Die U19-Nationalmannschaft holte 2025 EM-Gold. - Foto: Vuk Raicevic
Die U19-Nationalmannschaft holte 2025 EM-Gold. - Foto: Vuk Raicevic

Vier-Jahres-Ranking der EHF: DHB viermal unter den Top4

11.02.2026 | U-Teams

 

Rang zwei für männliche Nachwuchs, „Bronze“ für die Männer, Frauen machen zwei Plätze gut 

Die Männer auf Rang drei, die Frauen Vierter, der männliche Nachwuchs haarscharf an Platz eins vorbei und der weibliche Nachwuchs auf Rang vier geklettert: der Deutsche Handballbund ist in allen vier Kategorien des Vier-Jahres-Rankins der EHF mit Spitzenplätzen vertreten – natürlich vorrangig dank der Erfolge der vergangenen Monate. Vize-Europameister bei den Männern, Vize-Weltmeister bei den Frauen und zweimal Gold für die U19-Mannschaften bei EM (weiblich) und WM (männlich).  

Das EHF-Ranking beinhaltet alle Welt- und Europameisterschaften der Jahre 2023 bis 2026 bei den Männern sowie 2022 bis 2025 bei den Frauen sowie dem männlichen und weiblichen Nachwuchs. Dort wurden allerdings weder die aus deutscher Sicht erfolgreichen EYOF-Turniere noch die männliche U17-WM gewertet, bei denen Deutschland zweimal Gold und einmal Silber gewonnen hatte. 

Die beiden ersten Jahre gingen nur mit der Hälfte der Punktzahl in die Wertung ein, die beiden letzten jeweils mit 100 Prozent. 160 Punkte gibt es für eine Goldmedaille, 144 für Silber, 128 für Bronze und so weiter. Am Ende wird die Gesamtzahl durch vier geteilt. Heißt zum Beispiel bei den Männern: Dänemark bringt dreimal Gold (WM 2023 und 2025, EM 2026) sowie einmal Silber (EM 2024) ein – macht 118 von 120 möglichen Punkten. In drei von vier Kategorien liegt Dänemark auf Platz eins, nur bei den Frauen ist es Norwegen. Dänemarks Männer und Norwegens Frauen halten aktuell alle großen Titel (Olympia, WM und EM) gleichzeitig. 

 

Männer: In der Männer-Wertung ist Frankreich (94 Punkte) trotz Rang sieben bei der aktuellen EM noch Zweiter hinter Dänemark, doch die DHB-Männer (91) liegen nach EM-Silber nur noch drei Punkte dahinter – der Abstand von Wolff & Co. zu Dänemark beträgt aber 27 Punkte. „Die Mannschaft von Alfred Gislason hat auch ohne Titel eine hohe Konstanz an den Tag gelegt. Wer Silber bei Olympia und Europameisterschaft gewinnt, hat den dritten Platz im Nationenranking absolut verdient“, sagt DHB-Sportvorstand Ingo Meckes. Neuer Vierter in diesem Ranking ist Kroatien – dank WM-Silber 2025 und nun EM-Bronze – mit 85 Punkten, vor Portugal, Schweden, Island, Ungarn und Norwegen. Spanien ist aus den Top 11 herausgerutscht, wurde von Slowenien überholt. 

EHF-Vierjahres-Rangliste Männer 2023 - 2026: 

1. Dänemark – 118 Punkte 

2. Frankreich – 94 Punkte  

3. Deutschland – 91 Punkte 

4. Kroatien – 86 Punkte 

5. Portugal – 76,5 Punkte 

 

Frauen: Bei den Frauen liegt Norwegen mit ebenfalls sensationellen 118 Punkten an der Spitze – nach dreimal Gold (WM 2023 und EM 2022 und 2024 und Einmal WM-Silber 2023) – dort beträgt der Abstand auf den Zweiten Dänemark 20 Punkte und auf den Dritten Frankreich (Weltmeister 2023) 21 Punkte. Gleich zwei Plätze hat die DHB-Auswahl dank WM-Silber 2025 übersprungen, liegt jetzt mit 85 Punkten vor den Niederlanden (83), Ungarn (76) und Montenegro (72). „Bei den Frauen und auch im weiblichen Nachwuchs haben wir uns sehr verbessert, speziell im letzten Jahr. Nun gilt es, diesen Platz unter den Top4, der absoluten Weltklasse, zu festigen“, meint Meckes.  

EHF-Vierjahres-Rangliste Frauen 2022-2025:  

1. Norwegen – 118 Punkte 

2. Dänemark – 98 Punkte 

3. Frankreich – 97 Punkte 

4. Deutschland – 85 Punkte 

5. Niederlande – 83 Punkte 

 

Weiblicher Nachwuchs: Auch im weiblichen Nachwuchs hat der DHB Punkte und Plätze gut gemacht – vor allem natürlich durch EM-Gold der U19 im Sommer 2025. Mit 84,5 Punkten sind weibliche Jugend und Juniorinnen nun Vierter, hinter Dänemark (105,5 Punkte dank viermal Silber und einmal Bronze seit 2022), Ungarn (101,5) und Frankreich (95,75, zweimal Gold). 

EHF-Vierjahres-Rangliste weiblicher Nachwuchs 2022-2025:  

1. Dänemark – 105,5 Punkte 

2. Ungarn – 101,5 Punkte 

3. Frankreich – 95,75 Punkte 

4. Deutschland – 84,5 Punkte 

5. Spanien – 74,25 Punkte 

 

Männlicher Nachwuchs: Angesichts der zahlreichen Medaillen des vergangenen Sommers (U19-Weltmeister, U17-Weltmeister, EYOF-Zweiter) wäre der erste Platz für den männlichen DHB-Nachwuchs nicht überraschend gewesen. Aber im Durchschnitt der vergangenen vier Jahre liegt Dänemark (106,5 Punkte) hauchdünn mit 3,5 Punkten Vorsprung vor dem DHB-Nachwuchs (103), auch weil dort nur die Turniere der U18 bis U21 gewertet werden. Dritter ist Spanien vor Portugal. „Im männlichen Nachwuchs sind wir gewohnt stark, die vier Topnationen sind konstant oben zu finden. Für die Zukunft haben wir sehr starke Jahrgänge, daher gehe ich fest davon aus, dass wir auch oben bleiben werden“, sagt Meckes. Erstmals haben es die Färöer in diesem Ranking als Zehnter unter die Top 10 geschafft und damit sogar Frankreich hinter sich gelassen. 

EHF-Vierjahres-Rangliste männlicher Nachwuchs 2022-2025: 

1. Dänemark – 106,5 Punkte 

2. Deutschland – 103 Punkte 

3. Spanien – 100 Punkte 

4. Schweden – 95,75 Punkte 

5. Portugal – 86,5 Punkte