Amelie Möllmann wirft aufs Tor.

„Dass unser Sport auch außerhalb der Bubble anerkannt wird, freut uns sehr“

20.06.2026 | Beachhandball

Isabel Kattner und Amelie Möllmann vor der WM in Kroatien

Bereit für das nächste Highlight: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft tritt bei der Beachhandball-Weltmeisterschaft in Kroatien als Titelverteidiger an – wie so oft in den vergangenen Jahren. Doch auch dieses Turnier wird wieder etwas ganz Besonderes, wie Isabel Kattner und Amelie Möllmann vor dem Start am kommenden Dienstag (23. Juni) bekräftigten.

Es ist schon eine irre Geschichte, die das Frauen-Team in den vergangenen Jahren geschrieben hat. 2022 und 2024 krönte sich die Mannschaft von Bundestrainer Alexander Novakovic zu Weltmeisterinnen, 2021 und 2023 gab es auch den Europameister-Titel. Die World Games gewann die DHB-Auswahl 2022 – und vor einer Woche qualifizierten sich die Frauen mit dem Sieg bei der IHF Global Tour in Polen auch für das Finale im November in Brasilien. „Dort konnten wir noch einmal Wettkampfpraxis sammeln – und der Sieg bringt natürlich zusätzlichen Rückenwind“, beschrieb Rechtsaußen Amelie Möllmann bei einer Medienrunde in Ismaning.

Generell sieht Möllmann den Start ins Jahr 2026 positiv. „Wir hatten in diesem Jahr früh die Chance auf Wettkämpfe mit einem Lehrgang in Ungarn im März, der Maßnahme in Frankreich im April und nun mit dem Turnier in Polen.“ Bei einer solchen Erfolgsserie gilt man naturgemäß in Sportkreisen als Favorit, Titel werden aber keineswegs zur Selbstverständlichkeit – alles muss sich immer wieder aufs Neue hart erarbeitet werden.

Ein Lied davon kann auch Isabel Kattner singen, die nun beim Turnier in Zagreb eine ganz persönliche Marke erreichen kann: Als zweite deutsche Beachhandball-Nationalspielerin überhaupt kann sie ihr 100. Länderspiel bestreiten. „Das ist eine große Ehre für mich“, bekräftigte Kattner. „Diese Zahl zeigt, wie viel Erfahrung ich über mehrere Jahre auf höchstem Niveau sammeln konnte und dass ich lange von Verletzungen verschont geblieben bin.“

In erster Linie geht es ihr wie auch allen anderen Spielerinnen im deutschen Kader aber um den gemeinsamen Erfolg. Und hierfür soll der Weg gleich in der Vorrunde mit Siegen gegen Vietnam, Uruguay und die Niederlande geebnet werden. „Die Niederlande sind stark aufgestellt und entwickeln sich jedes Jahr beständig weiter“, mahnte Kattner. „Und in der Hauptrunde könnten Teams wie Spanien, Kroatien oder Norwegen auf uns warten.“ Als großen Vorteil sieht sie dabei die Entwicklung der Mannschaft – trotz der Erfolge – über die vergangenen Jahre: „Jeder weiß, wer was macht – und wir konnten Jahr für Jahr unser System und die Taktik verändern und verbessern.“

Nicht zuletzt auch durch die anhaltende Erfolgsgeschichte der deutschen Frauen ist der Beachhandball hierzulande einem stetig wachsenden Publikum präsent. Nun überträgt der Sportsender DYN die Beachhandball-WM. „Wir kennen noch Zeiten, wo alles unter dem Radar lief und es deutlich schlechtere Bedingungen fürs Training und die Spiele gab“, erinnerte sich Möllmann. „Dass unser Sport nun auch außerhalb der Beachhandball-Bubble anerkannt und unterstützt wird, freut uns Aktive natürlich umso mehr und ist ein schöner Lohn für die harte Arbeit der vergangenen Jahre.“

Die Spiele der Beachhandball-Europameisterschaft werden live bei DYN gezeigt.