. Leider schied nun auch Max Jaeger nach einem ungeahnten Foul mit einer Handgelenksverletzung aus, sodass Trainer Bahtijarevic die Alternativen ausgingen.
Mit einer Manndeckung gegen Sebastian Schöneseiffen tat sich der VfL nun spürbar schwerer, strukturierte Angriffe und Torgefahr aufzubauen, wodurch die Ferndorfer in der 50. Minute beim 22:22 wieder ausgleichen konnten und der VfL eine Auszeit nahm. Dennoch ging Ferndorf im Anschluss sogar zum 22:23 in Führung und läutete die spannende und hektische Schlussphase ein, in der die Gummersbacher immer nervöser wurden. Fünf Minuten vor Schluss konnte Ferndorf sogar zum 24:26 in Führung gehen und der VfL scheiterte nun immer wieder am plötzlich erstarkten gegnerischen Keeper.
Mit zwei weiteren Toren vom gut aufgelegten Albin Xhafolli wurde wieder der Ausgleich zum 27:27 erzielt, doch im Gegenzug gab es Siebenmeter und eine Zeitstrafe gegen den Jungen Jonas Stüber vom VfL. Zum Glück für die Gummersbacher ging der Strafwurf am Tor vorbei, so dass man noch 30 Sekunden für einen möglichen Ausgleich. 15 Sekunden vor Schluss gelang Magnus Neitsch der umjubelte Siegtreffer, den man über die Zeit retten konnte.
"Mit einem blauen Auge davon gekommen" konnte man froh sein, die Punkte in Gummersbach behalten zu haben, auch wenn der glücklich und fast unverdiente Sieg mit Verdacht auf einen Bruch im Handgelenk bei Max Jaeger und dem Ausfall von Felix Jaeger mit einem hohen Preis bezahlt werden musste. Trainer Bahtijarevic war mit der Vorstellung seiner Schützlinge jedenfalls ganz und gar nicht zufrieden und bemängelte vor allem die schwache Abwehrleistung bei diesem glücklichen Sieg.
VfL: Hasenforther (5 Paraden/2 Siebenmeter), Krouß (9); Schöneseiffen (5/1), Lubberich (4), Neitsch, Weiler (je 3), Xhafolli (8/2), Stüber (1), M- Jaeger (4), F. Jaeger.