Eine Handballmannschaft die sich nach dem Spiel abklatscht
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U16w: Knappe Niederlage nach starker Aufholjagd

29.06.2026 | U-Teams

 

U16 unterliegt der Schweiz bei den European Open mit 17:18

Nach dem deutlichen Auftaktsieg gegen die Türkei musste die weibliche U16-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes bei den European Open in Göteborg die erste Niederlage hinnehmen. Gegen die Schweiz kämpfte sich die DHB-Auswahl nach einer schwierigen ersten Halbzeit eindrucksvoll zurück, musste sich am Ende aber denkbar unglücklich mit 17:18 (6:10) geschlagen geben.

Die deutsche Mannschaft fand zunächst nur schwer in die Begegnung. Erst nach knapp fünf Minuten gelang per Siebenmeter der erste Treffer zum 1:2, anschließend setzte sich die Schweiz auf 6:3 ab. Vor allem im Angriff fehlte zunächst der Rhythmus, sodass die Schweizerinnen ihren Vorsprung bis zur Pause auf 10:6 ausbauen konnten.

„Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Es hat lange gedauert, bis wir einen Rhythmus hatten und das Spiel gestalten konnten“, sagte DHB-Talentcoach Carsten Klavehn nach der Partie. In der Halbzeit habe sein Team dann jedoch die richtigen Anpassungen vorgenommen: „Wir haben ein paar Dinge angesprochen und die Mädels haben das sehr schnell umgesetzt.“

Mit deutlich mehr Aggressivität in der Abwehr und einer besseren Chancenverwertung startete die DHB-Auswahl stark in den zweiten Durchgang. Ein 3:0-Lauf brachte Deutschland bis auf 9:10 heran, ehe sich das Spiel endgültig drehte. In der 36. Minute ging die U16 beim 17:16 erstmals in Führung und lieferte sich mit der Schweiz ein packendes Ende, bei dem das Momentum mehrfach wechselte.

Eine dramatische Schlussphase besiegelte schließlich die unglückliche Niederlage. Nachdem Deutschland kurz zuvor noch am Pfosten gescheitert war, erzielte die Schweiz mit einem Buzzer Beater in letzter Sekunde den 18:17-Siegtreffer. „Da liegen Freude und Leid ganz nah beieinander. Unser Ball geht an den Pfosten und raus, der Ball der Schweiz geht in den letzten Sekunden über die Unterkante der Latte ins Tor. So ist unser Sport“, sagte Klavehn.

Trotz des bitteren Endes überwog beim Talentcoach der positive Blick auf die Leistung nach der Pause: „Die zweite Halbzeit macht Mut. Die Mädels haben sich stark zurückgekämpft und das ist aller Ehren wert. Für die jüngste Mannschaft des DHB ist das ein großer Lernprozess. Wenn wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen, bin ich guter Dinge, dass sich diese Mannschaft weiterentwickeln wird.“ Bereits am Dienstag wartet mit den Spielen gegen Portugal und Norwegen die Chance, mit zwei Erfolgen weiterhin Kurs auf das Viertelfinale zu nehmen.

Tore Deutschland: Hacker, Skill – Werum (2/2), Hinz (3), Lueg (4), Dudacy, Sieber (1/1), Plöhn (1/1), Lemke, Glomb, Nagel (3), Koumtoudji Tchatat, Alici (1), Schwartz, Lieschke (2), Schneeberger.