William Reichardt legte mit drei Toren los und brachte seine Mannschaft gegen Frankreich somit in die Spur. - Foto: René Weiss
William Reichardt legte mit drei Toren los und brachte seine Mannschaft gegen Frankreich somit in die Spur. - Foto: René Weiss

Heuberger: „Das war in weiten Phasen sehr gut“

27.06.2026 | U-Teams


U20 schlägt bei der Airport Trophy Frankreich mit 28:21

Die 28:31-Niederlage bei der Airport Trophy vom Vortag gegen Spanien wollte die männliche U20-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes nicht auf sich sitzen lassen. Am Samstag gab man gegen die Franzosen, die zuvor gegen die Schweiz noch überzeugt und hoch gewonnen hatte, die mit einem verdienten 28:21 (14:8)-Sieg passende Antwort. „Wir haben heute in weiten Phasen sehr gut gespielt“, zeigte sich Trainer Martin Heuberger zufrieden.

Deutlich spielstärker, deutlich entschlossener und deutlich sicherer präsentierten sich seine Schützlinge. Vor allem der Rückraum fand diesmal viel häufiger die Lücken in der gegnerischen Abwehr und die Ideen, um diese auszuhebeln. Und das in geballter Breite. In William Reichardt, der auf deutscher Seite zum Spieler des Spiel ausgezeichnet wurde, Rasmus Ankermann, Leonard Zink, Johan Rohwer und Caspar Gauer hatte Heuberger schon in den ersten 20 Minuten fünf Rückraum-Protagonisten ins Spiel gebracht, und alle trugen sich bis dahin in die Torschützenliste ein. Auch Julius Hein am Kreis wurde ein ums andere Mal gekonnt in Szene gesetzt.

In der Abwehr überzeugte Schwarz-Rot-Gold ebenfalls. Nach dem 7:5-Zwischenstand blieb Finn Knaack hinter der aggressiven Deckung eine Viertelstunde lang ohne Gegentor. So wuchs der Vorsprung bis zur 26. Minute auf 13:5 durch.

Im zweiten Abschnitt hatte man früh weitere Höhepunkte in petto. Hans-Lukas Willax erzielte mit dem Treffer zum 15:9 sein erstes Länderspieltor, Tom Koschek ließ beim 16:10 einen sehenswerten Kempa folgen. Dann kam aber die zehnminütige Phase, in der es hakte. „Wir haben in kurzer Zeit wieder viele technische Fehler gemacht und die Franzosen so wieder ins Spiel gebracht“, beschrieb Heuberger. Der Unterschied zum Spanien-Spiel: Diesmal erholte sich Deutschland von der Schwächephase. Beim 18:17 (45.) hing die Führung noch an seidenen Faden, die gerade zur rechten Zeit gefallenen Tore von Gauer und Tom Koschek im Gegenstoß distanzierten die Equipe tricolore wieder (21:17, 49.). „Die Mannschaft hat den Kopf behalten und zurück ins Spiel gefunden“, sagte Trainer Heuberger zur wieder guten Schlussphase.

Die Airport Trophy endet am Sonntag mit dem Spiel zwischen Deutschland und Gastgeber Schweiz (Anwurf: 13.30 Uhr). Auch das verspricht ein hartes Stück Arbeit zu werden. Die Eidgenossen verloren zwar ihre beiden Spiele gegen Frankreich und Spanien, lagen am Samstag gegen die Iberer zwischenzeitlich jedoch mit sechs Toren in Führung.

Deutschland: Knaack, Durmic – Koschek (6/1), Sprößig (1), Kleinsteuber (1/1), Voß, Reichardt (4), Rohwer (2), Gauer (3), Ankermann (3), Willax (1), Hensen (2), Zink (2), Hein (3), Strobel.