Versöhnlicher Abschluss mit Tempo und vielen Toren
34:26 gegen Südkorea: U18 beendet WM auf Platz 13
Die U18-Weltmeisterschaft ist für die deutsche Mannschaft seit Freitag, kurz nach der Mittagsstunde deutscher Zeit beendet. Bevor in Pistesi am Wochenende die Medaillenspiele anstehen, entschied die DHB-Auswahl ihren Turnierabschluss gegen Südkorea mit 34:26 (20:16) für sich und belegt somit Platz 13 im Abschlussklassement. „Wir hätten uns natürlich mehr gewünscht. Das tut mir leid für die Mädels. Aber wir haben aus vielen Sachen im Laufe des Turniers gelernt und sie in den Platzierungsspielen gegen Slowenien und Südkorea besser gemacht. Diese beiden Siege zum Abschluss tun gut“, zog Bundestrainer Gino Smits seine Abschlussbilanz nach vier Siegen und drei Niederlagen.
Zum Abschluss wartete gegen Südkorea noch einmal eine unangenehme Aufgabe mit „Ameisenhandball“ – hohem Tempo und viel Gewusel. Dass Deutschland gegen die flinken Asiatinnen im Eins-gegen-Eins gut aussah, gefiel Smits. Auch gegen die Versuche aus neun Metern hielt sich das DHB-Team fast schadlos. Kaum ein Rückraumwurf zischte an Deckung sowie den Torhüterinnen Marlene Wagner und Lotta Willuhn vorbei. „Probleme hatten wir vor allem, wenn unsere Abwehr durch die Kreisläuferin hinterlaufen wurde“, analysierte der Bundestrainer. „Aber auch das haben wir in der zweiten Halbzeit besser unter Kontrolle bekommen.“
Südkorea zeigte sich im ganzen Turnierverlauf torhungrig, aber auch fehleranfällig. Viele Ballverluste in den ersten Minuten halfen dem Smits-Team schon nach drei Minuten mit 4:0 zu führen. Mit Eunyool Cho erhöhte der Gegner seine Torgefahr und blieb dran. Weil Luna Külker und Meggan Rusko, die Spielerin des Spiels, ab der 20. Minute noch einmal zulegten, erhöhte Deutschland von 11:9 auf 18:11. In zwei Unterzahlsituationen verringerte sich die Differenz bis zur Pause wieder auf vier Tore (20:16).
Eine kurze unkonzentrierte Phase gegen die offensive Abwehr und drei Gegentore am Stück zum 25:22 aus deutscher Sicht verlangte für die letzten 18 Minuten noch einmal Konzentration. Fine Stenzels 26:22 in Unterzahl war wichtig fürs Nervenkostüm (44.). Mit acht Treffern in Folge zum 33:22 (53.) dominierte Deutschland die Endphase. „Wir haben eine Abwehr gestellt, gegen die Südkorea kein Mittel mehr fand. Die Ballgewinne haben wir dann konsequent in Tore umgemünzt“, sagte Smits zu den letzten Minuten seines Teams bei dieser WM, die mit einem guten letzten Eindruck endete. Smits: „Wir haben viel gelernt. Insgesamt haben wir uns mehr erhofft, aber wir müssen auch sehen, gegen wen wir unsere Spiele verloren haben: Spanien und Montenegro stehen zum Beispiel im Halbfinale.“
Deutschland: Wagner, Willuhn – Lehmann (3), Walther (2), Kastner (2), Rusko (7), Stenzel (3/2), Jördens (1), Hofer (1), Reymann (3), Kugler, Kasper (5), Külker (6), Overbeck (1), Schatton.
Schiedsrichter: Jacob Jaeger Pagh/Karl Johan Thygesen (Dänemark).
Zeitstrafen: Südkorea 2 – Deutschland 3.
Siebenmeter: Südkorea 1/0 – Deutschland 2/2.