Markus Gaugisch: Haben die Räume nicht konsequent genutzt
Die Stimmen zum zweiten Spiel in Spanien
Niederlage zum Abschluss einer intensiven Woche: Rund 40 Stunden nach dem souveränen Sieg über Spanien hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft im zweiten Duell eine 30:35-Niederlage einstecken müssen. Hier sind die Stimmen zur Partie.
Bundestrainer Markus Gaugisch
Zum Spiel: „Wir haben es heute nicht geschafft, die entscheidenden Duelle zu gewinnen, defensiv wie offensiv. Spanien hat das System sehr dominant gespielt, da konnten wir sie am Freitag besser stoppen. Heute haben wir die Räume, sie uns offensiv angeboten haben, nicht konsequent genutzt, der letzte Schritt in die Tiefe hat gefehlt. Dennoch war es eine sehr lehrreiche Partie, weil es aus spanischer Sicht sehr gut lief, daraus können wir viel mitnehmen.“
Zur Lehrgangswoche: „Wir waren das erste Mal seit fünf Monaten wieder zusammen, müssen auch einige Sachen neu einstudieren. Wir probieren viel und haben einen weiteren Schritt auf dem Weg zur EM gemacht. Niederlagen gehören zu solch einem Lernprozess dazu, auch wenn wir sie gerne vermieden hätten. Aber wir konnten Erfahrung und Erkenntnisse sammeln für den bevorstehenden Winter.“
Nina Engel
Zum Spiel: „Heute sind wir natürlich enttäuscht, weil wir es nicht so gut gemacht haben wie am Freitag, uns sind zu viele Technische Fehler unterlaufen, wir sind nicht durchgekommen und haben nicht genug Härte gezeigt. Letztlich haben die Spanierinnen das gespielt, was wir wollten – nun gilt es, das aufzuarbeiten und besser zu machen.“
Zur Lehrgangswoche: „Es war schön, wieder mit allen zusammen zu sein, auch wenn das Ergebnis zum Abschluss natürlich die Stimmung einer ansonsten guten Lehrgangswoche trübt. Aber auch das gehört dazu.“
Annika Lott
Zum Spiel: „Heute lag das Problem in der Abwehr, 35 Gegentore sind einfach zu viel. Wir haben die Kreisläuferin nicht in den Griff bekommen. Dass wir 30 Treffer erzielen zeigt, dass es in der Offensive nicht gemangelt hat.“
Zur Lehrgangswoche: „Es war cool, wieder zusammen zu sein, ich hätte gerne auch das zweite Spiel gewonnen, das hinterlässt ein komisches Gefühl. Aber ich freue mich auf die bevorstehende Arbeit und die nächsten Lehrgänge, für die Entwicklung sind solche Spiele natürlich sehr nützlich. Nun wissen wir, woran wir arbeiten müssen.“
DHB-Sportvorstand Ingo Meckes
Gesamtfazit: „Wir haben zwei wichtige Tests gegen ein stark verbessertes spanisches Team gesehen mit einer souveränen Leistung am Freitag. Heute war es ein nicht ganz so konsequenter Auftritt, besonders in der Abwehr waren wir nicht kompakt genug. Aber das Trainerteam kann aus beiden Partien wichtige Erkenntnisse ziehen. Man hat gesehen, wie kompromisslos Spanien agiert, nun folgen weitere wichtige Spiele in der Golden League und in der Vorbereitung auf die EURO.