Die Freude ist zurück auf der deutschen Bank: Die DHB-Auswahl setzte sich bei der WM verdient gegen Slowenien durch. - Foto: Kolektiff
Die Freude ist zurück auf der deutschen Bank: Die DHB-Auswahl setzte sich bei der WM verdient gegen Slowenien durch. - Foto: Kolektiff

Deutschland landet mit mehr Überzeugung klaren Sieg gegen Slowenien

06.08.2026 | U-Teams

 

DHB-Team spielt am Freitag gegen Südkorea um Platz 13

Nach der sieglos verlaufenen Hauptrunde bei der U18-Weltmeisterschaft haben die Mädels des Deutschen Handballbundes im rumänischen Mioveni zurück in die Erfolgsspur gefunden. In der Platzierungsrunde um die Ränge 13 bis 16 besiegte das DHB-Team am Donnerstagvormittag zu ungewohnt früher Spielzeit Slowenien mit 33:24 (17:12). Am Freitag endet das Turnier für die Mannschaft von Gino Smits somit mit dem Spiel Platz um 13 gegen Südkorea, das um 10.45 Uhr beginnt und live bei DYN zu sehen ist. Südkorea setzte sich gegen Schweden mit 29:25 durch. „Wir haben heute gesehen, wie wir spielen können, wenn der Gegner nicht so körperlich agiert. In Zukunft geht es darum, die Entwicklung da hinzubringen, dass wir so gegen die stärkeren Teams auftreten“, sagte der Bundestrainer. „Ich freue mich, dass wir nach dem Spiel wieder unser Siegeslied singen konnten. Die Stimmung in der Kabine war sehr gut.“

„Wir wollen bis zur letzten Sekunde alles geben und jede Erfahrung bei diesem wichtigen Turnier mitnehmen“, machte Smits deutlich. Das setzte sein Team auf der Platte besser als zuletzt gegen die Niederlande um. Die Anfangsphase gehörte zunächst noch Slowenien. Auch wegen einer frühen Zeitstrafe gegen Adele Kasper gerieten die Weiß-Schwarzen mit 2:4 ins Hintertreffen. Ein paar einfache Pass- und Fangfehler zu viel hemmten das Spiel bis zum 6:9 (15.). Fine Stenzel, Luna Külker, die mit sechs Toren zur Spielerin des Spiels gewählt wurde, und Janne Overbeck drehten anschließend in Überzahl auf und das Ergebnis. Die Überzeugung wuchs, die Abwehr steigerte sich, Marlene Wagner entschied das Torhüterinnen-Duell für sich und im Angriff ging von deutlich mehr Positionen als zuletzt Torgefahr aus. Vier Treffer in Folge durch Meggan Rusko, Adele Kasper, Hannah Walther und Pia Kastner sowie ein von Marlene Wagner parierter Siebenmeter verliehen Deutschland in der Endphase der ersten Halbzeit Sicherheit und einen erstmalig deutlichen Vorsprung von 17:12.

Schlüsselszene zu Beginn der zweiten Häfte: Innerhalb weniger Sekunden kassierten Rusko und Katlyn Reymann Zeitstrafen. Trotz dieser doppelten Unterzahl behauptete sich Kasper am Kreis und setzte mit dem Treffer zum 23:16 ein weiteres Zeichen, dass die deutsche Mannschaft an diesem Tag auch schwierige Situationen meistern kann. Von der Bank kamen ebenfalls neue Einflüsse. Jule-Marie Jördens traf unmittelbar nach ihrer Einwechslung zum 24:17 (39.). Auch den slowenischen Auszeit-Effekt wehrte Deutschland gekonnt ab. Rusko und Co. bauten das Polster wieder aus, sodass der deutliche Sieg ungefährdet war.

Das Spiel des Smits-Teams machte in vielen Bereichen Fortschritte. Zwölf technische Fehler waren deutlich weniger als in der Hauptrunde, 69 Prozent Wurfquote dafür mehr, und mit sieben Kontertoren ging auch über den Gegenstoß einiges, während der der eigene Rückzug keinen einzigen Alleingang der Sloweninnen zuließ.

Deutschland: Wagner, Willuhn – Lehmann (1), Walther (1), Kastner (1), Rusko (6), Stenzel (4/3), Jördens (4), Hofer (1), Reymann (1), Kugler, Kasper (4), Külker (6), Overbeck (4), Schatton.
Schiedsrichterinnen: Mihaela Chiruta/Georgiana Murariu (Rumänien).
Zeitstrafen: Deutschland 5 – Slowenien 3.
Siebenmeter: Deutschland 5/3 – Slowenien 4/3.