DHB-Tagung der Fachleiter Handball an Hochschulen in Münster
DHB-Tagung der Fachleiter Handball an Hochschulen in Münster
Zwei Tage lang kamen die Fachleiter Handball an diesem Donnerstag und Freitag im Institut für Sportwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zusammen. Ziel des Treffens: die Position des Handballsports in der universitären Ausbildung stärken und damit langfristig dessen Standing an den Schulen auszubauen. „Handball verstärkt in die Schulen zu bringen und dort weiter zu etablieren, ist ein Schlüssel für erfolgreiche Verbandsarbeit”, sagte DHB-Präsident Bernhard Bauer, der die Tagung am Donnerstag gemeinsam mit Prof. Dr. Heiko Wagner (Direktor des Instituts für Sportwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster) und Prof. Dr. Detlef Kuhlmann (Leiter Projektgruppe Handball an Hochschulen) eröffnet hatte. Bauer begrüßte die Teilnehmer und den Veranstalter und betonte dabei die Wichtigkeit der Hochschulen, der universitären Ausbildung und die Rolle der Wissenschaft als Partner für die Zukunftsfähigkeit des Handballs.
Der DHB stellte aktuelle Projekte aus dem Ressort Jugend, Bildung und Schule vor. Dr. Michael Pfitzner (WWU Münster/Institut für Sportwissenschaft) gab mit dem Impulsreferat „Zum Erwerb spieldidaktischer Kompetenzen von Sportlehrkräften - Überblick gewinnen ist das Ziel“ den Anstoß zum umfassenden Austausch der Teilnehmer.
Am hochkarätigen Programm wirkte zum Punkt „Praxis-Werkstatt - Handball in der universitären Lehre“ mit Armin Emrich auch der ehemalige Bundestrainer Männer und Fraune mit. Die Spannbreite reichte von Themen wie der „Technikeinführung des Schlagwurfs mit Hilfe von Medien und anderen Lehrhilfen“ über die „Rekonstruktion relevanter Coachingsituationen im Handball aus Trainer- und Athletensicht“ bis hin zu von Prof. Dr. Dirk Büsch (Institut für Angewandte Trainingswissenschaft Leipzig) dargestellten Forschungsprojekten rund um den Handballsport. Darüber hinaus ging es auch um Schlussfolgerung aus der Auswertung der Fragebögen zur universitären Handballausbildung an Hochschulen Deutschland.
„Für uns sind diese beiden Tagen enorm wertvoll gewesen”, sagte Georg Clarke, DHB-Vizepräsident Jugend, Bildung und Schule. Die Gleichung ist relativ einfach: Gewinnt der Handballsport im universitären Alltag, dann hat dies auch einen positiven Effekt nicht nur auf die wissenschaftliche Begleitung, sondern auch auf die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern und die Präsenz des Handballs zum Beispiel in Ganztagsschulen. „Lehrerinnen und Lehrer mit entsprechendem Hintergrund”, sagte Clarke, „helfen uns, Kinder und Jugendliche für Handball zu begeistern. Und auch das ist angesichts sich ändernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen elementar für die Zukunft unseres Sports in Deutschland.”