EHF EURO: Bekannte Gegner für DHB-Auswahl
DHB-Auswahl trifft auf Schweden, die Slowakei und Serbien / Gaugisch: „Können zufrieden sein“
Der Fahrplan der Vorrunde steht: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft in der Vorrunde der EHF EURO 2026 auf Schweden, Gastgeber Slowakei und Serbien. Das ergab die Auslosung am Abend im polnischen Kattowitz. Spielort der Vorrunde ist die Ondrej Nepela in Bratislava, die bereits bei der EHF EURO 2022 der Männer Spielort von Deutschland war.
Zum Turnierauftakt trifft die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch auf Schweden, es folgen weitere Gruppenspiele gegen Serbien und zum Abschluss die Slowakei. Gegen Auftaktgegner Schweden hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft insgesamt eine positive Bilanz. Zuletzt trafen Deutschland und der EM-Fünfte von 2024 in der Olympia-Vorrunde in Paris aufeinander mit dem besseren Ende für die Skandinavierinnen.
Auf den zweiten Gruppengegner Serbien traf die DHB-Auswahl bei der Heim-WM im vergangenen Dezember. Auf dem Weg zur Silbermedaille gab es in der Vorrunde in Stuttgart einen deutlichen 31:20-Sieg für Antje Döll, Katharina Filter und Co. Abschlussgegner Slowakei spielte Deutschland zuletzt in den EHF EURO Qualifiers 2024 und feierte zwei Erfolge. Insgesamt ist die deutsche Bilanz gegen diese beiden Nationen positiv.
Die zwei besten Mannschaften jeder der sechs Vorrundengruppe qualifizieren sich für die Hauptrunde. Im Falle der Hauptrundenqualifikation, welche Deutschland in Kattowitz spielen wird, warten als mögliche Gegner aus den Kreuzgruppen D und E die Niederlande, Polen, Tschechien, Frankreich, Färöer, Ukraine, Kroatien und Österreich. Die Finalrunde der EHF EURO findet auch in der Spodek Arena in Kattowitz statt.
Die EHF EURO 2026 findet vom 3. bis zum 20. Dezember in der Slowakei, Türkei, Polen, Rumänien und Tschechien statt. Die DHB-Auswahl von Bundestrainer Markus Gaugisch qualifizierte sich mit sechs Siegen aus sechs Qualifikationsspielen als Gruppensieger für die Europameisterschaft.
Stimmen zur Auslosung:
Markus Gaugisch (Bundestrainer): „Wir können mit unserer Gruppe zufrieden sein. Schweden steckt im Umbruch, ist aber weiterhin eine ambitionierte und starke Mannschaft. Serbien kennen wir noch von der Heim-WM und gegen die Slowakei vor deren Heimkulisse zu spielen, macht sicher Spaß. In unserer weiteren Turnierhälfte warten vor allem mit den Niederlanden und Frankreich zwei Nationen, die schwer zu bespielen sind. Insgesamt haben wir einen ambitionierten, aber guten Weg vor uns. Abseits des Sportlichen sind wir mit dem Standort Bratislava zufrieden. Aus Deutschland ist das reisetechnisch gut erreichbar und auch, dass wir dann für eine Hauptrunde direkt nach Polen reisen, ist super. Wir haben nur eine Reise, das ist top.“
Ingo Meckes (Vorstand Sport): „Wir freuen uns auf eine spannende Gruppe mit dem klaren Ziel, mit so viel Punkten wie möglich in die Hauptrunde einzuziehen. Schweden ist sicher die am stärksten einzuschätzende Mannschaft, die sich bei der letzten WM unter Wert verkauft hat. Das wird zum Auftakt ein echter Kracher. Gegen Serbien und die Slowakei haben wir in den vergangenen Jahren sehr gut ausgesehen und Siege gefeiert. Das wird auch in diesen beiden Spielen das Ziel sein. In der Hauptrunde warten mit unter anderem den Niederlanden und Frankreich zwei Brocken auf uns, wir haben aber gerade im vergangenen Jahr gezeigt, dass wir nicht nur mit ihnen mithalten, sondern sie auch schlagen können. Insgesamt sind aber beide Turnierhälften ausgeglichen besetzt. Außerdem sind wir natürlich auch erleichtert darüber, dass wir mit der Route Bratislava Kattowitz nur eine Reise planen brauchen. Das ist sehr gut."
Anja Althaus (Nationalmannschaftsmanagerin): „Wir haben im Vorfeld der Auslosung viele Varianten durchdacht und durch die fünf Gastgebernationen waren viele Reisevarianten möglich. Von daher sind wir froh über den Vorrundenstandort Bratislava mit dann nur einer Reise nach Kattowitz. Das ist eine gute Auslosung mit einer spannenden Gruppe. Wir reisen mit dem Erfolg der Heim-WM mit Rückenwind an und es wird spannend zu sehen sein, wie wir damit umgehen. Unsere Hauptrundengegner kennen wir und haben wir alle in letzter Zeit auch geschlagen, das gibt uns Selbstvertrauen. Eine EHF EURO ist immer was besonderes und daher freuen wir uns sehr auf den Dezember."
Antje Döll, Kapitänin: „Das ist eine coole Gruppe. Für unsere Fans wäre sicherlich ein Spielort noch näher an der Grenze Deutschlands wie beispielsweise in Tschechien noch schöner gewesen, aber wir nehmen es, wie es kommt. Schweden ist sicherlich der stärkste Gegner in unserer Vorrundengruppe. Es wird spannend zu sehen sein, welches Gesicht sie nach den Rücktritten von Hangman und Roberts haben werden. Mit unserer Entwicklung der letzten Monate ist sicher das Ziel, als Gruppenerster aus dieser Gruppe herauszugehen. In der möglichen Hauptrunde warten sehr wahrscheinlich unsere niederländischen Freunde und mit Frankreich eine Mannschaft, mit der wir eine schöne Erinnerung aus den letzten Monaten haben. Ich freue mich wahnsinnig auf das Turnier und bin guter Dinge, dass wir auch bei der EM weit vorne landen können.“
Katharina Filter (Vize-Kapitänin): „Die Gruppe ist machbar, aber natürlich kein Selbstläufer. Wir werden sehr wahrscheinlich mit Schweden um den Gruppensieg kämpfen. Die Slowakei ist auch machbar und gegen Serbien haben wir sehr gute Erinnerungen von der letzten Heim-WM. Wir freuen uns auf die Spiele und die EHF EURO. Dass wir nur eine Reise haben und unsere Hauptrunde schon in Polen spielen, ist natürlich auch gut für uns.“
Die Vorrundengruppen der EHF EURO 2026 im Überblick:
Gruppe A (Oradea): Ungarn, Montenegro, Slowenien, Island
Gruppe B (Cluj-Napoca): Norwegen, Rumänien, Schweiz, Nordmazedonien
Gruppe C (Antalya): Dänemark, Spanien, Türkei, Griechenland
Gruppe D (Brno): Niederlande, Tschechien, Österreich, Kroatien
Gruppe E (Kattowitz): Frankreich, Polen, Färöer, Ukraine
Gruppe F (Bratislava): Schweden, Deutschland, Slowakei, Serbien