Chiara Rohr erzielte gegen Rumänien die meisten deutschen Tore - elf Stück an der Zahl. - Foto: kolektiff
Chiara Rohr erzielte gegen Rumänien die meisten deutschen Tore - elf Stück an der Zahl. - Foto: kolektiff

Verlustpunktfrei in die Hauptrunde

27.06.2026 | U-Teams

 

Deutschland gewinnt bei der U20-WM auch sein drittes Gruppenspiel

Die weibliche U20-Nationalmannschaft hat die Vorrunde bei der Weltmeisterschaft in China optimal zu Ende gebracht. Alle wussten, dass die dritte Gruppenpartie gegen Rumänien die bislang schwierigste beim Turnier im Reich der Mitte wird. „Rumänien ist ein ganz anderes Kaliber als Brasilien und Kanada“, hatte Trainer Christopher Nordmeyer zum entscheidenden Spiel um den Gruppensieg gesagt. Aber auch diesem Gegner war die DHB-Auswahl überlegen, sie gewann mit 37:31 (20:16). „Wir haben gegen eine starke rumänische Mannschaft noch einmal gezeigt, welche Qualitäten in unserer Mannschaft stecken", so Nordmeyer.

Beim Offensivrausch der ersten Halbzeit hatte Rumänien mit 73 Prozent Wurfquote in dieser Statistik zwar Vorteile, aber der höhere Anteil an erfolgreich abgeschlossener Angriff sprach für Deutschland. Nur vier technische Fehler gaben den Ausschlag für die 20:16-Führung nach 30 Minuten. Zum dritten Mal im dritten WM-Spiel knackte der U19-Europameister somit bereits vor der Pause die 20er-Marke. Das Spiel über den Kreis mit Laura Klocke als Startspielerin und später Aylin Bornhardt sowie die Aktionen von Chiara Rohr auf Linksaußen zählten zu den Erfolgsfaktoren in einer Begegnung, in der die Angriffsreihen die Deckungen und Torhüterinnen ausstachen.

Deutschlands von Trainer Nordmeyer konsequent ausgespielter Trumpf, den Gegner mit zwei ebenbürtigen Formationen weichklopfen zu können, machte sich auch diesmal bemerkbar. Vor der Pause deutete sich bereits an, dass Rumänien das Level aus der Anfangsphase nicht halten kann. Dieser Trend erhärtete sich mit einem 8:3-Lauf bis zur 40. Minute. Ruslana Litvinov führte auf Rückraum Mitte geschickt Regie. Auch Laura Klockes Treffer zur erstmaligen Zehn-Tore-Führung (29:19, 41.) wurde von der Blombergerin, die nach der Schlusssirene das Maskottchen für die beste Spielerin in Empfang nahm, vorbereitet. Nordmeyer: „Wir haben zu Beginn der zweiten Halbzeit so viel Feuer gemacht, dass Rumänien den Glauben an sich verloren hat."

Als die Mannschaft im weiß-schwarzen Dress zweistellig den Ton angab, fiel die Spannung etwas ab, was sich beim einen oder anderen Fehlwurf und in rumänischer Ergebniskorrektur bemerkbar machte. Man konnte es sich erlauben nach der zuvor abgerufenen Top-Performance. Einen ersten Kurzeinsatz bei dieser WM erhielt Katharina Goldammer - nur 24 Stunden nachdem sie in der Heimat von ihrer Nominierung erfahren hatte. Die Spielmacherin des TuS Metzingen wurde nach der Verletzung von Hannah Gutzeit nachnominiert. In den nächsten Tagen dürften weitere Einsatzzeiten hinzukommen. 

Nach einem spielfreien Tag beginnt die Hauptrunde am Montag gegen Südkorea. Am Montag kommt es zur Neuauflage des EM-Finales von 2025 gegen Spanien. Alle deutschen Partien werden live bei Dyn übertragen. Die finalen Anwurfzeiten der Hauptrundenspieltage stehen noch nicht fest.

Deutschland: Lindemann, Muth – Walther (2/1), Egeling (1), Njinkeu (1), Mittag, Rohr (11/7), Litvinov (4), Lammich (1), Bornhardt (5), Kern (2), Niemann (2), Klocke (3), Tucholke (3), Ott (2).
Schiedsrichter: Mads Fremstadt/Jörgen Jörstad (Norwegen).
Zeitstrafen: Deutschland 3  - Rumänien 4.
Siebenmeter: Deutschland 9/8 – Rumänien 4/4.