Champions entthront: DHB-Frauen verpassen WM-Halbfinale
Shoot-Out-Niederlage gegen Brasilien
Serie gerissen: Zum ersten Mal seit 2020 wird der Frauen-Weltmeister im Beachhandball nicht aus Deutschland kommen. Nach den Titelgewinnen 2022 und 2024 scheiterten die DHB-Frauen bei der diesjährigen Auflage in Kroatien im Viertelfinale an Brasilien.
Damit geht es im restlichen Turnierverlauf für die Mannschaft von Bundestrainer Alexander Novakovic bloß noch um die bestmögliche Platzierung zwischen den Rängen fünf und acht. Das erste Match steigt am Samstagabend gegen Gastgeber Kroatien (18 Uhr, live bei DYN), die Spiele um Platz fünf (12 Uhr) und Platz sieben (11 Uhr) gehen am Sonntag vor den Finalspielen über die Bühne.
„Wir sind natürlich sehr enttäuscht über das Ergebnis, obwohl wir viel in die Partie gebracht haben, was wir uns vorher vorgenommen hatten“, erklärte Bundestrainer Alexander Novakovic. Gegen die Brasilianerinnen konnten die deutschen Frauen im ersten Satz lange Zeit vorlegen, bis zum 10:8 führten die Titelverteidigerinnen. Dann allerdings fehlte die Präzision im Abschluss – und Brasilien drehte den ersten Durchgang mit sechs Punkten in Serie zum 14:10.
Auch der zweite Satz blieb bis zum Schluss eng und umkämpft, auch hier konnte Deutschland immer wieder vorlegen – so auch wenige Sekunden vor dem Ende, als Amelie Möllmann zum 15:14 traf. Im letzten Angriff leisteten sich die Südamerikanerinnen dann ein Stürmerfoul, die Halbzeit ging an das Novakovic-Team und die Entscheidung musste im Shoot-Out fallen.
Aber auch hier war das Glück an diesem Tag nicht auf Seiten des DHB-Teams. Im ersten Angriff wurde der Treffer von Isabel Kattner wegen Stürmerfouls zurückgepfiffen, später sah Kattner in ihrem 100. Länderspiel als offensive Torhüterin im Zweikampf die Rote Karte. Drei Durchgänge reichten den Brasilianerinnen, um mit 6:2 das Spiel für sich zu entscheiden und ins Halbfinale einzuziehen. „Wir haben mit toller Moral die zweite Halbzeit gewonnen, im Shoot-Out waren die Brasilianerinnen aber einfach abgeklärter, das müssen wir anerkennen“, bilanzierte Novakovic.