Elitekader: Fünf neue Talente im 20er-Pool
Eine U20-Weltmeisterin und drei U18-Europameister neu in der DHB-Eliteförderung
Der Elitekader des Deutschen Handballbundes bekommt zur laufenden Saison 2026/27 neue Potenziale: Fünf Talente wurden von den Bundestrainern im Rahmen der Bundestrainertagung diskutiert und von den beiden Elitementoren Anja Althaus (weiblicher Bereich) und Martin Heuberger (männlicher Bereich) final in den Pool der Eliteförderung nominiert. Insgesamt umfasst der Elitekader mit der Neustrukturierung für die laufende Spielzeit 20 Top-Talente des deutschen Handballs.
„Die ersten Monate nach der Neuaufstellung der Eliteförderung unter der Leitung von Anja Althaus und Martin Heuberger waren sehr gut. Das Duo ist bereits viele Dinge angegangen, damit die Spielerinnen und Spieler gezielt in unterschiedlichen Bereichen begleitet und gefördert werden. Im Januar werden wir beispielsweise im Rahmen der Heim-WM einen zweitägigen Workshop mit dem gesamten Elitekader durchführen“, sagt Ingo Meckes, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes. „Mit der Neustrukturierung tragen wir auch einem wiederholt überragenden Nachwuchssommer Rechnung, wo viele Talente ihr vielversprechendes Potenzial gezeigt haben. Dieses Potenzial wollen wir intensiv fördern. Denn unser Ziel bleibt: Wir wollen unsere größten Talente frühzeitig und individuell bestmöglich auf ihre Karrieren vorbereiten.“
Auf der weiblichen Seite, zu der bisher neun Spielerinnen zählten, kommt Ruslana Litvinov (Buxtehuder SV) neu dazu. Litvinov wurde nach dem Weltmeistertitel der U20-Nationalmannschaft in China zur MVP des Turniers gewählt. Für zwei Top-Talente des weiblichen Elitekaders steht im Dezember zudem das erste A-Nationalmannschaftsturnier auf dem Programm: Farrelle Njinkeu (HSG Blomberg-Lippe) und Ida Petzold (TuS Metzingen) wurden in der vergangenen Woche von Frauen-Bundestrainer Markus Gaugisch in das 16er-Aufgebot für die EHF EURO berufen.
Die Arbeit mit den Spielerinnen des Elitekaders ist ein Herzensprojekt für mich. Ich bin stolz darauf, die Spielerinnen auf ihren Wegen begleiten zu dürfen und für sie da zu sein, wenn sie Fragen zu unterschiedlichen Bereichen haben", sagt Anja Althaus, die neben ihrer Funktion als Elitementorin auch Managerin der Frauen-Nationalmannschaft ist. „Mit Ruslana erweitern wir den weiblichen Bereich mit einer Spielerin mit viel Potenzial Ich freue mich auf die enge Zusammenarbeit mit ihr.“
Im männlichen Bereich stehen gleich vier Talente neu im Elitekader. Mit Toma Gadza (HC Hamburg), Vincent Faciejew (THW Kiel) und Julius Eisend (THW Kiel) gleich drei U18-Europameister aus dem Sommer. Eisend wurde zudem als bester Spieler auf Rückraum links in das All-Star-Team berufen. Das Quartett komplettiert mit Leo Nowak (Füchse Berlin) ein Spieler, der verletzungsbedingt die U18-Europameisterschaft verpasst hatte.
„Die Zusammenarbeit mit den Elitekaderspielern macht mir extrem viel Spaß. Jeder Spieler hat andere Bedürfnisse. Sich darauf einzulassen und gemeinsam zu erarbeiten, was sie brauchen und wollen, finde ich spannend“, sagt Martin Heuberger, ebenfalls U21-Bundestrainer beim Deutschen Handballbund. „Mit Blick darauf freue ich mich auch auf die kommende Zeit mit den vier neuen Elitekaderspielern auf der männlichen Seite. Ihr sportliches Potenzial haben sie alle gezeigt, nun wollen wir – gemeinsam auch mit ihren Vereinen – über die Platte hinausgehend sie ganzheitlich und gezielt in unterschiedlichen Themen begleiten und fördern, wie wir es in den vergangenen Monaten mit den anderen Elitekaderspielern auch gemacht haben und natürlich fortführen werden.“
Die Eliteförderung des Deutschen Handballbundes verfolgt das übergeordnete Ziel, Spielerinnen und Spieler mit besonderem Potenzial noch gezielter auf ihrem Weg in den internationalen Spitzenhandball zu begleiten und sie dabei in ihrer sportlichen sowie persönlichen Entwicklung langfristig zu unterstützen.
Im Mittelpunkt dieser Struktur steht eine noch konsequentere individuelle Förderung der Athletinnen und Athleten. Diese ergänzt die Ausbildung in den Vereinen sowie die Arbeit in den Nachwuchs-Nationalmannschaften. Durch gezielte Trainingsmaßnahmen, Videoanalysen, regelmäßige Entwicklungsgespräche sowie moderne Diagnostikverfahren sollen die Talente bestmöglich begleitet und auf weitere Karriereschritte vorbereitet werden. Ergänzende Bausteine der sportlichen Ausbildung sind spezifisches Athletiktraining, sportpsychologische Unterstützung sowie Angebote zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Gestaltung der dualen Karriere.
Die Eliteförderung ist Teil des umfassenden Leistungssport-Netzwerks des Deutschen Handballbundes. In enger Zusammenarbeit mit Vereinen, Bundestrainern, Heimtrainern, Olympiastützpunkten sowie weiteren Partnern im Spitzensport soll ein Umfeld entstehen, das optimale Bedingungen für die Entwicklung der größten Talente bietet.
Eliteförderung weiblich:
Marie Weiss (Tor, TuS Metzingen, 2004), Chiara Rohr (Linksaußen, HSG Bensheim/Auerbach Flames, 2007), Marlene Tucholke (Rückraum links, HC Leipzig, 2007), Lisa Lammich (Rückraum Mitte, HC Leipzig, 2008), Lara Däuble (Rückraum rechts, Frisch Auf Göppingen, 2006), Aylin Bornhardt (Kreis, Frisch Auf Göppingen, 2006), Ida Petzold (Kreis, TuS Metzingen, 2005), Farrelle Njinkeu (Rechtsaußen, HSG Blomberg-Lippe, 2007), Jana Walther (Rechtsaußen, HC Leipzig, 2007), Ruslana Litvinov (Rückraum Mitte, Buxtehuder SV, 2007)
Eliteförderung männlich:
Finn Knaack (Tor, TUSEM Essen, 2006), Jan Mudrow (Rückraum links, TBV Lemgo, 2007), Linus Schmid (Rückraum links, TVB Stuttgart, 2006), Rasmus Ankermann (Rückraum Mitte, THW Kiel, 2007), Tim Schröder (Kreis, VfL Potsdam / Füchse Berlin, 2006), Julien Sprößig (Rechtsaußen, TVB Stuttgart, 2007), Toma Gadza (Rückraum rechts, HC Hamburg, 2008), Julius Eisend (Rückraum links, THW Kiel, 2009), Vincent Faciejew (Rechtsaußen, THW Kiel, 2008), Leo Nowak (Rückraum links, Füchse Berlin, 2008)