34:29-Sieg bei sehr guter Standortbestimmung
DHB-U18 gewinnt ersten Test gegen die Schweiz
Weniger als eine Woche vor Beginn der U18-Europameisterschaft in Serbien hat die deutsche Nationalmannschaft ihr erstes von zwei Testspielen gegen die Schweiz mit 34:29 (16:13) für sich entschieden und sich damit eine weitere Portion gutes Gefühl für das Turnier auf dem Balkan geholt. „Das war eine sehr gute Standortbestimmung gegen einen spielstarken Gegner“, sagte U18/U19-Bundestrainer Erik Wudtke nach der Partie in der mit 600 Zuschauern ausverkauften Pfaffenau-Halle im hessischen Biblis.
Auch wenn die DHB-Auswahl in den ersten Minuten einem Rückstand hinterherlief (1:3, 2:5), sah Wudtke schon in dieser Phase eine starke Abwehrarbeit seines Teams und eine überzeugende Torhüterleistung von Tobias Dengler, der schon nach zwölf Minuten bei vier Paraden stand. „Wir haben gut verteidigt. Es war nur eine Frage der Zeit, dass wir unsere einfachen technischen Fehler abstellen und unseren Rhythmus finden", sagte der Bundestrainer. Genau so kam es. Kalle Gaugisch fand mit starken Eins-gegen-Eins-Aktionen die Sollbruchstelle auf der rechten Schweizer Abwehrseite und stellte so den Anschluss her. Als Dengler in Überzahl ins leere Tor traf und Moritz Detlefsen vom Kreis nachlegte, lag der U17-Weltmeister von 2025 erstmals in Führung (6:5, 12.). Deutschland fand seinen Flow und kam mit der klaren Absicht, das Tempo hochzuhalten immer häufiger zum Erfolg.
In den Minuten vor der Pause gelang der erste deutlichere Lauf. Linkshänder Toma Gadza erzielte einen Hattrick - einmal per Gegenstoß, einmal von Rechtsaußen, einmal über die Mitte kommend - zum 16:13-Pausenstand. Diese Differenz hatte bis gegen Mitte der zweiten Halbzeit bestand, dann folgte der nächste DHB-Spurt. Der Schweizer Trainer Predrag Milicic wollte seine Mannschaft in der Auszeit gerade auf die deutsche 6:0-Deckung vorbereiten, allerdings passte Wudtkes Idee, danach mit der 5:1-Formation zu agierte, gar nicht dazu. Jetzt ging's ruckzuck. Zwischen dem 22:17 durch Julius Eisend, der auf der vorgezogenen Position stark agierte und einige Steals verzeichnete, und dem 24:17 durch Finn Meißner lagen nur 27 Sekunden. „Damit war das Spiel für die Schweiz gelaufen", merkte Wudtke an, der über 60 Minuten hinweg die Einsatzzeiten auf viele Schultern verteilte. „Wir haben zahlreiche Talente, und heiß sind die Jungs im Nationaltrikot sogar immer", ergänzte der Bundestrainer, dass auch die verletzungsbedingten Ausfälle der potenziellen EM-Fahrer Tim Thielicke, Leo Nowak und Linus Leitz gut kompensiert werden können.
Am Samstag steht das Rückspiel gegen die Schweiz. Die EM-Generalprobe in Gelnhausen beginnt um 19.30 Uhr und ist im Livestream auf www.handball.net zu sehen.
Deutschland: Tobias Dengler (1), Tjorven Knackstedt - Anton Kracht, Mats Brigzinsky, Claudius Beuthner (3), Julius Pöthke (1), Finn Meißner (2), Kalle Gaugisch (6/2), Vincent Faciejew (6/1), Elvis Kretzschmar, Lenn Strobel (3), Julius Eisend (3), Finn Meißner (3), Toma Gadza (3), Malte Elze (2), Constantin Minning (1), Frederik Detlefsen (4).
Schiedsrichter: Lukas Schwarzmeier/Bela Stewen.
Zuschauer: 600 in Biblis.
Zeitstrafen: Deutschland 3 - Schweiz 4.
Siebenmeter: Deutschland 3/3 - Schweiz 3/0.