Trauer um Michael Giehrl
Ehemaliger DHB-Vizepräsident im Alter von 82 Jahren gestorben
Der deutsche Handball trauert um Michael Giehrl. Der ehemalige Vizepräsident des Deutschen Handballbundes starb am 7. September im Alter von 82 Jahren in Metzingen.
Giehrl, im beruflichen Leben leidenschaftlicher Pädagoge und unter anderem Rektor der Riedericher Gutenberg-Schule, wurde auf dem Bundestag 2002 in Celle zum DHB-Vizepräsidenten Ausbildung und Lehre gewählt und auf dem Bundestag 2005 in Würzburg bestätigt. 2008 in Hamburg stellte er sich nicht erneut zur Wahl.
In seiner Zeit kümmerte er sich auch besonders um den Beachhandball gekümmert. Für seine Verdienste um den Handballsport wurde ihm am 20. April 2002 die Goldene Ehrennadel des DHB verliehen.
In den Strukturen des Sports galt Giehrl als Netzwerker mit viel Erfahrung und der Bereitschaft, mit Menschlichkeit und fachlicher Kompetenz Verantwortung zu übernehmen. Seine Arbeit im Sport war eng mit seinem beruflichen Selbstverständnis als Pädagoge verbunden. Junge Menschen zu fördern, ihnen Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen und Verantwortung zu übertragen - das zog sich wie ein roter Faden durch sein Leben.
Bereits ab 1974 vertrat er die Handballjugend in den Gremien der Württembergischen Sportjugend bei und brachte als Mitglied des Sportjugendausschusses die Sichtweisen und Erfahrungen des Handballverbands Württemberg in die überfachliche Jugendarbeit ein. Er arbeitete zudem im WSJ-Fachausschuss „Sportliche Jugendarbeit“ mit und gehörte dem Sportjugendvorstand der WSJ an.
Er war kommissarischer Vorsitzender des Jugendausschusses des Handballverbands Württemberg und stand von 1999 bis 2002 als Präsident an dessen Spitze. Zudem gehörte Michael Giehrl 1993 zu den Gründungsmitgliedern des Instituts für Sportgeschichte e. V.