Deutschland steht nach Abwehr-Gala im Finale der European Open
European Open: Deutschland besiegt Kroatien deutlich und zieht ins Finale ein
Die deutsche U16-Nationalmannschaft hat das Halbfinale der European Open in Göteborg eindrucksvoll für sich entschieden. Gegen Kroatien setzte sich das Team von DHB-Talentcoach Carsten Klavehn mit 35:18 (19:15) durch und zog hochverdient ins Endspiel ein. Gleichzeitig sicherte sich die DHB-Auswahl mit dem Finaleinzug auch einen Startplatz bei der U17-Weltmeisterschaft im Oktober in Agadir.
Deutschland erwischte diesmal einen Start nach Maß. Eine Doppelparade gleich zu Beginn, eine aggressive Abwehr und konsequent ausgespielte Angriffe sorgten schnell für eine 4:0-Führung. Nach sechs Minuten stand bereits ein 5:1 auf der Anzeigetafel. Vor allem die starke Defensivarbeit zwang die Kroatinnen immer wieder zu Fehlern, die der DHB-Nachwuchs konsequent über Tempogegenstöße in Tore ummünzte.
Auch im Positionsangriff fand Deutschland immer wieder effiziente Lösungen. Als Kroatien nach 17 Minuten beim Stand von 6:14 zur Auszeit griff, hatte sich die deutsche Mannschaft bereits deutlich abgesetzt. In der Schlussphase der ersten Hälfte schlichen sich zwar einige Unkonzentriertheiten im Angriff ein, wodurch Kroatien bis zur Pause auf 15:19 verkürzen konnte.
Nach dem Seitenwechsel knüpfte Deutschland nahtlos an die starke Anfangsphase an. Über eine weiterhin kompromisslose Abwehr und eine starke Torhüterleistung baute die Mannschaft den Vorsprung kontinuierlich aus. Die Kroatinnen fanden gegen die deutsche Defensive kaum noch Lösungen und kamen in den zweiten 30 Minuten lediglich auf drei Treffer. Auch nach dem Wechsel im Tor blieb das Niveau hoch, sodass Deutschland den Vorsprung bis zum 35:18-Endstand souverän ausbaute.
Trainer Carsten Klavehn war entsprechend zufrieden: „Heute haben wir es geschafft, richtig gut ins Spiel zu starten. Die Mädels haben von Anfang an gezeigt, wie sehr sie dieses Spiel gewinnen wollten.“ Zwar seien in der ersten Halbzeit noch einige Chancen liegen geblieben, dennoch habe die Mannschaft das Spiel jederzeit kontrolliert.
Den entscheidenden Faktor sah Klavehn erneut in der Defensive: „Die zweite Halbzeit war wieder unsere Halbzeit. Wir bekommen nur drei Gegentore – das war der Garant dafür, dass wir uns entscheidend absetzen konnten.“ Zusammen mit den beiden Torhüterinnen und zahlreichen Ballgewinnen sei daraus ein schnelles Umschaltspiel entstanden. „Nach der Abwehr waren die Gegenstöße der zweite Schlüssel zum Sieg.“
Mit Blick auf das Finale betonte Klavehn vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung: „Unterschiedliche Spielerinnen setzen unterschiedliche Akzente – genau das ist die Stärke dieser Gruppe. Ich bin sehr stolz darauf, wie die Mannschaft das umsetzt, was wir uns vorgenommen haben.“
Im Endspiel trifft Deutschland auf den Sieger der zweiten Halbfinalpartie zwischen der Schweiz und Ungarn. Unabhängig vom Gegner darf sich die DHB-Auswahl bereits jetzt über den Einzug ins Finale und die erfolgreiche Qualifikation für die U17-Weltmeisterschaft freuen.
Tore Deutschland: Hacker, Skill – Hinz (5), Dudacy (5), Glomb (5), Lueg (4), Sieber (3/3), Lemke (3), Koumtoudji Tchatat (3), Alici (3), Plöhn (2), Lieschke (2), Werum, Nagel, Schwartz, Schneeberger.