Weibliche U16 wird zum ersten Mal Weltmeister. | Foto: kolektiff
Weibliche U16 wird zum ersten Mal Weltmeister. | Foto: kolektiff

U16w gewinnt Weltmeistertitel in Marokko

24.10.2026 | U-Teams

 

Beim Remake des European Open Finales aus dem Sommer, behauptet sich die weibliche U16 erneut gegen Ungarn und gewinnt die Weltmeisterschaft in Marokko mit 37:32 (17:15).

Der Beginn der Partie gestaltete sich sehr offen, bei dem sich keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. In der siebten Minute erhielt Mariella Koumtoudji Tchatat eine zwei Minuten Zeitstrafe. Die DHB-Auswahl kam in der Unterzahl zum Torerfolg und bekam in der Abwehr lediglich ein Gegentor, sodass man mit einem 1:1 aus der Unterzahl ging.

Zwischenzeitlich lag die Mannschaft von Bundestrainer Gino Smits mit 6:8 hinten, verkürzte jedoch in der 18. Spielminute auf ein 9:10. Ein anschließender vergebener Siebenmeter der Ungarn ermöglichte es der Mannschaft wieder gleich zu ziehen. Ab der 23. Minute ging die Mannschaft mit 13:12 erneut in Führung und konnte diese auch ab diesem Zeitpunkt auf ihrer Seite behalten. In der Abwehr agierte die Mannschaft von Bundestrainer Gino Smits mit einer offensiven Variante auf den Halbpositionen und zwang die Gegner somit in ein Zeitspiel, jedoch ohne Torerfolg.

Beim Halbzeitstand von 17:15 war die deutsche Auswahl bereits bei einer Wurfquote von 71%. In Halbzeit zwei löste Mercy Hacker Jana Skill im Tor ab, die sich bereits mit einigen guten Paraden präsentieren konnte. Die starke Defensive, sowie Hacker, trugen zu einer vier-Tore-Führung bei. Gegen Ende des Spiels konnte die Mannschaft ihre Führung gar auf sechs Tore ausbauen, ehe die DHB-Auswahl in der letzten Spielminute auf den finalen Spielstand von 37:32 stellen konnte. Beste Werferin und Spielerin des Spiels war Romy Sieber mit acht Toren. Dahinter kamen Nika Lemke, Taya Nagel und Janne Uthmann jeweils auf fünf Treffer.

"Wir freuen uns unglaublich, dass wir den Titel geholt haben und das auch verdient. Dennoch ein großes Kompliment an Ungarn, die uns alles abverlangt haben", sagte Smits. "Wir haben die Abwehr im Laufe des Spiels wieder gesteigert und konnten so den Abstand vergrößern. Es war eine tolle Reise mit den Mädels und die letzten beiden Spiele hatten wir zwei sehr starke Gegner mit Aufgaben und das haben die Spielerinnen überragend gelöst. Wir werden diesen Titel feiern." 

Ingo Meckes, Vorstand Sport des DHB, gratuliert der Mannschaft zum gewonnenen Weltmeistertitel: „Ich gratuliere der Mannschaft und dem gesamten Staff um Bundestrainer Gino Smits herzlich zur Goldmedaille. Die Mannschaft hat sich nach lösbaren Aufgaben in der Vorrunde in den entscheidenden Spielen gesteigert und ihre besten Leistungen gezeigt, das spricht für eine gute Mentalität und Qualität der Spielerinnen. Dass wir nach dem U17 WM-Titel des männlichen Nachwuchses jetzt auch im weiblichen Nachwuchs in der jüngsten Altersklasse die Goldmedaille gewonnen haben, ist ein starkes Statement. Gleichzeitig sind diese Erfolge auch ein mittel- und langfristiger Auftrag für alle Seiten, in dieses Potenzial der Spielerinnen und Spieler Zeit und Energie zu investieren. Das wollen wir als Deutscher Handballbund bei den weiblichen Talenten auch mithilfe der Bundesstützpunkte, die wir ab 2027 in Leipzig und Stuttgart sowie in einem späteren Verlauf noch im Norden und Westen aufbauen wollen, weiter forcieren – und das auch gemeinsam mit den Vereinen.“

Ein besonderes Bonbon gab es noch im Rahmen der Siegerehrung: Gleich drei DHB-Talente wurden in das All-Star-Team der WM gewählt: Mercy Hacker als beste Torhüterin, Nora Lueg als beste Rechtsaußen und Taya Nagel als beste Spielerin auf Rückraum rechts. 

Deutschland: Mercy Hacker, Jana Skill – Carlotta Werum, Mia Hinz, Nora Lueg (4/2), Noemi Kamen, Alina Mangold (1), Romy Sieber (8/4), Tilda Plöhn, Nika Lemke (5), Paulina Glomb (1), Taya Nagel (5), Mariella Koumtoudji Tchatat (4), Azelya Alici (4), Emma Schneeberger, Janne Uthmann (5).
Schiedsrichter: Mathilde Cournil (Frankreich) / Achraf El Mouniri (Marokko) / Line Welin (Schweden).
Zeitstrafen: Deutschland: 3 - Ungarn: 6
Siebenmeter: Deutschland 6/7 – Ungarn 4/5