Jubel auf der Bank mit Bundestrainer Eugenius Smits und Spielerinnen
Jubel auf der Bank: Die weibliche U16 feiert den zweiten Sieg im zweiten Spiel bei der WM. Foto: kolektiff images

38:26-Sieg: Weibliche U16 bleibt auch gegen Tunesien ungeschlagen

18.10.2026 | U-Teams

Nora Lueg wirft neun Tore in der ersten Halbzeit

Die weibliche U16 ist bei der Weltmeisterschaft in Marokko weiter makellos. Nach dem 53:12 gegen Mexiko gewann die DHB-Auswahl am Sonntag auch ihre zweite Vorrundenpartie gegen Tunesien mit 38:26 (20:13) und führt die Gruppe C mit vier Punkten an.

Anders als gegen Mexiko tat sich Deutschland zunächst schwer. Tunesien ging zunächst mit 1:0 in Führung und hielt das Spiel bis zum 6:5 (8.) ausgeglichen. Der Wendepunkt kam rund um die erste Auszeit der Deutschen (9.): Mit einem 6:0-Lauf machte Deutschland aus dem 8:6 bis zur 15. Minute ein 14:6. Tunesien reagierte mit einer Auszeit, doch Deutschland baute den Vorsprung weiter aus. Dabei zeigte sich Nora Lueg von Borussia Dortmund in Topform: Die Rechtsaußen traf in Halbzeit eins neunmal bei elf Versuchen und wurde anschließend zur Spielerin des Spiels gewählt. Zur Pause stand es 20:13.

Nach dem Seitenwechsel zog Deutschland bis zur 41. Minute auf 26:14 davon. Tunesien gelang in dieser Phase nur ein Tor. In der Abwehr konnte sich die DHB-Auswahl auf eine starke Torhüterleistung verlassen: Mercy Hacker, die nach der Pause zwischen den Pfosten stand, kam gemeinsam mit Jana Skill auf 17 Paraden. Die Fangquote der beiden lag bei 40 Prozent. Im Angriff verteilten sich die Treffer auf viele Schultern. Zwölf der 14 Feldspielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein, allein in der zweiten Halbzeit trafen acht verschiedene Spielerinnen. Neben Lueg (9) waren Azelya Alici (5) und Taya Nagel (4) am erfolgreichsten.

Bundestrainer Gino Smits war vor allem mit der Defensive zufrieden, die in der Nachbereitung des Mexiko-Spiels ein Schwerpunkt gewesen war: „Wir hatten den Kreis viel zu frei gelassen. Das haben wir heute viele Male besser gemacht, auch wenn es noch nicht konsequent genug ist.” Auch der Widerstand des Gegners sei „viele Male besser als gegen Mexiko” gewesen.

Wie schon gegen Mexiko bekamen alle Spielerinnen Einsatzzeit, diesmal in neuen Zusammenstellungen. Das sei mit Blick auf die entscheidende Phase wichtig, erklärte Smits: „Wir haben einige Spielerinnen, die im Verein miteinander spielen. Das ist ein Vorteil, wenn wir im Final-Four-Modus mehr Widerstand und bessere Gegner haben.” Für die Spielerinnen sei die Begegnung mit Teams anderer Kontinente zudem „eine super Erfahrung”.

Vor dem letzten Gruppenspiel steht Deutschland in der Tabelle auf Platz eins. Am Dienstag (ab 18.15 Uhr) wartet mit Usbekistan der dritte und letzte Vorrundengegner. „Wir freuen uns schon auf das Spiel in zwei Tagen”, so Smits. Nur der Gruppenerste zieht ins Halbfinale ein. Alle Spiele der Weltmeisterschaft werden im Livestream auf dem Youtube-Kanal „IHF Competitions” übertragen.

Deutschland: Mercy Hacker, Jana Skill – Carlotta Werum (3/1), Mia Hinz (3), Nora Lueg (9), Noemi Kamen (2), Alina Mangold (3), Romy Sieber (3/2), Tilda Plöhn, Nika Lemke (1), Paulina Glomb (2), Taya Nagel (4), Mariella Koumtoudji Tchatat, Azelya Alici (5), Emma Schneeberger (2), Janne Uthmann (1).
Schiedsrichter: Ailen Giampietro (Argentinien) / Zakaria El Malwane (Marokko) / Sylwia Bartkowiak (Polen).
Zeitstrafen: Deutschland: 2 - Tunesien: 10.
Siebenmeter: Deutschland 3/3 – Tunesien 1/1.