„Letztes Jahr waren wir Jäger, nun sind auch wir die Gejagten“
Hendrik Prahst und Robin John schauen auf die WM
Das Kribbeln beginnt: Am kommenden Dienstag (23. Juni) beginnt in Zagreb die Beachhandball-Weltmeisterschaft. Kurz vor der Abreise nach Kroatien haben Hendrik Prahst und Robin John Einblicke ins Teaminnere gewährt und die Vorfreude auf das Turnier in Worte gefasst.
Als Kapitän und Spezialist werden Robin John im Trikot der deutschen Männer-Nationalmannschaft gleich mehrere besondere Rollen zuteil. Im vergangenen Sommer erlebte er mit der DHB-Auswahl mit dem Gewinn der Europameisterschaft und dem Sieg bei den World Games gleich zwei absolute Höhepunkte – wohlwissend, dass sich damit auch der Blick aufs deutsche Team verändert. „Letztes Jahr waren wir Jäger, nun sind wir in gewisser Weise selbst die Gejagten“, beschrieb John bei einer Medienrunde in Ismaning. „Alle werden den Europameister und World-Games-Champion schlagen wollen – aber dieses Gefühl gibt uns gleichzeitig Selbstvertrauen.“
Die Aufmerksamkeit im Allgemeinen ist ein Punkt, den Hendrik Prahst dabei durchaus positiv sieht. Denn nicht zuletzt durch das gesteigerte Medieninteresse – der Sportsender DYN wird die WM in Kroatien übertragen – ist Beachhandball als Sportart bekannter geworden. „Viele Freunde und Bekannte sprechen einen an. Auch diejenigen, die sonst ausschließlich mit dem klassischen Hallenhandball vertraut sind“, verriet der Abwehrspieler der deutschen Männer, der Vergleiche mit den Hallen-Abwehrcracks Oliver Roggisch und Tom Kiesler „ehrenwert“ findet: „Bei Olli passt der Vergleich in Sachen Emotionalität im Spiel sicher gut, bei Tom ist es die Athletik, die auch im Sand unabdingbar ist.“
Aktuell weilt das Duo in Ismaning, um sich in einem abschließenden Lehrgang – gemeinsam mit Argentinien – auf die WM vorzubereiten. Kuriosität dabei: Die Südamerikaner sind zugleich Auftaktgegner in einer Gruppe mit Brasilien und Italien. „Beide Teams standen sich hier in den vergangenen Tagen schon gegenüber, aber sicher nicht mit derselben Intensität wie am kommenden Dienstag“, vermutete John. Und mit Blick auf die Schwere der Gruppe ergänzte Prahst: „Uns war bei der Auslosung bereits klar, dass wir in jedem der drei Spiele zu 120 Prozent da sein müssen, weil das alles Topteams sind. Wir werden Vollgas geben und dürfen nie nachlassen.“
Die Spiele der Beachhandball-Europameisterschaft werden live bei DYN gezeigt.