Tore, Trubel und strahlende Gesichter
Ausverkaufte Arena, ein Geburtstagskind mit dem ersten Treffer und zwei Debütanten, die sich direkt in die Torschützenliste eintragen.
Der EM-Qualifikationsauftakt gegen Belgien hatte auch abseits des Ergebnisses einiges zu bieten. Dazu gab es große Neuigkeiten zur Weltmeisterschaft 2029 und zahlreiche glückliche Gesichter auf den Rängen. Ein etwas anderer Blick auf den Handballabend in der Hauptstadt.
Ein Geburtstagskind eröffnet den Abend: Besser hätte der Start für Johannes Golla kaum laufen können. An seinem Geburtstag war es ausgerechnet der Kapitän, der den ersten Treffer für die deutsche Nationalmannschaft erzielte. Ein kleines Geschenk machte sich Golla damit direkt selbst und sorgte für den ersten Jubel auf den Rängen der ausverkauften Uber Arena in Berlin.
Debüt mit Tor-Premiere: Ein Länderspieldebüt ist ohnehin etwas Besonderes. Wenn dann auch noch die ersten Treffer im Nationaltrikot gelingen, bleibt der Abend gleich doppelt in Erinnerung. David Móré und Niklas Theiß feierten gegen Belgien ihre Premiere in der A-Nationalmannschaft und beide durften sich direkt über ihre ersten Länderspieltore freuen. Sie waren unter der Leitung von Bundestrainer Alfred Gislason die Debütanten 32 und 33 in dessen bisheriger Amtszeit.
Ein Publikumsliebling ganz nah dran: Auch ohne Einsatz auf dem Spielfeld sorgte Andreas Wolff für strahlende Gesichter. In der Halbzeitpause nahm sich der Torhüter Zeit für die anwesenden Fans, schrieb fleißig Autogramme, posierte für Erinnerungsfotos und wechselte ein paar Worte. Für viele dürfte genau diese Begegnung zu den schönsten Erinnerungen des Abends gehören.
Berlin bekommt wieder eine WM-Bühne: Schon vor dem Anpfiff gab es große Neuigkeiten für die Handballfans. Im Rahmen des Länderspiels wurden die sechs Gastgeberstädte der Männer-Weltmeisterschaft 2029 bekannt gegeben. Berlin, Hamburg und Köln in Deutschland sowie Straßburg, Lyon und Paris in Frankreich werden das gemeinsam ausgerichtete Turnier beherbergen. Die deutsche Nationalmannschaft startet 2029 in Berlin, die Finalrunde steigt in Paris. Besonders die Nachricht, dass die Hauptstadt erneut Gastgeber eines großen Handballturniers wird, sorgte in der Arena für viel Freude.
Eine beeindruckende Heimserie: Die deutsche Nationalmannschaft fühlt sich in der EM-Qualifikation vor heimischem Publikum offenbar besonders wohl. Vor der Partie gegen Belgien standen 17 Heimsiege in Serie in den EHF EURO Qualifiers zu Buche. Die letzte Heimniederlage in diesem Wettbewerb datiert aus dem November 2012. Auch die Bilanz gegen Belgien konnte sich vor dem Spiel sehen lassen: Acht Begegnungen, acht deutsche Siege. Das bis dahin letzte Aufeinandertreffen am 9. Mai 1999 hatte die DHB-Auswahl knapp mit 26:25 gewonnen. In Berlin kam es nun zum neunten Duell der beiden Nationen und zum neunten Sieg der DHB-Auswahl.
Belgische Meistertitel auf der deutschen Bank: Eine besondere Verbindung zum Gegner bringt auch Erik Wudtke mit. Der deutsche Co-Trainer kennt den belgischen Handball aus eigener Erfahrung: In den Jahren 2000 und 2001 wurde er gleich zweimal belgischer Meister. Ein kleines Stück belgische Handballgeschichte war damit auch auf der deutschen Bank vertreten.
Zum Abschluss noch ein Erinnerungsfoto: Mit dem Schlusspfiff war der Abend für viele Fans noch lange nicht vorbei. Nach dem Spiel nahmen sich die Nationalspieler Zeit für Autogramme, Selfies und persönliche Begegnungen. Besonders bei den jüngeren Fans sorgte das für leuchtende Augen. So endete ein erfolgreicher Handballabend in der Hauptstadt nicht nur mit einem Sieg, sondern auch mit vielen Erinnerungen, die über die 60 Spielminuten hinaus bleiben.