Spielmacherin Fine Stenzel blickt zuversichtlich auf die Hauptrunde voraus: „Wir haben es in der eigenen Hand, die Situation wieder zu drehen." - Foto: Kolektiff
Spielmacherin Fine Stenzel blickt zuversichtlich auf die Hauptrunde voraus: „Wir haben es in der eigenen Hand, die Situation wieder zu drehen." - Foto: Kolektiff

Smits: Genau diese Spiele bringen uns weiter

02.08.2026 | Verband

 

Weibliche U18 trifft in der WM-Hauptrunde auf Montenegro und die Niederlande

Sonntagvormittag im Teamhotel der weiblichen U18-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Rumänien: Während sich Bundestrainer Gino Smits und Spielmacherin Fine Stenzel vom SV Neubrandenburg beim Medientermin den Fragen der Journalisten stellen, arbeitet die Mannschaft das am Samstag mit 24:27 verlorene letzte Vorrundenspiel gegen Spanien auf. Stenzel stößt mit ein paar Minuten Verspätung dazu. „Die Mädels schauen sich das Video an, um zu erkennen, was sie gut gemacht, wie häufig sie diese Aktionen abgerufen haben und was aus welchen Gründen nicht funktioniert hat. Es geht darum, Fehler zu erkennen und draus zu lernen. Etwas anders zu machen, um erfolgreich zu sein. Ich bin mir sicher, dass wir aus dieser Analyse einiges mitnehmen“, sagt Smits.

Der Tag nach dem Spanien-Spiel ist der Tag vor dem ersten von zwei Hauptrundenspielen. Am Montag und Dienstag trifft die DHB-Auswahl jeweils ab 17.30 Uhr deutscher Zeit (live bei DYN) auf Montenegro und die Niederlande – die beiden Erstplatzierten aus Gruppe D. „Es werden zwei Endspiele. Wir müssen ein paar Sachen besser machen, um die nächste Runde zu erreichen“, weiß Smits. Gegen Spanien habe die Mannschaft in der ersten Halbzeit in der Abwehr noch mit angezogener Handbremse agiert, sie sei im Angriff zu hektisch gewesen und habe nach einer guten Phase im zweiten Abschnitt nicht die Ruhe gehabt, um zwei Punkte in die Hauptrunde mitzunehmen.

Genauso wie gegen Spanien erwartet der Bundestrainer auch gegen Montenegro und die Niederlande zweimal Augenhöhe. Bis zum Anwurf, das versichert Fine Stenzel, ist die Enttäuschung über die Niederlage am Samstag wieder komplett verschwunden. „Wir wandeln diese im Team in ganz viel Wille um. Wir haben es in der eigenen Hand, die Situation wieder zu drehen.“

Gegen den EM-Dritten von 2025 aus Montenegro stellt sich die deutsche Mannschaft auf einen robusten Gegner ein. „Wir treffen auf einige Kampfmaschinen, gegen die es manchmal auch weh tut“, blickt Smits voraus. „Schlau spielen und mit gutem Laufspiel der Härte aus dem Weg gehen“, zeichnet Stenzel einen möglichen Weg vor. Gegen die Niederlande testete die deutsche Mannschaft in den letzten beiden Vorbereitungspartien vor der EM und gewann zweimal. „Da hatte die Niederlande noch nicht ihren Rhythmus. Bei der EM haben sie sich mit dem Sieg gegen Portugal gutes Selbstvertrauen geholt“, beobachtete Smits. Genau diese Spiele stuft er in der Bedeutung für die weitere Entwicklung der Spielerinnen als enorm wichtig ein. „Das sind die Spiele, auf die wir uns freuen und die wir brauchen. Aus ihnen lernt man am meisten. Eine Entwicklung auf diesem Niveau schaffst du nur, wenn du viele solche Begegnungen hast. Wir werden sie am Montag und Dienstag mit heißem Herz und kühlem Kopf angehen. Wir werden beides brauchen“, ist sich der DHB-Coach sicher.