Das Team von Bundestrainer Erik Wudtke bleibt damit weiterhin ungeschlagen bei der EHF EURO 2026. - Foto: Dusan Sandic

Mit 45 Treffern zum Gruppensieg

01.08.2026 | U-Teams

U18-EM: Deutschland feiert Torspektakel gegen die Türkei

Nach 48 Treffern zum Start gegen Italien nun 45 Treffer zum Vorrundenabschluss gegen die Türkei: die deutsche Mannschaft entpuppt sich bei der U18-Europameisterschaft in Serbien als wahre Tormaschine. Mit dem 45:23-Erfolg gegen die chancenlosen Türken am Samstag in Belgrad sicherte sich das Team von Bundestrainer Erik Wudtke den Sieg in Gruppe B mit nun 5:1 Punkten. Vor dem finalen Duell zwischen Serbien und Italien hat die DHB-Auswahl eine um 35 Treffer bessere Tordifferenz im Vergleich zu den Gastgebern, die sich am Donnerstag ein 27:27 gegen Deutschland erkämpft hatten.

„Für uns war es erstens nach dem Remis wichtig, dass wir den Sieg geholt haben und zweitens, dass sich die Mannschaft ein gutes Gefühl für die anstehenden Aufgaben geholt hat“, sagte Wudtke: „Wir haben gezeigt, dass wir aggressiver und härter verteidigen können, so haben wir viele technische Fehler bei den Türken provoziert und konnten früh die Weichen Richtung Sieg stellen, dank des komfortablen Vorsprungs.“

Nach dem spielfreien Sonntag geht es für das Team um Kapitän Malte Elze am Montag und Dienstag in der Hauptrunde weiter gegen Slowenien und Frankreich – in welcher Reihenfolge und welcher Gegner wie viele Punkte mitnimmt, entscheidet sich später im direkten Duell der Topteams aus Gruppe A. Auch die Anwurfzeiten stehen erst nach Abschluss aller Vorrundengruppen fest. Die Sieger und Zweitplatzierten der vier Hauptrundengruppen ziehen ins Viertelfinale ein, das kommenden Donnerstag ausgespielt wird.

Für Bundestrainer Wudtke warten nun zwei echte Brocken auf sein Team: „Für Frankreich und Slowenien gilt: das sind schon echte Männer, sie spielen Männerhandball mit Physis, Härte, Emotionalität und Intensität. In beiden Partien müssen wir ordentlich dagegenhalten. Wir müssen versuchen, mit Technik und Taktik die körperliche Unterlegenheit zu kompensieren und sehr variabel spielen. Das wird eine neue Erfahrung für die Mannschaft sein. Aber natürlich ist es unser Ziel, beide Spiele zu gewinnen. Definitiv sind das zwei tolle Möglichkeiten für unsere Spieler, um zu lernen, das macht diese internationalen Vergleiche so wertvoll.“

Gegen die Türkei zeigte die deutsche Mannschaft die erhoffte Reaktion. Nach acht Minuten und drei frühen Elze-Treffern führte die DHB-Auswahl bereits 7:2, in ihrer stärkten Phase verkürzte die Türkei zwar noch einmal auf 6:8, aber dann nahm der deutsche Angriff wieder Fahrt auf. Aus einer guten Abwehr heraus, erspielte sich das Team viele Treffer aus dem Tempospiel. Nach einem Doppelschlag von Lenn Strobel führte die Wudtke-Mannschaft nach 23 Minuten beim 18:8 erstmals zweistellig, ging mit einem 22:10 in die Pause.

Die Türkei war auch nach dem Seitenwechsel kein Gradmesser für die DHB-Auswahl, die trotz zahlreicher Wechsel ihr Spiel fortsetzte und den Vorsprung kontinuierlich ausbaute. Alle SApieler bekamen wieder ihre Einsatzzeiten. In den letzten sieben Spielminuten ließ Deutschland keinen Gegentreffer mehr zu und machte aus einem 37:23 ein 45:23. Beste deutsche Werfer waren Vincent Faciejew (THW Kiel), der nach zehn Toren auch als bester DHB-Spieler ausgezeichnet wurde, sowie Finn Meißner (SG Pforzheim/Eutingen) mit acht Toren.

In Belgrad: Deutschland – Türkei 45:23 (22:10)

Deutschland: Tobias Dengler (THW Kiel), Tjorven Knackstedt (VfL Eintracht Hagen); Mats Brigzinsky (SC Magdeburg), Moritz Detlefsen (SG Flensburg-Handewitt/1), Claudius Beuthner (THW Kiel/3/1), Julius Pöthke (TSV Burgdorf/3), Finn Meißner (SG Pforzheim/Eutingen/8), Kalle Gaugisch (JSG Balingen-Weilstetten/2), Vincent Faciejew (THW Kiel/10/4), Elvis Ernesto Kretzschmar (SC

Magdeburg/1), Lenn Strobel (JSG Balingen-Weilstetten/6), Julius Eisend (THW Kiel/1), Toma Gadza (HSV Hamburg/1), Malte Elze (SC Magdeburg/3), Constantin Minning (SG Flensburg-Handewitt), Tim Löhr (Rhein-Neckar Löwen/6) – bester Werfer Türkei: Mehmet Tan (5)

Schiedsrichterinnen: Elsaied/Elsaied (Ägypten) - Zeitstrafen: Deutschland 6 Minuten, Türkei 0 Minuten, Siebenmeter: Deutschland 6/5 – Türkei 2/0

Deutsche EM-Vorrundenspiele in Gruppe B in Belgrad:

Deutschland - Italien 48:26 (25:13)

Deutschland – Serbien 27:27 (14:14)

Deutschland – Türkei 45:23 (22:10)