Ganz viel Handball-Leidenschaft beim Diskutieren, Spielen und Weiterdenken
Dritte Ausgabe des DHB Engagement-Festivals begeistert in Berlin 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Landesverbänden
Pirouetten und Kempa-Tore, Schweiß im Sand, Mannschaftsbesprechungen zwischen Liegestühlen à la „Die Strategie, den Shooter rauszunehmen hat gut funktioniert. Daran müssen wir feilen“. Beim Beachhandballturnier, dem sportlichen Highlight des DHB Engagement-Festivals 2026, zeigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr ganzes spielerisches und athletisches Können. Und die zweieinhalb Tage zuvor zeigten die jungen Engagierten ihr großes Interesse daran, den deutschen Handball auf allen Ebenen weiterzuentwickeln.
Vom 4. bis zum 7. Juni fand in Berlin die dritte Ausgabe des DHB Engagement-Festivals statt. 200 junge Handballerinnen und Handballer zwischen 16 und 26 Jahren aus allen 17 Landeserverbänden hatten sich für die dreieinhalb Handball-Tage in der deutschen Hauptstadt angemeldet. Das Engagement-Festival verspricht Input und Sport, aber vor allem auch Netzwerken zwischen Handball-Enthusiasten aus ganz Deutschland. Und das Networking ging schon direkt bei der Ankunft am Donnerstagnachmittag los.
Aus allen Ecken des Landes trafen sich die jungen Aktiven und kamen in der Hotellobby direkt in den Austausch. Zum einen, weil sie sich zu Teams für das Beachhandballturnier und weitere Aktivitäten zusammenfinden sollten, zum anderen aber auch, weil hier Menschen mit demselben Anliegen aufeinandertrafen: Über ihre Leidenschaft Handball quatschen. Wenige Stunden später konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sogar mit den DHB-Stars Emily Vogel und Markus Gaugisch über ihren Sport sprechen.
Zuvor präsentierten beim Jugendkongress in der Zitadelle Spandau die Vorsitzende der Jugendkommission Josefine Gorka, ihr Stellvertreter Jannis Klein sowie die DHB-Jugendsprecher Irina Wutz, Luis Schünemann, Carina Wellmann und Niklas Schwandt die Strukturen des Jungen Engagements im deutschen Handball. „Beim Engagement-Festival versammeln sich viele junge Menschen, die Lust haben, sich im Handball zu engagieren“, sagt Josefine Gorka. „Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten auf DHB- und Landesverbandsebene, wie man den Handball aktiv gestalten kann.“
Bei der anschließenden Speakers Corner befragte Dyn-Moderatorin Hannah Nitsche den Frauen-Bundestrainer Markus Gaugisch und Nationalspielerin Emily Vogel zu ihren Erfahrungen mit jungem Engagement. Im Anschluss beantworteten Gaugisch und Vogel sowie der DHB-Vorstandsvorsitzende Mark Schober Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Am nächsten Tag wurden die jungen Engagierten dann selbst aktiv. Erst physisch – bei einer Laufrunde durch das politische Berlin oder einer Sightseeingtour im Olympiastadion – und dann psychisch. In Seminaren wie „Starke Persönlichkeiten – warum der Trainer*innenjob dich für das Leben qualifiziert“ von Bundestrainer Markus Gaugisch, „Mehr Interesse – wie euer Verein Aufmerksamkeit gewinnt und Menschen begeistert“ von Marco Kehrenberg oder „Hands up for more – wie Frauen und Mädchen im Handball gestärkt werden“ von Larissa Röhrdanz erhielten die Handball-Enthusiasten viel Input für ihr eigenes Handball-Wirken – und durften das Gelernte in Gruppenaufgaben auch direkt ausprobieren.
„Es war wirklich sehr schön zu sehen, mit wie viel Interesse und Begeisterung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Workshops eigene Ideen eingebracht haben“, sagt Martin Goepfert, Vorstand Mitglieder beim DHB. Den Abschluss des Tages bildete eine Bootsfahrt über die Spree.
Teil zwei der Workshopphase begann am Samstagmorgen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten von Christian Berkes, wie man KI im Vereinskontext einsetzen kann und von Julia Schneider, wie man sich am effektivsten ein Netzwerk im Sport aufbaut. Auch zu Themen wie Social Media, Persönlichkeitsentwicklung durch Ehrenamt und dem neuen Verbandsmanagementtool Handball360 erfuhren die Aktiven viel Neues.
In allen Workshops, an den Gesprächen in den Pausen, an den Fragen, an den Wortbeiträgen und an den Ergebnissen der Gruppenarbeiten merkte man: Diese 200 Handballerinnen und Handballer haben echtes Interesse, den Handball in Deutschland weiterzuentwickeln und sich einzubringen. „Die Ideen der jungen Engagierten fließen direkt in unsere Verbandsarbeit ein“, sagt Martin Goepfert. „Veranstaltungen und Aktionen zur Mitgliedergewinnung und -bindung profitieren extrem von diesem Input.“
Und so fand ein Engagement-Festival, das von großer Begeisterung und Beteiligung geprägt war, mit dem Beachhandballturnier und der anschließenden Abschussparty einen stimmungsvollen Abschluss. Handball-Liebhaber, die sich erst wenige Tage zuvor kennengelernt hatten, spielten ihre Sportart, feierten ihre Sportart und sprachen wie bei der Ankunft über das, was sie Tag für Tag im Handball erleben.