U20 lässt in der zweiten Hälfte nach und verliert
28:31 gegen Spanien zum Auftakt der Airport Trophy
Nach zuvor sieben Siegen in sieben Spielen in diesem Jahr hat die männliche U20-Nationalmannschaft ihre erste Niederlage in 2026 kassiert. Bei der Neuauflage des U19-WM-Finales des vergangenen Sommers unterlag die DHB-Auswahl zum Auftakt der Airport Trophy Spanien in Kloten mit 28:31 (17:13). Das Ergebnis blieb nicht die einzige Negativnachricht der Partie: Der Rückraumlinke Linus Schmid knickte bereits in der siebten Minute bei einer Abwehraktion um und konnte anschließend nicht mehr eingesetzt werden.
Gegen Spaniens offensive Deckung setzten in der Anfangsphase die Außen die Akzente. Tom Koschek auf der linken sowie Julien Sprößig auf der rechten Seite trafen zuverlässig und zwischen den Pfosten hatte Finn Knaack, der mit 39 Prozent gehaltener Bälle zu Deutschlands bestem Spieler der Partie gewählt wurde, nach acht Minuten bereits vier Paraden gesammelt. Ab dem 3:2 durch Kreisläufer Bennet Strobel lag Deutschland immer in Führung, nach dem Caspar Gauers Wurf ins leere Tor sogar mit fünf Toren Unterschied (17:12, 28.). Ein verdienter Zwischenstand für die DHB-Auswahl, bei der Hans-Lukas Willax vom HC Erlangen kurz vor der Pause zu seiner ersten Sequenz im Nationaltrikot kam. Willax und Julius Hein waren nach den Verletzungen vom Tim Schröder und Max Heydecke nominiert worden.
„So gut unsere erste Halbzeit war, so schlecht war unsere zweite“, stellte Bundestrainer Martin Heuberger fest. Durchgang Nummer zwei begann denkbar ungünstig. William Reichardt kassiert in der 32. Minute seine dritte Zeitstrafe – der zweite Halblinke nach Schmid brach somit weg. Die 17:13-Pausenführung schmolz immer weiter zusammen und war beim 21:21 aufgebraucht (44.). Die Iberer legten nach und drehten direkt anschließend das Ergebnis. Das Pendel schlug um. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit viel zu viele technische Fehler“, erklärte Heuberger, warum Spanien jetzt Oberwasser gewann. Nach Koscheks Siebenmetertor zum 24:22 (49.) verlor Heubergers Team den Faden. Zwei verworfene Strafwürfe und zwei weitere ausgelassene 100-Prozent-Chancen innerhalb kürzester Zeit sorgten für einen 1:4-Negativlauf. Ein Gegenstoß von Anton Voß zum 25:26 (55.) verlieh genauso wie der frische Wind von Johan Rohwer mit zwei Rückraumtreffern noch einmal kurz Zuversicht, aber es blieb dabei, dass die Endphase den Spaniern um Ausnahmekönner Marcos Fis (8 Tore) gehörte.
Am Samstag steht der amtierende U19-Weltmeister in der Sporthalle Ruebisbach ab 19 Uhr zum zweiten Mal auf der Platte. Gegner ist dann Frankreich. „Wir müssen uns gegenüber der zweiten Halbzeit vom Freitag auf jeden Fall steigert“, fordert Heuberger.
Deutschland: Knaack (2), Durmic – Koschek (7/5), Sprößig (4), Kleinsteuber, Voß (3), Reichardt, Rohwer (2), Gauer (3), Ankermann (1), Willax, Hensen (1), Zink (1), Schmid, Hein (2), Strobel (2).