Der Deutsche Handballbund plant eine neue Zentrale
Der Deutsche Handballbund plant eine neue Zentrale

Nächster Schritt auf dem Weg zur neuen Heimat: Stadt Dortmund unterstützt DHB-Campus-Konzept

13.07.2026 | Verband

 

Der Deutsche Handballbund hat den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer langfristigen Lösung für seine Geschäftsstelle genommen. In der Ratssitzung der Stadt Dortmund am 9. Juli wurde der Grundsatzbeschluss gefasst, dass das Campus-Konzept des Deutschen Handballbundes unterstützt wird. 

Die bisherige Zentrale des Deutschen Handballbundes platzt aus allen Nähten – bereits im Frühjahr vergangenen Jahres berichtete daher der DHB im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit der Stadt Dortmund: „Wir sind auf der Suche nach einem neuen Standort für unsere Zentrale.“ Dortmund war es bislang und soll es auch in Zukunft bleiben, denn auf der Suche nach einer neuen Heimat haben sich die Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund und der DHB auf einen Standort am Eissportzentrum Westfalen verständigt. 

Im Rat der Stadt Dortmund wurde nun beschlossen, dass die Stadt am Standort des Eissportzentrums Westfalen eine Grundstücküberlassung (Erbbaurecht oder Grundstücksverkauf) zum Bau einer neuen DHB-Zentrale anstreben wird. Zudem werden Gespräche zu den Planungen für die Nutzung einer Ballsporthalle hinter der Helmut-Körnig-Halle fortgeführt sowie mit der Dortmunder Sportstätten gGmbH (DSS) zur Einrichtung der benötigten Internatsplätze am Sportinternat Dortmund aufgenommen.

Das Campus-Konzept des DHB sieht vor, die neue Geschäftsstelle, Ballsporthalle sowie Sportinternat in unmittelbarer Nähe an einem Ort zu bündeln und dabei bestehende Strukturen kosteneffizient und nachhaltig zu nutzen sowie auszubauen. Dass die Stadt Dortmund von diesem Konzept überzeugt ist, freut Andreas Michelmann, Präsident des DHB: „Wir spüren in Dortmund einen großen Rückhalt in der Stadtgesellschaft und Politik. Die aufgezeigte Standortoption zeigt eindrucksvoll, dass die Stadt Dortmund gemeinsam mit dem DHB den Handballsport auf ein neues Niveau heben will.“ Seit Mitte der 1990er-Jahre hat der DHB seinen Sitz in den Räumlichkeiten in der Strobelallee 56, davor war er Jahrzehnte lang an der Bundesstraße 1 beheimatet.

Der DHB wird sich am Standort am Eissportzentrum Westfalen neben weiteren wichtigen Playern des Sports befinden – neben Leichtathletik, dem Eistanz und -kunstlauf sowie dem Eishockey und dem Fußball. „Der Standort bietet für den DHB mit der umliegenden Infrastruktur ideale Voraussetzungen, um den Handballsport in Deutschland bestmöglich weiterentwickeln zu können“, begründet Dr. Klaus Berding, DHB-Vorstand Finanzen und Recht, die Standortwahl.

Denn nicht nur eine neue Zentrale für den DHB soll es in Dortmund geben. Der DHB denkt größer für Dortmund und beabsichtigt auch die Einrichtung eines neuen Bundesstützpunktes Handball für den weiblichen Nachwuchs. Diese soll es insgesamt an vier Standorten in Deutschland geben – Dortmund ist nun der dritte beabsichtigte Standort nach Leipzig und Stuttgart. Trainingshalle und Plätze im Sportinternat sind für diesen Bundesstützpunkt wichtige Ankerpunkte und sorgen für eine engmaschige Betreuung weiblicher Handball-Talente.

Die Stadt Dortmund schreibt im Grundsatzbeschluss daher auch: „Der DHB plant ein sogenanntes Handball-Campus-Konzept, welches viele Strukturen bündeln, ein neues Bundesleistungszentrum für den Mädchen-Handballsport in Dortmund gründen soll und aus drei wesentlichen Elementen besteht: Bau einer neuen Zentrale für den DHB, eine Trainingshalle in räumlicher Nähe sowie einer Unterbringung der Mädchen in Internatsform.“ Die neue Zentrale soll am Eissportzentrum Westfalen, im Bereich Eingang Nord gebaut werden. Die Nähe zur Westfalenhalle und zum Kongresszentrum würde dem DHB die Möglichkeit bieten, eigene Veranstaltungen wie beispielsweise Trainerfortbildungen oder Kongresse in unmittelbarer Nähe zu veranstalten. Die Geschichte des DHB ist eng mit Dortmund verbunden - und von Dortmund aus will der DHB die Zukunft des Handballs weiter gestalten.